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Ackerschachtelhalm-Sud: Das Hausmittel stärkt nicht nur Pflanzen


Pflanzen düngen
Ackerschachtelhalm-Sud: Das Hausmittel stärkt nicht nur Pflanzen

t-online, Kerstin Helbig

21.06.2024Lesedauer: 2 Min.
PantherMedia 31697633Vergrößern des BildesDas Düngen von Pflanzen kann für das Wachstum essentiell sein. (Quelle: Ingrid Balabanova/imago)
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Der Ackerschachtelhalm ist vielen Bauern lästig und gilt als Unkraut. Dabei ist es möglich, die Pflanze nutzbringend im Garten einzusetzen. Wir zeigen, wie.

Man sieht es ihm nicht an, aber das Gewächs weist wertvolle Inhaltsstoffe auf. Ein Sud daraus vertreibt Pflanzenschädlinge und bietet sich auch für die Nutzung im Haushalt an. Daher kann der Ackerschachtelhalm-Sud auch perfekt zum Düngen für Pflanzen verwendet werden.

Inhaltsstoffe und Wirkung

Der Ackerschachtelhalm ist ein eher unscheinbares Schachtelhalmgewächs. Im Volksmund bezeichnet man ihn auch als Zinngras, Katzenwedel oder Scheuerkraut. Als häufigster Vertreter der Schachtelhalme kommt er in vielen Gärten vor und enthält einige wertvolle Wirkstoffe:

  • Kieselsäure
  • Saponine
  • Magnesium
  • Kalium
  • Calcium

Aus diesem Grund bietet es sich an, einen Sud aus dem Kraut herzustellen. Diese Flüssigkeit kann mehrere positive Wirkungen haben:

  • vertreibt Schädlinge und Pilze
  • hilft gegen Echten Mehltau und andere Pilzkrankheiten
  • stärkt das Zellgewebe der Pflanzen
  • bringt Zinngeschirr auf Hochglanz
  • wirkt hautstraffend
  • fördert die Durchblutung

Übrigens: Während deutsche Gärtner das "Unkraut" am liebsten loswerden möchten, wird es in Japan wegen seiner nützlichen Vorteile als Gemüse kultiviert und verwendet.

Schritt-für-Schritt Anleitung für den Ackerschachtelhalm-Sud

Zur Herstellung des Suds benötigen Sie folgende Zutaten und Utensilien:

  • 300 Gramm frisches Schachtelhalmkraut (alternativ 200 Gramm getrocknetes Kraut)
  • zwei Liter Wasser
  • ein Sieb
  • ein Baumwolltuch

Wächst der Schachtelhalm nicht in Ihrem Garten, finden Sie das Kraut mit hoher Wahrscheinlichkeit an feuchten Wald- und Wiesenrändern. Bis Ende Juli lassen sich die grünen oberirdischen Pflanzenteile ernten. Verwenden Sie diese möglichst frisch, ansonsten reduziert sich der Gehalt an wertvoller Kieselsäure. Das funktioniert wie folgt:

  1. Zerkleinern Sie die Pflanzenteile und weichen sie zwei bis drei Tage in Wasser ein.
  2. Anschließend den Ansatz etwa eine halbe Stunde aufkochen.
  3. Sieben Sie den Sud nun durch und lassen ihn abkühlen.
  4. Es ist möglich, den Sud in eine Sprühflasche zu füllen und direkt auf Pflanzen aufzutragen. Vorab bietet es sich an, den Sud durch ein Baumwolltuch zu gießen, damit eine klare Flüssigkeit entsteht und die Düsen des Sprühers nicht verstopfen.

Haltbarkeit des Suds

Ackerschachtelhalm-Sud ist nur begrenzt haltbar. Verwenden Sie ihn möglichst frisch. Einige Tage lässt sich die Flüssigkeit in einem verschlossenen Behältnis aufbewahren. Vergärt der Sud, gießen Sie ihn besser nicht weg, sondern nutzen ihn als Jauche zur intensiven Bodenverbesserung.

Verwendete Quellen
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