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Garten im Juli: Jetzt heißt es düngen, gießen, schneiden


Gartenarbeit im Juli
Jetzt ein zweites Mal den Rasen düngen

Von dpa-tmn, t-online, jb

Aktualisiert am 16.06.2024Lesedauer: 4 Min.
Spaten in der Erde: Sorgen Sie im Juli für einen gelockerten Boden.Vergrößern des BildesSpaten in der Erde: Sorgen Sie im Juli für einen gelockerten Boden. (Quelle: Westend61/getty-images-bilder)
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Auch im Juli fordert ein Garten die volle Aufmerksamkeit. Pfingstrosen werden gedüngt und Frühblüher wie Flieder zurückgeschnitten. Was jetzt im Garten ansteht.

Neu gepflanztes braucht im Juli ausreichend Wasser. Hierzu zählen auch Gehölze, die bereits vor zwei bis drei Jahren in die Erde kamen. Bei den Stauden sind es jene, die in diesem Frühjahr gekauft wurden. Ihre Wurzeln sind noch zu kurz, um Zugang zum Grundwasser zu haben. Wenn es keinen Regen gibt, werden diese Pflanzen alle vier bis fünf Tage gegossen – und das ausreichend. Wichtig ist auch das regelmäßige Hacken des Bodens. Dadurch bleibt dieser feucht und Wasser kann tiefer in das Erdreich dringen.

Rasen jetzt düngen und richtig bewässern

Der Rasen braucht zum Beginn des Hochsommers erneut Langzeitdünger. Denn die Nährstoffe, die im Frühjahr ausgebracht wurden, sind aufgezehrt. Allerdings sollte der Stickstoff nicht an heißen, trockenen Tagen gegeben werden. Dann würde der Rasen wachsen wollen, obwohl er zu wenig Wasser bekommt. Das tut ihm nicht gut. Am besten regnet es beim Düngen. Zur Not kann der Hobbygärtner spätestens 24 Stunden nach dem Düngen den Rasen durchdringend wässern.

An heißen Tagen braucht der Rasen zudem viel Wasser. Gartenexperten raten, nicht täglich ein bisschen, sondern lieber einmal pro Woche mehr zu gießen. Die richtige Menge lässt sich leicht mithilfe eines Marmeladenglases kontrollieren. Dieses wird auf dem Rasen positioniert, bevor der Sprinkler eingeschaltet wird. Steht das Wasser in dem Glas rund 1,5 Zentimeter hoch, haben die Halme ausreichend abbekommen. Gegossen wird lieber am frühen Morgen statt abends. Denn am Ende eines Sommertages ist der Boden noch zu warm und das Gießwasser verdunstet, anstatt das Grün zu versorgen.

Tipp

Denken Sie auch daran, Ihre Nützlinge im Garten mit ausreichend Wasser zu versorgen – beispielsweise mit einer Vogeltränke, einem Vogelbad oder einer Insektentränke. Denn Vögel, Insekten und Amphibien sind die besten, effektivsten und natürlichsten Mittel gegen fiese Schädlinge, die Ihre Blumen und Ihren Gemüsegarten zerstören.

Pfingstrosen düngen

Auch Staudenpfingstrosen können nach der Blüte noch einmal gedüngt werden. Damit sammelt die Pfingstrose nämlich Kraft für das nächste Jahr. Geeignet ist ein schwach phosphor- und kaliumbetonter Mehrnährstoffdünger.

Doch auch die Rose (Rosa) braucht jetzt im Juli noch einmal Nährstoffe. Am meisten freuen sich Rosen über organischen Dünger. Wichtig: Hierbei handelt es sich auch um die letzte Düngung des Jahres für die Gewächse. Und: Nach der Düngung müssen Sie Ihre Rosen unbedingt gießen.

Salat und Kräuter

Gemüse wird regelmäßig geerntet. Die kleinen Früchte sind häufig zart und delikat – zu groß gewachsene schmecken häufig wässrig. Werden Gemüse, Kräuter und Co. geerntet, ist es sinnvoll, gleich nachzusäen. So wächst bis in den Herbst hinein frischer Salat im Beet. Vor allem Karotten können Sie bis in den Oktober hinein ernten.

Bei Buschbohnen ist Mitte Juli die beste Zeit für die Aussaat. Besonders nach dem Abernten der Frühkartoffeln sind sie die optimale Folgekultur für diesen Platz im Beet.

Schnittlauch bildet im Sommer rosa-violette, kugelige Blütenstände, die wie die Stängel essbar sind. Damit die Halme sich aber besser entwickeln können, sollten diese Scheindolden aber regelmäßig abgeschnitten werden.

Zeit für einen Rückschnitt bei Flieder, Himbeeren und Co.

Ist die Himbeerernte von frühsommerlichen Sorten vorbei, werden die fruchttragenden Stiele heruntergeschnitten. Denn im kommenden Jahr wachsen die leckeren Früchte an jenen Trieben, die in diesem Jahr entstehen. Damit sich die Akelei nicht ungewollt verbreitet, ist ein Rückschnitt ratsam.

