Sie sind hier: Home > Heim & Garten > Energie > Stromverbrauch >

Strompreis: Strom ist so teuer wie nie

Über 29 Cent pro Kilowattstunde  

Strom ist so teuer wie nie

01.04.2019, 11:41 Uhr | dpa-AFX

 (Quelle: Franziska Gabbert/dpa)

Strom in Deutschland: Die Preise sind so hoch wie nie zuvor. (Quelle: SAT.1)

Über 29 Cent pro kWh: Strompreise hoch wie nie

Seit Monaten kennen die Strompreise nur eine Richtung: nach oben. Im Durchschnitt kostet eine Kilowattstunde (kWh) Strom derzeit 29,42 Cent. Doch warum ist das so? (Quelle: SAT.1)

Strom in Deutschland: Die Preise sind so hoch wie nie zuvor. (Quelle: SAT.1)


Strom war für Privathaushalte in Deutschland noch nie so teuer wie in diesen Tagen. Das teilen zwei Vergleichsportale mit. Warum der Strom so teuer ist.

Strom-Rechner
AnzeigeStrompreisvergleich
Strompreise vergleichen mit

Jetzt PLZ eingeben und bis zu 800 € sparen


Im bundesweiten Durchschnitt koste eine Kilowattstunde Strom derzeit 29,42 Cent, teilte das Vergleichs- und Vermittlungsportal Verivox in Heidelberg mit. Auch das Portal Check24 aus München berichtete von einem Rekord beim durchschnittlichen Strompreis, der im März den siebten Monat in Folge gestiegen sei.

Preiserhöhungen für April und Mai angekündigt

In den ersten drei Monaten dieses Jahres haben laut Verivox etwa zwei Drittel der 826 Grundversorger in Deutschland die Preise erhöht – und zwar um durchschnittlich rund 5 Prozent. Für einen Drei-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden sind das Mehrkosten von rund 60 Euro im Jahr. Für April und Mai hätten weitere 62 Grundversorger Preiserhöhungen angekündigt. Vereinzelte Versorger haben aber auch die Preise gesenkt. Laut Verivox senkten von Januar bis März 24 Anbieter ihren Tarif um durchschnittlich rund 2 Prozent.

Ein Ende der Preisrunde ist vorerst wohl nicht in Sicht. "Dieser Anstieg wird sich auch in den kommenden Monaten weiter verfestigen", erwartet Valerian Vogel von Verivox. Auch Check24 geht bei der Grundversorgung "zunächst von weiter steigenden Strompreisen aus".

Kosten für Kohle haben nachgegeben

Die Verbraucher bekommen mit Verzögerung die im vergangenen Jahr gestiegenen Beschaffungspreise der Versorger zu spüren. Nach Zahlen der Bundesnetzagentur lag der Großhandelspreis für Strom im Durchschnitt des vergangenen Jahres um rund 30 Prozent über dem Durchschnittspreis für 2017.

In den vergangenen Monaten hat sich der Anstieg an der Strombörse allerdings verlangsamt und lag unter den Höchstwerten vom Herbst 2018. "Beim Großhandelspreis ist eine Seitwärtsentwicklung mit leicht fallender Tendenz zu beobachten", sagte Fabian Huneke vom Berliner Beratungsunternehmen Energy Brainpool. "Seit dem Höchststand im Oktober 2018 ist der Preis an der Leipziger Strombörse zur Lieferung im Jahr 2020 um etwa 10 Prozent gesunken."

Noch stärker hätten allerdings die Kosten für Kohle und Gas nachgegeben. Sie seien im gleichen Zeitraum sogar um 20 Prozent gefallen, da die Nachfrage nach Steinkohle auf dem Weltmarkt derzeit deutlich geringer sei als noch vor drei Jahren erwartet, erläuterte Huneke. "Das drückt jetzt auf den Kohlepreis." Auch die nach dem warmen Winter in Deutschland für diese Jahreszeit ungewöhnlich gut gefüllten Gasspeicher wirkten preisdämpfend.


Netzentgelte und EEG-Umlage und Steuern machen den Strom teuer

Der Großhandelspreis für Strom hat diese Entwicklung aber nur zu einem Teil mitgemacht. "Das liegt auch an dem nach wie vor hohen Preisniveau der CO2-Zertifikate von über 20 Euro je Tonne", betonte Huneke. Stromerzeuger müssen solche Verschmutzungsrechte besitzen, deren Preise im vergangenen Jahr kräftig gestiegen waren. Auch in diesem Jahr mussten bei den Versteigerungen der Emissionszertifikate bisher im Durchschnitt mehr als 20 Euro je Berechtigung gezahlt werden.

Auf den Preis für den Haushaltsstrom hat der Rückgang bei den Großhandelspreisen nach Einschätzung von Huneke vorerst keine Auswirkungen. "Dafür sind die Rückgänge zu gering", sagte der Experte. Die Beschaffungskosten machen nach Branchenangaben nur etwa 18 Prozent des Endpreises aus. Größeres Gewicht am Gesamtpreis haben Netzentgelte, EEG-Umlage sowie Steuern und Abgaben. An dieser Stelle könnte es aber eine Entlastung der Haushalte bei weiter steigenden Strompreisen geben. Die Kohlekommission hat vorgeschlagen, dass der Bund von 2023 an Privatleuten und Unternehmen einen Zuschuss zu den Netzentgelten zahlen soll.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-AFX

Ihre Meinung zählt!

Wir freuen uns auf angeregte und faire Diskussionen zu diesem Artikel.
Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

Gefällt 0 Gefällt nicht0
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Entdecken Sie Ihren Denim-Look!
bei TOM TAILOR
Anzeige
Der Sommer zieht ein: shoppe Outdoor-Möbel u.v.m.
jetzt auf otto.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal