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Wo sind die Schwachstellen in Ihrem Haus?

Von dpa-tmn, t-online, jb

Aktualisiert am 20.12.2017Lesedauer: 2 Min.
Nachhaufnahme von einem Türaufbruch
Haustüren sind die größten Schwachstellen im Haus (Symbolbild) (Quelle: fotoedu/Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Im Jahr 2016 wurden 151.265 Fälle von Wohnungseinbrüchen in Deutschland der Polizei gemeldet – bei rund 40 Millionen Haushalten im Land. Das war ein Rückgang um 9,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings waren 2015 auch so viele Einbrüche registriert worden, wie seit den 1990er Jahren nicht mehr. Und seit Jahren waren die Fallzahlen konstant angestiegen.

Wie wird eingebrochen?

Laut der alle paar Jahre aktualisierten sogenannten Kölner Studie kamen im Jahr 2016 Einbrecher in circa 48 Prozent der Einbrüche in einem Einfamilienhaus durch die Terrassentür ins Haus, bei rund 32 Prozent durch die Fenster – bei Wohnungen ist die Haustür die größte Schwachstelle. Die Haustür war in rund 12 Prozent der Fälle der Zugangsort, Kellerfenster und -tür suchten sich Einbrecher nur in 3 und 1 Prozent der Fälle aus. Dabei werden die allermeisten Fenster und Türen aufgehebelt.

Wann agieren Einbrecher?

Häufig untertags, wenn die Bewohner nicht im Haus sind. 2016 traf dies auf mehr als ein Drittel aller Wohnungseinbrüche zu (41,8 Prozent). Allerdings ist davon auszugehen, dass diese Zahl noch höher ist. Denn bei vielen Einbrüchen lässt sich die genaue Tatzeit nicht ermitteln, zum Beispiel weil die Bewohner währenddessen im Urlaub waren.

Was bringt Einbruchschutz?

Fast die Hälfte der gemeldeten Einbrüche bleiben im Versuchsstadium stecken (44,3 Prozent). Diese Zahl steigt seit 15 Jahren stetig an. Das Bundesinnenministerium nennt in ihrem Bericht zur Kriminalstatistik für 2016 die Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen sowie die Präventionsmaßnahmen der Polizei als möglichen Grund für diese hohe Zahl gescheiterter Einbruchsversuche.

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Was tut die Polizei für Sie?

Einbrecher ziehen die Haustür dem Fenster als Einstiegsmöglichkeit in ein Haus oft vor. Der Grund ist simpel: Die meisten Menschen lassen ihre Haustür beim Verlassen nur ins Schloss fallen. Solche Nachlässigkeiten erleichtern Einbrechern den Job ungemein.

Dabei ist der Schutz des eigenen Hab und Guts einfach. Beispielsweise können sich Hausbesitzer und Mieter kostenlos bei der Polizei zum Thema Einbruchschutz im Polizeipräsidium beraten lassen – häufig sind auch Termine vor Ort möglich, damit Ihnen die Experten gleich die Schwachstellen zeigen können.

Welche Folgen hat ein Einbruch noch?

Einbrecher suchen meist keine großen Schätze, sondern Geld oder Dinge, mit denen sich schnell Geld machen lässt. Besonders tief sitzt bei den meisten Opfern von Einbrüchen allerdings nicht der Verlust der Gegenstände. Viele verlieren das Gefühl von Sicherheit in ihrem eigenen Zuhause, was für viele wesentlich schlimmer ist und sogar zu Angstzuständen oder Depressionen führen kann.

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