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Wespen vertreiben: Einfache Tipps und Hausmittel zur Bekämpfung

Einfache Hausmittel  

Warum Wespen jetzt besonders aggressiv sind

30.08.2019, 12:12 Uhr | sah, jb, t-online.de

Vier nützliche Fakten über Wespen.(Screenshot: t-online.de)
Einfacher Trick hält Wespen fern

Wir erklären, wie Sie sich die Insekten effektiv vom Leib halten. Dank dieser Maßnahme bleiben Wespen auf Abstand.

Effektiv: Dieser einfache Trick hält Wespen fern. (Quelle: t-online.de)


Die gute Nachricht: Wespen werden nicht mehr lange nerven. Die schlechte Nachricht: Das lässt die schwarz-gelben Insekten aufdrehen. Doch Gewalt ist hier keine Lösung. Wie Sie Wespen am besten vertreiben, zeigen unsere Tipps. 

Wespen sind für dieses Jahr am Ende ihres Lebens angelangt. Das Volk stirbt ab Spätsommer – nur ihre frisch geschlüpften Königinnen überwintern. Daher sind die herumfliegenden Tiere aktuell auch besonders lästig.

Warum Wespen jetzt besonders aggressiv sind

Während sie bis jetzt nur Eiweiß zur Aufzucht ihrer Larven benötigt haben, gehen sie nun gezielt und besonders hartnäckig auf die Suche nach Zucker, erklärt der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV). Sie landen dann also erst recht an unseren Tischen und Speisen sowie Getränken.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät, die Wespen nicht mit Speisen und süßen Getränken im Freien sowie stark parfümierten Körperpflegeprodukten anzulocken.

So werden Sie lästige Wespen los

Wenn sich Wespen bereits um den Tisch tummeln, sollten Sie ruhig bleiben. Um-sich-Schlagen sei äußerst kontraproduktiv, erklärt BUND-Experte Magnus Wessel. Auch das vermeintlich harmlose Wegpusten sei keine gute Lösung, denn das ausgeatmete Kohlenstoffdioxid macht die Wespen aggressiver. Das Problem: Auch Angst zu zeigen, ist ungut. Denn die Tiere nehmen diese Gefühlsregung wahr, und Angstschweiß versetzt sie sogar in Alarmbereitschaft.

Die Lösung ist für den Naturschützer: Beobachten Sie die Tiere, wenn Sie essen – sodass Sie sie nicht aus Versehen in den Mund bekommen. Und machen Sie einfach entspannt weiter. Wenn es gar nicht mehr geht, können Sie einen Wassernebel mit der Sprühflasche verbreiten, rät Wessel. Das schreckt die wasserscheuen Tiere ab.

Trick: Mit Trauben oder Kaffeepulver gegen Wespen

Oftmals haben sich auch Ablenkfütterungen abseits des Tisches bewährt. Die Insekten lieben beispielsweise Weintrauben. Werden einige der Früchte angeschnitten und in einiger Entfernung vom Esstisch platziert, lassen sich die unerwünschten Besucher dort und nicht auf Ihrem Esstisch nieder. Bieten Sie den Tieren immer wieder Nahrung an, fliegen sie mit der Zeit von selbst dorthin.

Als weniger aufwändig und trotzdem sehr wirkungsvoll hat sich ein Kaffeepulvertrick erwiesen. Geben Sie etwas Kaffeepulver in eine feuerfeste Schale – beispielsweise einen Aschenbecher – und zünden es an. Das Pulver schwelt eine Zeit lang vor sich hin. Der dabei entstehende Rauch riecht nicht unangenehm und hält die Wespen fern. Diese einfache Methode hat sich im Test der Redaktion bereits mehrfach bewährt.

Wespenfallen mit Lockstoffen aus dem Fachhandel sind nur anzuwenden, wenn es unbedingt sein muss. Auch selbst gebaute Wespenfallen aus Gläsern und PET-Flaschen sind nicht empfehlenswert. Denn: In solchen Installationen erleiden die nützlichen Tiere einen qualvollen Tod.

Wespen vertreiben durch Dressur: Die schwarz-gelben Insekten sind durchaus lernfähig. (Quelle: imago images)Wespen vertreiben durch Dressur: Die schwarz-gelben Insekten sind durchaus lernfähig.

Wespennest im Garten: Was tun?

Mit einem Wespennest im Garten ist nicht zu spaßen. Wenn Sie sich von den Tieren bedroht fühlen, lassen Sie das Nest von einem Fachmann entfernen. Befindet es sich an einer Stelle im Garten, wo Sie sich in der Regel nicht aufhalten, lassen Sie es am besten zum Wohl der Tiere hängen.

Im Winter sterben die Insekten und die Königin kehrt im darauffolgenden Jahr nicht in das gleiche Nest zurück. Sind die Tiere verschwunden, können Sie das verlassene Nest einfach auf den Kompost oder in den Biomüll geben. Was Sie beim Entfernen eines Wespennests beachten sollten, lesen Sie hier.

So nützlich sind Wespen

In Deutschland kommen vor allem zwei Arten vor: Die Gemeine Wespe und die Deutsche Wespe. Um nicht angegriffen zu werden, sollten Sie die Tiere nicht reizen. Wespen sind sehr nützlich. Sie fressen allerlei Insekten, darunter Falter und Blattläuse. Sie helfen bei der Bestäubung der Blüten und dienen Vögeln als Nahrung.

Wer im Garten oder auf dem Balkon nicht von Wespen behelligt werden will, sollte auf bunte Kleidung verzichten. Grelle Farben können Wespen anziehen. Weiße Kleidung ist für die Tiere optisch uninteressant. Auch Parfüms und Cremes mit intensiver Duftnote können Wespen anziehen. Dagegen wirkt der Geruch von Teebaumöl abschreckend. Einige Tropfen auf Kleidung oder Haut lassen Wespen das Weite suchen.

Hausmittel: Was bei einem Stich zu tun ist

Als Hausmittel für die erste Hilfe nach einem Wespenstich haben sich Zwiebel-, Zitronen- oder Gurkenscheiben als schmerzlindernd erwiesen. Reiben Sie die betroffene Stelle damit ein und kühlen Sie die Schwellung anschließend. Dafür eignet sich ein Kühlakku oder Eiswürfel, die in einen Waschlappen gegeben werden.

Auch der eigene Speichel hat als Sofortmaßnahme schmerzlindernde Wirkung. Der Stachel der Wespe bleibt übrigens, anders als bei einem Bienenstich, nicht in der Haut zurück.

Für Allergiker kann ein Stich lebensgefährlich werden

Wenn Sie feststellen, dass eine gestochene Person an Atemnot leidet, die Einstichstelle übermäßig anschwillt oder ein Ausschlag auftritt, sollten Sie sofort den Notarzt rufen. Diese Anzeichen deuten auf eine allergische Reaktion hin, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich verlaufen kann.


Damit es erst gar nicht zu einer solch heftigen Abwehrreaktion kommt, kann man die erkannte Wespenallergie durch eine Hyposensibilisierung oder spezifische Immuntherapie (SIT) deutlich abschwächen. Dazu wird dem Patienten das Insektengift über einen langen Zeitraum immer wieder in geringer Dosierung unter die Haut gespritzt, bis seine Reaktionen deutlich nachgelassen haben.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche

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