Ihren Höhepunkt haben zu dieser Zeit auch frühblühende Stauden wie Flieder und der Bauernjasmin. Sie vertragen nun einen starken Schnitt.

Ebenfalls einen Schnitt vertragen Salbei und Frauenmantel. Bei Letzterem ist ein guter Zeitpunkt, wenn er kein frisches Grün mehr treibt. Dann wird durch einen Schnitt vielleicht sogar eine zweite Blüte gefördert.

Übrigens: Der Juli ist auch die ideale Zeit, um beim Formschnitt vieler Pflanzen ein paar Stecklinge zu gewinnen. Dazu zählen beispielsweise Hibiskus, Oleander, Geranien oder Strauchmargeriten. Sichern Sie sich jetzt von diesen schönen Gewächsen ein paar Kopfstecklinge und frieren Sie sie ein. Denn im März oder April können Sie die Stecklinge dann in die Erde setzen und pünktlich im Mai oder Juni ins Freie setzen.

Verblühte Einjährige ausputzen

Verblühte Blüten der Einjährigen wie Duftwicke und der aus Samen gezogenen Dahlie werden jetzt herausgeschnitten. So wird ihre Blütezeit verlängert. Auch Sommerblumen wie Margeriten, Rittersporn und Fuchsien werden von Verblühtem befreit. Unter den richtigen Bedingungen erblühen sie erneut.

Schwertlilien und Rittersporn teilen

Dieser Sommer ist ein guter für Schwertlilien. Die auch als Iris bekannten Pflanzen sollten üppig gedeihen. Blüht das Exemplar im Garten nicht so wie in den vergangenen Jahren, ist es Zeit, die Pflanze zu teilen. Das Gleiche gilt für einen älteren Rittersporn: Er wird bis Mitte Juli geteilt und kommt dann dick in Mist eingebettet wieder in die Erde. Auch ältere Taglilien werden nach der Blüte geteilt. So haben sie in diesem Jahr noch genug Zeit, Kräfte zu sammeln und können im nächsten Jahr wieder blühen.

Beschädigte Stauden nach Unwetter schneiden

Nach einem Starkregen oder Gewittersturm liegen Stauden wie Dreimaster, Dahlie und Rittersporn oft am Boden. Beschädigte und abgeknickte Pflanzenteile werden umgehend zurückgeschnitten. Robustere Pflanzen erholen sich danach und bilden neue Triebe. Auch bei Kübel- und Balkonpflanzen werden beschädigte Teile weggeschnitten.

Um künftig Unwetterschäden zu vermeiden, brauchen vor allem größere Stauden zusätzlichen Halt. Mit zum Beispiel korbförmigen Staudenhalter oder Stützsystemen aus Stäben und Ringen, die nach Bedarf zusammengesteckt werden, gelingt das leicht.

Tipp: Kontrollieren Sie nach einem Unwetter stets die Wasserspeicher in Ihrem Garten. Diese könnten hierbei zerstört oder gar verstopft worden sein. Reinigen Sie also auch die Regenrinne und die Dachrinne nach einem Starkregen oder/und Unwetter gründlich. Andernfalls drohen nicht nur leere Regentonnen und Wasserspeicher, sondern auch Schäden an der Fassade.

Ausläufer von Erdbeeren pflanzen

Erdbeeren bilden im Juli Ausläufer. Die Ableger, die an langen Trieben von der Pflanze herunterhängen, werden abgeschnitten und kommen am besten in einen Topf mit normaler Topferde. Saat- und Pikiererde eignen sich nicht, denn sie enthalten keine Düngemittel. Die Erdbeerpflanzen können Sie Anfang August ins Beet setzen.

Andere Früchte, wie Johannisbeeren, freuen sich jetzt über eine Mulchschicht. Hierfür eignen sich Stroh, Laub/Blättern und Rasenschnitt.

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Übersicht Gartenarbeit im Juli

Die Samen von Frühblühern wie der Schlüsselblume sollten im Juli in die Erde. Ihre Samen lassen sich nicht gut lagern, da sie nicht lange keimfähig sind.

Wer mag, kann im Juli auch Fledermauskästen aufhängen.

Was Sie jetzt ernten können
Kohl & Rüben Knollensellerie, Kohlrabi, Möhren, Radieschen, Rettich, Kartoffeln,
Kräuter & Zwiebeln Oregano, Petersilie, Rosmarin, Thymian, Zwiebeln
Blattgewächse & Stauden Feldsalat, Kopfsalat, Pflücksalat, Rucola
Bäume, Sträucher Äpfel, Heidelbeeren, Kirschen
Aus dem Gewächshaus Zucchini, Aubergine, Gewürzgurken
Was jetzt blüht
Bäume Trompetenbaum, Amerikanische Linde,
Sträucher Hortensien
Blumen & Stauden Goldfelberich, Frauenmantel, Phlox, Gelber Sonnenhut, Stockrosen, Lavendel
Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Eigene Recherche
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