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Rasen sprengen: So lange sollten Sie Ihren Rasen bewässern


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Rasen bewässern: Wann und wie viel soll es sein?

dpa-tmn, t-online, nz

Aktualisiert am 16.08.2022Lesedauer: 3 Min.
Ratgebervideo zur Rasenpflege: So wässern, vertikutieren, säen, düngen und kalken Sie das Grün richtig. (Quelle: t-online)
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Viele Hobbygärtner wässern ihren Rasen sogar gar nicht, andere wiederum zu viel. Doch die richtige Dosis ist für die Rasenpflege unerlässlich.

Das Wichtigste im Überblick


  • Wie viel Wasser braucht der Rasen?
  • Gießen oder Rasensprenger – was ist zu beachten?
  • Rasen morgens oder abends gießen?
  • Wann Sie den Rasen besser nicht gießen sollten

Wie viel Wasser braucht der Rasen?

Die Menge und Dauer des Bewässerns hängt davon ab, ob in der Nähe Bäume, Sträucher oder große Büsche wachsen. Denn sie entziehen dem Boden auch in tiefen Lagen das Wasser. Diese Flächen benötigen mehr Wasser als Freiflächen. Freiflächen benötigen nicht ganz so intensive Bewässerungen.

Hier reicht es nicht aus, den Rasensprenger für etwa 15 Minuten laufen zu lassen. Damit der Boden bis in die Tiefen befeuchtet wird, braucht es schon ein bis zwei Stunden. Dann wird auch bei der Bewässerung eine optimale Rasenpflege betrieben.

Ein Tipp zur richtigen Menge: Stellen Sie leeres Trinkglas auf den Rasen, bevor Sie Ihren Rasensprenger einschalten. Steht das Wasser in dem Glas rund 1,5 Zentimeter hoch, haben die Halme ausreichend abbekommen. Selbst nach einem Gewitterregen wird am besten nachgegossen. Denn der Schauer befeuchtet oftmals nur die Erdoberfläche. Außerdem absorbieren die Pflanzen Wasser bei hoher Luftfeuchtigkeit, wie sie nach Gewittern herrscht, besser. Wenn der Rasen frisch gesät wurde, gelten spezielle Regeln zur Wässerung.

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Eine andere Faustregel hilft ebenfalls beim Wässern: Dem Boden sollte so viel Wasser gegeben werden, dass dieser 15 bis 20 Zentimeter tief durchfeuchtet ist. Das ist natürlich schwer zu messen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät, spätestens dann mit dem Gießen aufzuhören, wenn sich Pfützen auf dem Boden bilden. Auch ein Spatenstich hilft bei der Kontrolle, wie tief das Wasser gelangt ist.

Gießen oder Rasensprenger – was ist zu beachten?

Rasen wässern mit Rasensprenger

Nicht jeder Sommer ist gleich feucht, denn nicht immer regnet es in regelmäßigen Abständen. Die Hitze und die pralle Sonne können dem Rasen aber ganz schön zusetzen, Daher ist es besonders in ausgedehnten Trockenzeiten wichtig, das Gras gründlich zu bewässern. Am einfachsten gelingt dies mit einem Rasensprenger, der möglichst die gesamte Rasenfläche erreicht. Mit einem "Tritttest" kann geprüft werden, ob die Bewässerung nötig ist: Stellt sich das Gras nicht mehr von alleine auf, nachdem man darauf getreten ist, dann wird es Zeit zu gießen.

Bewässerung: Mit einem Rasensprenger erreicht man eine große Fläche.
Bewässerung: Mit einem Rasensprenger erreicht man eine große Fläche. (Quelle: Gottfried Czepluch/imago-images-bilder)

Wässern wird in der Regel aber immer dann nötig, wenn es länger als eine Woche nicht mehr geregnet hat, sommerliche Temperaturen vorausgesetzt.

Rasen wässern ohne Rasensprenger

Rasensprenger sind aus Umweltgründen nicht unumstritten. Denn ein Teil des fein durch die Luft gesprühten Wassers verdunstet an heißen Tagen direkt, und nur wenig erreicht die Halme. Besser ist es laut BUND, einmal pro Woche den Rasen intensiv zu gießen.

Das durchdringende Gießen hat für die Pflanzen einen speziellen Vorteil: Es verhindert, dass die Wurzeln des Rasens flach wachsen. Denn gibt der Hobbygärtner dem Gras nur oberflächlich Wasser, suchen die Halme in oberen Erdschichten danach und verändern den Lauf ihrer Wurzeln. Hier trocknen diese aber schneller aus.

Rasen mit Gießkanne: Der beste Zeitpunkt zum Wässern ist morgens zwischen drei und vier Uhr.
Rasen mit Gießkanne: Der beste Zeitpunkt zum Wässern ist morgens zwischen drei und vier Uhr. (Quelle: Westend61/imago-images-bilder)

Rasen morgens oder abends gießen?

In der Mittagszeit verdunsten 90 Prozent der Feuchtigkeit nach dem Beregnen einer Rasenfläche wieder. Am Morgen werden dem Boden laut Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) nur 25 bis 30 Prozent entzogen.

Die beste Zeit zum Gießen ist laut dem Bundesverband Einzelhandelsgärtner (BVE) zwischen drei und vier Uhr morgens. Dann hat der Boden seine maximale Abkühlung erreicht. Aber natürlich geht es auch noch gut ein paar Stunden später. Abends ist der Boden noch aufgeheizt, es verdunstet ebenfalls viel Nässe. Schlimmer ist aber, dass unter Umständen die Feuchtigkeit lange nicht abtrocknet kann. Das begünstigt Pilzkrankheiten, und die Nässe lockt Schnecken an.

Tipp: Man sollte den Rasen bei Hitze nicht zu kurz mähen. Das macht ihn bei Trockenheit weniger empfindlich.

Wann Sie den Rasen besser nicht gießen sollten

Nach dem Unkrautjäten sollte man den Rasen generell nicht wässern. Denn kleine Unkräuter und liegengebliebene Pflanzenteile könnten dann wieder anwachsen.

Rasen bewässern: Was ist bei neuem Rasen zu beachten?

Neuer Rasen muss nach seiner Aussaat gut gewässert werden. Der Bundesverband Garten- und Landschaftsbau (BGL) rät, den Boden über zwei bis drei Wochen gleichmäßig feucht zu halten.

Regnet es nicht, empfiehlt sich das Gießen an jedem zweiten Tag. Wichtig ist ein sanfter Wasserstrahl wie von einem Rasensprenger, der die Samen nicht fortspült.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
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  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz
Rasen

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