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Wie sehr ein Einbruch die Psyche belastet

dpa, Katja Fischer

Aktualisiert am 24.10.2019Lesedauer: 3 Min.
Woman sitting on windowsill, looking out of window, crying
Eine Frau weint: Nur wenige Menschen kommen mit der Situation, dass Diebe in ihrem Haus waren, klar. F├╝r viele Opfer ist der Einbruch eine enorme seelische Belastung. (Symbolbild) (Quelle: Halfpoint/getty-images-bilder)
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Rund ein Viertel aller Opfer von Einbr├╝chen in ihre Wohnr├Ąume leiden so stark darunter, dass sie wegziehen wollen. Doch das ist nicht die L├Âsung: Unsicherheit gibt es auch in der neuen Wohnung, sie verst├Ąrkt sich teils sogar. Manchmal braucht es daher professionelle Hilfe.

Ein Einbruch ist ein Schock. Nicht nur, weil wertvolle oder pers├Ânliche Dinge gestohlen wurden. Neben dem Verlust von materiellen Werten m├╝ssen Opfer auch verkraften, dass jemand in ihre Privatsph├Ąre eingedrungen ist: Ihr Zuhause, in dem sie sich immer geborgen f├╝hlten, erscheint nicht mehr sicher.


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Einbruchsopfer leiden langfristig

"Das Grundvertrauen ist gest├Ârt", sagt Gerd Reimann von der Deutschen Psychologen Akademie in Berlin. "Das ist eine starke psychologische Belastung, die sich in verschiedenen Symptomen ├Ąu├čern kann: ├ängste, Nervosit├Ąt, Schlafst├Ârungen, Alptr├Ąume bis hin zu psychosomatischen St├Ârungen wie Kopfschmerzen, Herz-Kreislauf- oder Magen-Darm-Problemen." 15 bis 20 Prozent der Einbruchsopfer leiden langfristig unter ├ängsten und psychosomatischen Belastungen, erl├Ąutert die Opferschutzorganisation Weisser Ring.

Ekel und Unsicherheit f├╝hren zum Auszug

Viele Opfer stellen sich immer wieder die qu├Ąlende Frage, ob ihnen so etwas wieder passieren k├Ânnte. Ob sie selbst durch Nachl├Ąssigkeit die Diebe angelockt haben? Auch Ekel spielt eine Rolle: Was hat der Eindringling angefasst? "Etwa 25 Prozent aller Einbruchsopfer leiden so stark, dass sie aus ihrer Wohnung ausziehen wollen. 10 Prozent tun das auch wirklich", erl├Ąutert Reimann.

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Einbruchsopfer brauchen aktiv Beistand

Damit sich Ängste und Traumata nicht verfestigen, ist es wichtig, Betroffene unmittelbar nach dem Einbruch zu unterstützen. "Es kann bereits helfen, über Erlebtes zu sprechen und so das Geschehene zu verarbeiten", sagt Bianca Biwer vom Weissen Ring. Es ist also sinnvoll, sich aktiv Beistand zu holen, bei Verwandten, Freunden, aber auch bei Hilfseinrichtungen oder Psychologen.

Helfer sollten sich aber mit Kommentaren zur├╝ckhalten. "Das k├Ânnte die Selbstvorw├╝rfe und Schuldgef├╝hle der Opfer verst├Ąrken", warnt Reimann. Er beobachtet, dass auch Aussagen bei der Polizei und Versicherungen f├╝r Betroffene eine Belastung darstellen k├Ânnen: "Notwendige Fragen nach den Tatumst├Ąnden, nach Sicherheitsl├╝cken und Schutzvorrichtungen werden oft als Schuldzuweisung interpretiert. Danach f├╝hlen sich die Opfer noch schlechter."

├ängste k├Ânnen sich verfestigen

Wenn ├ängste und andere psychische Symptome nicht innerhalb der folgenden zwei bis drei Wochen zur├╝ckgehen, sollten sich Betroffene psychologische Hilfe suchen. "Etwa ein Drittel der Opfer kommt allein nicht zurecht", sagt Reimann. "Viele Menschen neigen dazu, unangenehme Dinge zu vermeiden. Das ist zun├Ąchst auch in Ordnung." Verfestigt sich aber die Vermeidungsstrategie, sei Hilfe notwendig. Reimann betont: "Ein Einbruchsopfer, das aus Angst in eine andere Wohnung zieht, wird sich dort nicht automatisch sicherer f├╝hlen. Im Gegenteil: Die ├ängste werden nicht weniger, sondern st├Ąrker."

Angeh├Ârige k├Ânnen helfen

Es kommt darauf an, die Gedanken und das Handeln der Betroffenen auf konkrete Pl├Ąne und Ver├Ąnderungen zu richten. "Es hilft, sich dar├╝ber zu informieren, was man selbst tun kann, um k├╝nftigen Einbr├╝chen bestm├Âglich vorzubeugen", erkl├Ąrt Biwer: Mit welchen technischen Mitteln wie T├╝rsicherungen, Alarmanlage oder Rolll├Ąden kann man es Einbrechern so schwierig wie m├Âglich machen? Das gibt Einbruchsopfern oft das Gef├╝hl, dass sie aktiv dazu beitragen k├Ânnen, weitere Einbr├╝che zu verhindern.

"Was konkret getan werden muss, l├Ąsst sich am besten herausfinden, wenn man systematisch das ganze Haus durchgeht", r├Ąt Helmut Rieche, Vorsitzender der Initiative f├╝r aktiven Einbruchschutz "Nicht bei mir!". Wichtig ist, alle potenziellen Einstiegswege zu identifizieren. "Oft wird vermutet, dass Diebe besonders gern durch die Haust├╝r kommen, weil man selbst immer durchgeht. Aber ├╝ber 80 Prozent der Einbr├╝che erfolgen ├╝ber Fenster und Terrassent├╝ren."


Mitunter neigen Einbruchsopfer dazu, ihre Wohnung zu einer Festung zu machen und sie kaum noch zu verlassen. Das hilft aber nicht bei der Verarbeitung des Geschehens. Besser ist es, soziale Beziehungen zu pflegen, Kontakt zu Freunden und Verwandten zu halten. "Das sorgt f├╝r ein h├Âheres Sicherheitsgef├╝hl", betont Bianca Biwer von der Opferberatung. "Gibt es mehrere Orte, an denen ich mich sicher und geborgen f├╝hle, verliert die eigene Wohnung etwas an Bedeutung ÔÇô und damit sinkt auch die Angst vor einem Einbruch."

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