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Weihnachtsbaum brennt: Das sollten Sie tun – aber das nicht

Gut zu wissen  

Was tun, wenn der Weihnachtsbaum brennt?

24.12.2020, 17:00 Uhr | AFP, t-online, ron

Weihnachtsbaum brennt: Das sollten Sie tun –  aber das nicht. Der Weihnachtsbaum brennt: Jetzt heißt es, das Richtige zu tun. (Symbolfoto) (Quelle: imago images/Marius Schwarz)

Der Weihnachtsbaum brennt: Jetzt heißt es, das Richtige zu tun. (Symbolfoto) (Quelle: Marius Schwarz/imago images)

Schön, aber gefährlich: echte Kerzen am Weihnachtsbaum. Denn wenn man nicht aufpasst, kann die Tanne schnell lichterloh in Flammen stehen. Falls es passiert, sollte man so reagieren.

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt – und bei dem, der nicht aufpasst, gleich das ganze Haus: Mehr als zehntausende zusätzliche Brände gibt es in Deutschland in jedem Jahr in der Adventszeit, daran änderten bisher auch alle Aufklärungskampagnen nichts.

Wie viele Weihnachtsbäume brennen jährlich in Deutschland?

Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden im Jahr 2019 in der Advents- und Weihnachtszeit etwa 29.000 Brände bundesweit gezählt. Das sind etwa 9.000 mehr als in einem Vergleichsmonat im Frühjahr oder Herbst. Die Statistik umfasst sowohl kleinere wie größere Brände, das heißt: vom Adventskranz bis zum Weihnachtsbaum. Einzelne Zahlen für Christbäume werden nicht ausgewiesen.

Was tun, wenn der Weihnachtsbaum brennt?

Rauchwarnmelder warnen durch ihr Piepen, wenn es unbemerkt zu brennen anfängt. Wer selbst löschen will, sollte das nur tun, wenn er sich selbst nicht gefährdet. Ansonsten lautet die Faustregel: Die Tür zum Brandraum schließen, die Wohnung verlassen und unter der 112 die Feuerwehr rufen.

Wie schnell brennt ein Weihnachtsbaum?

Ein ausgetrockneter Weihnachtsbaum, der schon mehrere Tage im Wohnzimmer steht, ist besonders gefährdet. Durch Funken, zum Beispiel von Wachskerzen, können trockene Zweige schnell Feuer fangen. Nach nur einer Minute ist ein Weihnachtsbaum von rund zwei Metern Höhe vollkommen verbrannt beziehungsweise verkohlt.

Wie kann man einem Brand vorbeugen?

Bereits beim Anzünden und Löschen von Baumkerzen, können Sie einem Brand vorbeugen. Zünden Sie die Kerzen am Weihnachtsbaum immer von oben nach unten an. Gelöscht werden sollten sie dann nach Empfehlung der Versicherungswirtschaft von unten nach oben.

Unser Tipp
Ein Eimer mit Löschwasser oder ein Handfeuerlöscher sollte im Wohnzimmer immer neben dem Weihnachtsbaum stehen.

Gibt es Alternativen zu Baumkerzen?

Mit LED-Lichtern beleuchtete Kerzen sind häufig kaum vom echten Kerzenlicht zu unterscheiden. Es gibt mittlerweile auch Echtwachskerzen mit LED-Licht – sogar in abgestuften Höhen etwa für den Adventskranz. Elektrische Kerzen sollten aber ein Prüfsiegel tragen, das der VDE-Norm entspricht.

Brennende Kerze: Besonders die trockenen Teile der Adventskränze fangen schnell Feuer. (Symbolbild) (Quelle: Getty Images/swkunst)Brennende Kerze: Besonders die trockenen Teile der Adventskränze fangen schnell Feuer. (Symbolbild) (Quelle: swkunst/Getty Images)

Worauf ist bei echten Kerzen zu achten?

Wem die technische Variante dennoch zu unromantisch ist, sollte auf jeden Fall auf feste Kerzenhalter etwa auf dem Adventskranz oder am Weihnachtsbaum achten. Außerdem dürfen die Kerzen nicht unbeaufsichtigt bleiben – auch nicht beim vermeintlich nur kurzen Verlassen des Raums.

Was ist bei Kindern und Tieren im Haushalt zu beachten?

Kleine Kinder sollten generell nicht mit Kerzen allein gelassen werden. Mit dem Feuer zu spielen und zu zündeln ist ebenso gefährlich wie das versehentliche Umstoßen der Kerzen. Auch sollten Feuerzeuge und Streichhölzer vor Kindern immer im verschlossenen Schrank aufbewahrt werden. Und: Haustiere niemals in einem Raum mit Kerzenlicht alleinlassen!

Welche Standorte sind für Kerzen besonders gefährlich?

Kerzen sollten nicht an Orten mit starker Zugluft oder in der Nähe von brennbaren Textilien oder Gegenständen stehen. Das können etwa Vorhänge oder – am Tag der Bescherung –  Geschenkpapier sein.

Wer ersetzt Brand- oder Wasserschäden?

Die Hausratversicherung kommt für Schäden auf, die etwa durch Feuer oder Löschwasser an der Wohnungseinrichtung entstehen. Auch verbrannte Weihnachtsgeschenke fallen unter den Versicherungsschutz. Schäden am Gebäude ersetzt die Wohngebäudeversicherung. Die Schäden sollten schnellstmöglich gemeldet werden. Allerdings zahlt längst nicht jede Versicherung bei grober Fahrlässigkeit, wenn etwa beispielsweise die Kerze unbeaufsichtigt gebrannt hat. 

Ein Gast verursacht den Brand: Wer zahlt?

Sind Gäste an dem Brand schuld, ist an sich die Privathaftpflichtversicherung zuständig. Knifflig wird es aber etwa beim kleinen Enkelkind, das die Wohnung der Großeltern durch eine umgestoßene Kerze ruiniert. Laut Gesetz sind Kinder bis zum siebten Lebensjahr deliktunfähig.

Die Familienhaftpflichtversicherung würde nur einspringen, wenn den Eltern eine Verletzung der Aufsichtspflicht nachgewiesen werden kann, warnt der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft.

Verwendete Quellen:

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