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Fuchsien pflanzen, pflegen, überwintern & vermehren: So geht's


So kommen Ihre Fuchsien gut über den Winter

Von t-online, dpa-tmn, ron

Aktualisiert am 09.12.2023Lesedauer: 4 Min.
Fuchsie (Fuchsia): Die glockenförmig hängenden Blüten erscheinen den ganzen Sommer.Vergrößern des BildesFuchsie (Fuchsia): Die glockenförmig hängenden Blüten erscheinen den ganzen Sommer. (Quelle: Knaupe/getty-images-bilder)
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Fuchsien in Töpfen, Kübeln und Balkonkästen müssen frostfrei überwintern. Doch welches Winterquartier ist das passende für die empfindlichen Sommerblüher?

Ursprünglich stammt die Fuchsie (Fuchsia) aus Mittel- und Südamerika sowie Neuseeland. In Europa wurde sie bereits im 19. Jahrhundert zu einer der populärsten Kübelpflanzen. Dabei geht ihr Name auf den deutschen Botaniker Leonhart Fuchs (1501–1566) zurück, einen der Väter der Pflanzenkunde. Posthum wurde die Pflanze ihm zu Ehren so benannt.

Standort: Schattig bis halbschattig

Fuchsien im Balkonkasten fühlen sich im Schatten und Halbschatten am wohlsten. Je nach Sorte gedeihen sie jedoch auch an einem sonnigen Standort. Dazu zählen beispielsweise die traubenblütigen Fuchsien (Triphylla-Hybriden). Ein Standort im Vollschatten ist nicht unbedingt optimal: Hier bildet die Pflanze lange Internodien. Das sind die Stengelbereiche zwischen den Blattknoten – an diesen bilden sich die Blüten.

Ausgepflanzte Fuchsien im Garten gedeihen laut Deutscher Fuchsien-Gesellschaft auch an sonnigen Standorten. Der Boden beziehungsweise Wurzelbereich sollte dann allerdings kühl und ausreichend feucht gehalten werden.

Unser Tipp
Fuchsien in kräftigen Farben können sonniger stehen als solche in hellen Farben.

Erde: Durchlässig und vorgedüngt

Die Sommerpflanzen gedeihen in Kästen, Ampeln oder Kübeln am besten in vorgedüngter Blumenerde. Diese kann durch einen Zusatz von Sand durchlässiger gemacht werden.

Verwendung: Balkon, Terrasse, Garten

Ob buschige Sträucher, hängende Ampelpflanzen oder Hochstämmchen: Fuchsien sind abwechslungsreiche Pflanzen – und deshalb vielseitig für Balkon, Terrasse oder Garten verwendbar. Für Blumenampeln eignet sich zum Beispiel die hängende Sorte der Fuchsie. Ihre zweifarbigen Blüten zeigen sich schon im Frühling und blühen bis in den Herbst hinein. Andere stehende Sorten können in Rabatten gepflanzt werden.

Pflanzen und Umtopfen

Neu gekaufte Fuchsien, aber auch überwinterte Exemplare, sollten Sie erst nach den Eisheiligen ab etwa Mitte Mai ins Freie setzen. In einem Balkonkasten haben pro Meter Kasten fünf bis sieben Pflanzen Platz. Zu diesem Zeitpunkt können überwinterte Pflanzen außerdem noch einmal leicht geschnitten werden.

Wenn Sie die Blumen in einen Kübel oder Topf setzen möchten, sollte dieser nicht zu groß sein. Der Grund: Der Wurzelballen kann sich sonst nicht stabil entwickeln. Als Übertopf ungeeignet sind schwarze Plastiktöpfe. Diese heizen sich bei starker Sonneneinstrahlung auf über 40 Grad auf. Experten empfehlen Übertöpfe aus Ton, wobei die Zwischenräume zum Plastiktopf besser auch noch mit Sand oder Kies aufgefüllt werden.

Gießen: Regelmäßig und ausgiebig

Fuchsien stammen aus regenreichen Gebieten und haben einen hohen Wasserbedarf. Vor allem an heißen Tagen sollte die Pflanze daher ausgiebig gegossen werden. Abflusslöcher im Topfboden verhindern Staunässe. Vor jeder Wassergabe sollte die oberste Erdschicht aber angetrocknet sein.

Düngen: Hoher Nährstoffbedarf

Sie sind hungrige Pflanzen und benötigen viele Nährstoffe. Daher sollten Fuchsien einmal wöchentlich mit Flüssigdünger im Gießwasser versorgt werden. Diese Nährstoffzugabe ist vor allem während ihrer Wachstums- und Blütephase wichtig: Das heißt von März bis August.

Blütezeit: Farbenfrohe Fuchsien

Fuchsien blühen von Mai bis Oktober. Die Blüten entspringen meist paarweise aus den Blattachseln und schaukeln an dünnen, hängenden, zwei bis acht Zentimeter langen Stielen. Weiß, Rosa, Rot oder Violett, das Farbspektrum der unverkennbaren Blüten ist vielfältig.

