HomeHeim & GartenEnergieHeizung

Kamin anheizen: Diesen Fehler sollten Sie vermeiden


Schlagzeilen
AlleAlle anzeigen

Symbolbild für einen TextTschechien startet GrenzkontrollenSymbolbild für einen TextPanne bei 29-Euro-Ticket: BVG reagiertSymbolbild für ein VideoHurrikan schüttelt Flugzeug durchSymbolbild für einen TextFC Bayern: Vorstand geht überraschendSymbolbild für einen TextViele Rentner haben keine 1.000 EuroSymbolbild für ein VideoUkraine: Panzerkampf aus nächster NäheSymbolbild für einen TextOliver Pocher lästert über Ex-FreundinSymbolbild für einen TextFrank Schöbel will Schluss machenSymbolbild für einen TextUnfall in NRW: Lkw hängt in der LuftSymbolbild für einen Text"Wucher"-Bewertung auf Ebay erlaubtSymbolbild für einen TextMcDonald's-Filiale versinkt in ShitstormSymbolbild für einen Watson TeaserPrinz William: Titel sorgt für ProblemSymbolbild für einen TextBeherrschen Sie das Spiel der Könige?

Diesen Fehler sollten Sie beim Kamin-Anheizen vermeiden

Von t-online, dpa-tmn, jb

Aktualisiert am 22.09.2022Lesedauer: 4 Min.
Kamin
Kamin: In den Kaminofen gehört nur trockenes, naturbelassenes Holz (Quelle: Image Source/getty-images-bilder)
Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo

Auswahl, Einbau und Inbetriebnahme des neuen Ofens sollten gut vorbereitet werden. Und gerade beim ersten Anheizen passiert schnell ein folgenschwerer Fehler.

Das Wichtigste im Überblick


  • Beim ersten Anheizen nicht die Tür verriegeln
  • Schornsteinfeger bei der Planung einbeziehen
  • Mindestabstand zwischen Kaminofen und Wand beachten
  • Umweltanforderungen für neue Kaminöfen
  • Pelletöfen heizen bequemer

Bevor Sie Ihren neuen Ofen in Betrieb nehmen dürfen, muss der Schornsteinfeger die Feuerstätte abnehmen. Anschließend gibt es aber auch noch einiges zu beachten.


Foto-Show: Kaminöfen – hoher Wirkungsgrad und kaum noch Feinstaub

Kaminöfen: Sie steigern die Wohn- und Lebensqualität, reduzieren die Heizkosten und lassen sich meist ohne Stilbrüche in die eigene Wohnung integrieren.
Aktuelle Trends bei Kaminöfen
+8

Beim ersten Anheizen nicht die Tür verriegeln

Bei der ersten Inbetriebnahme ist besonders die richtige Handhabung wichtig. Andernfalls drohen Schäden am Kaminofen. Dazu gehört unter anderem, die Tür nur anzulehnen und nicht zu verriegeln. In den ersten Betriebsstunden müsse der Lack noch einbrennen und werde während dessen nochmals weich. Das kann zur Folge haben, dass die Dichtung am Lack kleben bleibt und sich beim Öffnen aus der Nut zieht. Wenn Sie das Einbrennen des Lackes beschleunigen möchten, können Sie kurzzeitig etwas mehr Holz in den Kaminofen legen.

Anzeigen
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Meistgelesen
Neue Sanktionen im Fall Skripal: Der Chef des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow (l.), darf künftig nicht mehr in die EU einreisen. (Archivfoto)
Russland soll Sprengkörper schon vor Wochen platziert haben

Solange die Tür nur angelehnt ist und der Lack einbrennt, sollten Sie zudem das brennende Feuer und den Ofen gut im Auge behalten. Dabei entsteht zwar ein unangenehmer Geruch, dieser ist laut Experten gesundheitlich aber unbedenklich. Am besten lüften Sie während der Zeit ausreichend.

