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Der Trend zum Holz-Fußboden ohne Holz

Von dpa
Aktualisiert am 06.01.2020Lesedauer: 4 Min.
Die Bodenbelagsbranche widmet sich zunehmend den gesundheitlichen Aspekten ihrer Produkte.
Die Bodenbelagsbranche widmet sich zunehmend den gesundheitlichen Aspekten ihrer Produkte. (Quelle: Swiss Krono/dpa-tmn./dpa)
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Hannover (dpa/tmn) - Er sieht aus wie Holz, ist es aber nicht: Ein Kunststoffboden ist die große Konkurrenz fĂŒr Parkett, Laminat und vor allem Teppich geworden. Luxury Vinyl Tiles, kurz LVT, nennt sich das Trendprodukt.

Seine StÀrke: Der Belag wirkt nicht mehr wie die altbekannten elastischen BodenbelÀge aus Kunststoffen wie PVC oder Kautschuk. Vielmehr imitieren die Hersteller damit tÀuschend echt das, worauf die Menschen in ihrem Haus gerne stehen: Fliesen und Betonböden, vor allem aber echte Holzböden und Laminat.

Zu deren Lasten gehe der Trend zu LVT gerade, berichtet Sonia Wedell-Castellano, Projektleiterin der Domotex. Das ist die Weltleitmesse fĂŒr Teppiche und BodenbelĂ€ge Domotex in Hannover (10. bis 13. Januar). "LVT bieten unzĂ€hlige Möglichkeiten und Dekore, die die Verbraucher schĂ€tzen - und lustigerweise wĂ€hlen viele ausgerechnet Holzdekore."

Langlebig, pflegeleicht, strapazierfÀhig

Aber wie kommt es, dass Kunststoff in Holzoptik dem echten Holz vorgezogen wird? Ganz grundsĂ€tzlich sind elastische BelĂ€ge aus Kunststoff langlebig und einfach zu pflegen. Man kann sie auch komplett nass wischen, wĂ€hrend bei Holz zu große Feuchtigkeit immer ein Problem ist. Kunststoff ist außerdem strapazierfĂ€higer, weshalb solche BelĂ€ge vor allem in BĂŒrogebĂ€uden, KrankenhĂ€usern oder Pflegeeinrichtungen eingesetzt werden.

FĂŒrs private Zuhause aber werden die KunststoffbelĂ€ge erst wieder interessant in einer noch recht jungen Variante: eben den Luxury Vinyl Tiles. Diese Produkte bestehen aus mehreren Schichten, was den Hersteller erlaubt, die OberflĂ€chen vielfĂ€ltiger zu gestalten und ihnen teils sogar fĂŒhlbare Strukturen zu geben. Das verstĂ€rkt die tĂ€uschend echte Nachahmung.

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Außerdem kommen LVT-BelĂ€ge nicht wie die ĂŒblichen elastischen Böden von der Rolle und mĂŒssen flĂ€chig verlegt werden, sondern sie werden wie Fliesen in Rechtecken oder wie Parkett in Plankenform angeboten. Damit lassen sie sich in vielfĂ€ltigeren Mustern verlegen.

Apropos vielfÀltigere Muster: Auch das ist ein Trend, von dem die Branchenexperten im Vorfeld der Messe berichten. Zwar scheuten viele noch immer den Griff zu starken Farben am Boden, doch bei Teppichen sei etwas mehr Muster gefragt, sagt Wedell-Castellano.

Teppiche dĂŒrfen jetzt ausradiert wirken

Dass es jedoch auf das richtige Maß an Mustern und Farben ankommt, zeigt die Entwicklung bei den orientalischen Teppichen. Die traditionell dicht gesetzten Muster dieser Produktgruppe werden derzeit gerne ausradiert - das englische Wort dafĂŒr, "erased", tragen viele Produkte auch als Beinamen.