Pflege: Ausputzen und ausbrechen

Verblühte Pflanzenteile werden möglichst schnell entfernt, um Platz für neue Triebe zu schaffen. Zudem empfiehlt es sich im Frühjahr, die Triebspitzen auszubrechen, um möglichst dichte Fuchsien zu bekommen. Entfernen Sie dabei die noch nicht verholzten, weichen Triebspitzen. An diesen Stellen bilden sich dann neue Seitentriebe.

Balkon-Fuchsien überwintern

Bei Fuchsien in Töpfen, Kübeln und Kästen wird als Vorbereitung zum Überwintern bereits im August das Düngen eingestellt. So gehen die Triebe gut ausgereift in die Winterruhe. Auch die Wasserzufuhr wird ab Mitte September gedrosselt. Fuchsien können Sie sowohl hell als auch dunkel überwintern. Das sollten Sie dabei beachten:

Fuchsien dunkel überwintern

Erst im späten Herbst, vor dem ersten Winterfrost, werden Fuchsien in einen dunklen, fünf bis zehn Grad Celsius kühlen Raum zur Überwinterung gestellt. Das können dunkle Keller, Garagen oder unbeheizte Zimmer sein. Gießen Sie möglichst sparsam, sodass nur das Wurzelwerk nicht austrocknet.

Info
Wenn Sie im Garten Platz haben, können Sie die Sommerpflanzen auch in einer sogenannten Erdmiete oder einem Erdkeller überwintern. Lesen Sie hier, wie Sie eine Erdmiete anlegen.

Vor dem dunklen Einlagern werden die Triebe um etwa ein Drittel gekürzt. Abgeknickte, schwache oder bereits abgestorbene Pflanzenteile sollten Sie gänzlich abschneiden. Wird das unterlassen, bilden Fuchsien im darauffolgenden Frühjahr weniger oder keine Knospen mehr aus und die Blüte im Sommer entfällt.

Zudem ist es ratsam, bei dunkler Überwinterung die verbliebenen Blätter vollständig zu entfernen. So gehen Sie auf Nummer sicher, dass keine Krankheiten oder Schädlinge ins Winterquartier geschleppt werden. Ab März können die Pflanzen wieder heller platziert werden. Das treibt ihr Wachstum neu an. Ab Ende April können die Kübel, Kästen und Töpfe dann ins Freie gestellt werden.

Fuchsien hell überwintern

Wenn Sie einen unbeheizten Wintergarten oder ein Gewächshaus (Kalthaus) besitzen, können Sie Fuchsien ab dem Spätherbst auch hell überwintern. Allerdings sollte die Temperatur dort nicht zehn Grad Celsius übersteigen. Optimal sind um die fünf Grad. Daher bietet sich auch ein kühles Treppenhaus an. Die Blätter verbleiben an den Pflanzen.

Gießen Sie diese in den Monaten November, Dezember und Januar nur sehr sparsam. Ab Februar können Sie Ihre Fuchsien dann wieder deutlich wärmer (über 15 Grad Celsius) aufstellen und etwas mehr gießen. Bei den nicht kalt überwinterten Fuchsien empfiehlt es sich, diese erst nach den Eisheiligen ins Freie zu stellen.

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Winterharte Freiland-Fuchsien

Viele Fuchsien im Freiland sind bedingt winterhart, vor allem die den Wildformen nahen Sorten. Dies gilt aber nicht für Kübel-, sondern nur für Gartenpflanzen. In diesem Fall verhalten die Fuchsien sich wie Stauden. Die oberirdischen Teile frieren zurück, im Frühjahr treiben die Fuchsien dann neu aus.

Im Herbst werden die Pflanzen zur Vorbereitung auf den Winter auf etwa 20 bis 30 Zentimeter zurückgeschnitten und zum Schutz vor Frost mit Reisig oder Mulch bedeckt. Erfrorene Triebe werden im nächsten Frühjahr zurückgeschnitten.

Winterharte Fuchsien können das ganze Jahr über ins Freie, zum Beispiel in den Garten, ausgepflanzt werden. Zwar gedeihen im Sommer auch nicht-winterharte Arten in Beeten und Rabatten, doch sollten diese im Herbst ausgegraben und frostfrei überwintert werden.

Fuchsien vermehren

Fuchsien lassen sich leicht über Stecklinge vermehren. Der geeignete Zeitpunkt dafür ist der Frühling. Der Steckling sollte zwei Blattpaare besitzen. In Anzuchterde gelingt das Bewurzeln am besten. Die Stecklinge brauchen einen hellen und warmen Standort. Eine durchsichtige Plastikfolie garantiert eine hohe Luftfeuchtigkeit. Haben die Stecklinge Wurzeln entwickelt, werden sie in größere Töpfe gepflanzt.

Pflege-Steckbrief

Fuchsie (Fuchsia)
Standort schattig bis halbschattig, einige Sorten sonnig
Erde durchlässig, nährstoffreich
Pflanzen ab Mitte Mai nach den Eisheiligen
Gießen regelmäßig, ausgiebig
Düngen wöchentlich: März bis August
Blütezeit Mai bis Oktober
Pflege regelmäßig Verblühtes ausputzen
Überwintern Topf-Fuchsien: dunkel oder hell überwintern
Winterharte Sorten Freiland-Fuchsien: zurückschneiden und abdecken
Vermehren mit Stecklingen
Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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