Schornsteinfeger bei der Planung einbeziehen

"Der Kauf eines Kaminofens will gut vorbereitet sein", rät der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks. Am besten lassen sich Verbraucher schon vor dem Kauf vom Schornsteinfeger beraten. Dieser prüft, welcher Ofen geeignet ist, ob ein passender Schornstein vorhanden ist oder ein neuer Abzug eingerichtet werden muss. Die Beratung dauert in etwa 20 Minuten ist wird von vielen Schornsteinfegern kostenlos angeboten.

Eine Pflicht ist die Beratung nicht. Aber Sie gehen auf diesem Wege sicher, dass es später bei der Abnahme keine Probleme gibt. Der Schornsteinfeger kennt die örtlichen Bestimmungen und kann für die Auswahl des richtigen Ofens und den besten Standort nützliche Tipps geben.

Mindestabstand zwischen Kaminofen und Wand beachten

Bei der Abnahme wird dann unter anderem geprüft, ob ein für die Verfeuerung von festen Brennstoffen geeigneter Schornstein vorhanden ist, der Ofen richtig daran angeschlossen wurde und ob die vorgeschriebenen Sicherheitsabstände zu Wand und Decke eingehalten wurden. Die zulässigen Abstandswerte variieren je nach Ofenmodell und liegen gewöhnlich zwischen 20 und 60 Zentimetern. Im Bereich der Ofentür sind mindestens 80 Zentimeter Abstand zu brennbaren Möbeln oder Gegenständen einzuhalten. Um beim Öffnen der Tür genügend Platz zu haben, ist meistens auch ein noch größerer Abstand sinnvoll. Hat der Ofen seitliche Fenster, müssen auch seitlich mindestens 65 Zentimeter Abstand gehalten werden.

Bei brennbaren Fußböden braucht man eine Bodenplatte

Auch darüber hinaus ist bei der Standortwahl einiges zu beachten. So muss beispielsweise bei brennbaren Bodenbelägen wie Teppich oder Holz ein Funkenschutz angebracht werden. Platten aus Metall, Schiefer oder feuerfestem Glas sind dafür gut geeignet. Die Platte muss so angebracht werden, dass sie den Bereich vor dem Ofen um etwa 50 Zentimeter und auf jeder Seite um mindestens 30 Zentimeter abdeckt. Die Platten gibt es in verschiedenen vorgefertigten Formen und Größen. Ein Funkenschutz aus Stahlblech ist schon ab etwa 50 Euro erhältlich, die Glasausführung gibt es ab etwa 100 Euro.

Wer sich für eine Glasplatte entscheidet, tut gut daran, den Rand rundum mit Silikon abzudichten. Durch das Gewicht des Ofens hebt sich die Platte vorne meist ein wenig. Durch die Abdichtung verhindert man, dass Asche oder andere Staubpartikel unter die Platte wandern, die sich nur mit großem Aufwand wieder entfernen ließen.

Schornstein nachträglich anbauen

Die meisten Kaminöfen werden an die Wand gestellt. Sollte kein geeigneter Schornstein im Haus vorhanden sein, muss ein neuer angebaut werden. Ein großer Aufwand ist dies häufig nicht. Der neue Schornstein wird durch einen Durchbruch in der Wand geführt und verläuft an der Außenwand nach oben.

Sollte der Außenanbau nicht möglich sein, können Sie ihn auch durch das Gebäude verlegen. Das ist allerdings etwas aufwendiger. Wie hoch der Schornstein sein muss, hängt vom Umfeld des Hauses ab. Laut Bundesimmissionsschutzverordnung muss die Einmündung mindestens 15 Meter vom Fenster des Nachbarhauses entfernt sein. Anderenfalls muss der Schornstein das Fenster um mindestens einen Meter überragen.

Den passenden Kaminofen finden

Die Auswahl an Kaminöfen ist groß. Es gibt Modelle aus Emaille, Gusseisen, Naturstein, Keramik, Speckstein oder Granit in etlichen Farben und Formen. Viele Modelle setzen auf zusätzliche Wärmespeicher, die dafür sorgen, dass der Ofen noch lange nachheizt, wenn das Feuer schon erloschen ist. Die dafür notwendige Masse wird so in die schlanken hohen Öfen eingepasst, dass sie die Optik nicht beeinträchtigt.