"Die Farben werden verĂ€ndert, und MusterstĂŒcke werden herausgenommen", beschreibt Franz ten Eikelder vom Bundesverband der SachverstĂ€ndigen fĂŒr orientalische, handgeknĂŒpfte Teppiche und Flachgewebe diesen Trend. Statt der manchmal bis zu 20 Farben in einem Teppich konzentrieren sich die Designer außerdem eher auf einige wenige Farben. "Das passt zu einem modernen Wohnambiente bei Leuten, die einen Bezug zum Teppich haben."

Ein Trend, der in diese Entwicklung ebenfalls passt, ist der Vintage-Teppich - wobei ten Eikelder ihn auch nur als "Mini-Trend" bezeichnen möchte. So werden abgenutzte und aussortierte Teppiche von Firmen gewaschen, gebleicht und neu eingefÀrbt, oft dann nur in dezenten Pastellfarben. Das gibt den Teppichen eine grundsÀtzlich neue, modernere Optik, ihren Charme als bereits benutzte, alte und hoffentlich geliebte Teppiche verlieren sie zugleich aber nicht.

Ansonsten jedoch sinkt das Interesse der Verbraucher an Teppichen und vor allem an flĂ€chig verlegten Teppichböden zunehmend, hört man aus der Branche. Trotzdem kommen gerade Teppiche im Raum, nun als EinzelstĂŒcke, nicht aus der Mode - was auch an ihrer Akustikwirkung liegt.

Böden sollen LÀrm besser dÀmpfen

Teppiche haben eine lĂ€rmdĂ€mpfende und behagliche Wirkung, erklĂ€rt die Trendanalystin Susanne Schmidhuber. Sie bewertete im Auftrag der Messe Domotex die Trends und erstellte daraus die Sonderschau "Framing Trends". Ihr gewĂ€hltes Leitmotto fĂŒr die Messe lautet "Atmysphere".

"Der Boden ist Basis fĂŒr alles, was ich tue, und er ist Basis fĂŒr diverse Spektren der RaumatmosphĂ€re", erklĂ€rt Schmidhuber ihren Ansatz. Daher sei die Branche zunehmend darum bemĂŒht, ĂŒber einen Bodenbelag auch das WohlfĂŒhlen in einem Zimmer zu verbessern. Zum Beispiel, indem sie die Eigenschaft eines Bodens, Schall zu schlucken oder Trittschal zu minimieren, verbessere.

"Die Hersteller sind außerdem sehr bedacht darauf, im Herstellungsprozess Schadstoffe zu reduzieren", berichtet Schmidhuber. Besonders wichtig sind inzwischen außerdem Nachhaltigkeit und Ökologie: "Das Greta-PhĂ€nomen hat auch auf die Bodenbelagsbranche Auswirkungen."

Nachhaltigkeit wird hervorgehoben

So werben Unternehmen nun zum Beispiel noch bewusster mit den Nachhaltigkeitsaspekten ihrer Böden - etwa dass diese aus Kunststoffen aus den Meeren produziert werden. Oder dass bislang gar nicht oder nur schwierig recycelbare Produkte wie alte Windschutzscheiben von Autos Bestandteile neuer BelÀge liefern können. Und selbst Böden aus Papier sind möglich, die lange halten und am Ende ihrer Nutzung in die Wiederverwertung gehen können.

Zunehmend werden zudem fĂŒr BodenbelĂ€ge bislang noch ungewöhnliche, vor allem natĂŒrliche Materialien genutzt: etwa Hanf, Nessel, Raps, Rizinus oder Kreide.

Die trendige Farbpalette fĂŒr BodenbelĂ€ge spiegele den Öko-Gedanken ebenfalls wieder, urteilt Schmidhuber. Es sind neben den einzelnen, schon erwĂ€hnen Farbtupfern vor allem naturverbundene Farben wie Kieselgrau. Oder ganz einfach GrĂŒn.

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