Das schicke Aussehen ist aber nicht alles.Auch das Thema Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist bei den Kaminbauern angekommen. So haben viele Hersteller mittlerweile ihre Produkte technisch so ausgerüstet, dass der Abbrand möglichst emissionsarm und effizienteren Abbrand. Sinnvoll ist zudem auch eine integrierte Nebenluftvorrichtung. Dadurch vermeiden Sie, Ihren Kaminofen nachträglich noch mit einem Zugbegrenzer ausstatten zu müssen.

Um das passende Modell zu finden, sollten Sie wissen, wo der Kamin später im Raum stehen wird – an der Wand oder in der Mitte. Danach richten sich Art und Länge des Schornsteins. Außerdem sollten Sie beim Kauf des Kaminofens auf einen hohen Wirkungsgrad und eine möglichst einfache Bedienung achten.

Umweltanforderungen für neue Kaminöfen

Bei einem guten Händler bekommt der Kunde ungefragt eine sogenannte Prüfstandsmessbescheinigung für seinen neuen Ofen. Ohne diese Genehmigung darf der Kaminofen nicht betrieben werden. Es ist ein Nachweis dafür, dass der Ofen alle aktuellen Umweltauflagen erfüllt.

Die zweite Stufe der Bundes-Immissionsschutzverordnung (BImSchV) begrenzt die zulässigen Staubemissionen neuer Öfen auf 0,04 Gramm pro Kubikmeter (g/m³) und den Kohlenmonoxidausstoß auf 1,25 g/m³. Sie müssen zudem einen Feinstaubfilter besitzen.

Achtung

Ältere Modelle ohne Feinstaubfilter, deren Zeitpunkt der Typenprüfung zwischen dem 01.01.1985 und 31.12.1994 liegen, müssen bis spätestens zum 31.12.2020 umgerüstet worden sein, also mit einem Feinstaubfilter ausgestattet werden. Andernfalls werden sie stillgelegt. Kaminöfen aus dem Jahr 1995 müssen bis spätestens zum 31.12.2024 nachgerüstet werden. Hier reicht ein Rußfilter aus. Wichtig ist, dass die Feinstauberzeugung unter 150 g/m³ liegt.

Pelletöfen heizen bequemer

Einfacher zu bedienen, aber auch weniger romantisch sind Pelletöfen. Sie verfügen über eine Mechanik, die das Brennmaterial automatisch aus einem Vorratsbehälter in den Brennraum transportiert. Je nach Bedarf kann die Temperatur am Pelletofen eingestellt werden. Ist diese erreicht, schaltet sich das Gerät automatisch ab.

Durch diese Steuerungsmöglichkeit heizen Pelletöfen länger als Kaminöfen, ohne dass Sie Brennmaterial nachlegen müssen. Der Nachteil von diesen Modellen ist jedoch, dass das typische Geräusch eines Feuers ausbliebt und Sie stattdessen nur das Rauschen des Gebläses und der Transport der Pellets hören.

Facebook LogoTwitter LogoPinterest LogoWhatsApp Logo
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks
  • Bundes-Immissionsschutzverordnung
  • TÜV Rheinland
  • Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...

ShoppingAnzeigen

Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
Loading...
  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz

t-online - Nachrichten für Deutschland
t-online folgen
FacebookTwitterInstagramYouTubeSpotify

Das Unternehmen
Ströer Digital PublishingJobs & KarrierePresseWerbenKontaktImpressumDatenschutzhinweiseDatenschutzhinweise (PUR)Jugendschutz



Telekom
Telekom Produkte & Services
KundencenterFreemailSicherheitspaketVertragsverlängerung FestnetzVertragsverlängerung MobilfunkHilfeFrag Magenta


TelekomCo2 Neutrale Website