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Anthurie: Pflege-Tipps für eine prachtvoll blühende Flamingoblume

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Tropenpflanze für die Wohnung  

So blüht die prachtvolle Flamingoblume das ganze Jahr

20.12.2017, 07:27 Uhr | dpa-tmn, jb, t-online.de

Anthurie: Pflege-Tipps für eine prachtvoll blühende Flamingoblume. Anthurium andraeanum (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Jason_YU)

Die Flamingoblume blüht in unterschiedlichen Farben. (Quelle: Jason_YU/Thinkstock by Getty-Images)

Die Anthurie oder Flamingoblume sorgt mit ihren leuchtend roten Hochblättern für einen willkommenen Farbklecks in tristen Wintern. Je nach Art können die Blätter von orange bis weiß variieren. Mit etwas Unterstützung kann die Tropenpflanze das ganze Jahr über blühen.

Mit dem Vogel hat die Flamingoblume wenig zu tun. Botanisch heißt sie Anthurium. Der Name leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet übersetzt Blumenschwanz, was den prächtigen kolbenförmigen Blütenstand beschreibt. Aus botanischer Sicht gehört die Flamingoblume zu der Familie der Aronstabgewächse. Aufgrund ihrer verschiedenen Blütenfarben und -formen zählen die Anthurien zu der artenreichsten Gattung.

Nur zwei Arten der Anthurie sind als Zimmerpflanzen geeignet

Je nach wissenschaftlicher Zuordnung zählen etwa 600 bis 1000 Arten dazu. Von dieser Vielzahl aus den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas stammenden Tropengewächsen sind allerdings lediglich zwei Arten für den Hobbygärtner als Zimmerpflanze geeignet. Hier fühlen sich nur zwei Arten wohl: Anthurium scherzerianum und Anthurium andreanum. Beide wurden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erstmals beschrieben und nach ihren Entdeckern, dem österreichischen Arzt und Botaniker Karl Scherzer und dem französischen Gärtner und Botaniker Édouard François André benannt.

Flamingoblume verträgt keine pralle Sonne

Die optimalen Bedingungen der Flamingoblumen im Wohnraum lassen sich von ihrem natürlichen Standort ableiten. "Die Flamingoblume wächst entweder terrestrisch, also auf dem Boden, oder epiphytisch als Aufsitzerpflanze auf größeren Gehölzen im Regenwald", erläutert Brigitte Fiebig, Technische Leiterin des Botanischen Gartens der Universität Tübingen. Wichtig ist für Hobbygärtner darauf zu achten, dass die Flamingoblume nicht direkt auf kalten Fliesen oder einem kalten Untergrund steht. Dies wirkt sich negativ auf die Wurzeln aus.

"In der Heimat sind Anthurien Schattenpflanzen. Das heißt, sie vertragen keine pralle Sonne, sollten aber möglichst hell platziert werden", so Fiebig. Denn stehen die Flamingoblumen zu dunkel, produzieren sie weniger Blüten.

Wurzeln nie austrocknen lassen

Anthurien haben keinen ausgedehnten Wurzelballen. Die Blätter und Blütenstiele wachsen aus einem fleischigen Wurzelstock. Halten Sie die Wurzelballen immer gleichmäßig feucht. Trocknet der Ballen nämlich zu sehr aus, stößt die Pflanze die Blüten ab.

Gießen sollten Sie die Tropenpflanze ein- bis zweimal die Woche – am besten mit handwarmem Wasser. Damit die unterirdischen Pflanzenteile nach dem Gießen nicht im Wasser stehen, sollten Sie die Pflanze anstatt in Blumenerde in ein durchlässiges Substrat wie Orchideenerde setzen. Als zusätzliche Pflege können Sie die Blätter in regelmäßigen Abständen mit kalkfreiem Wasser besprühen.

Anthurie verträgt keine Zugluft

Um Schädlinge und Krankheiten zu verhindern, sollten Zugluft und direkte, sehr trockene Heizungsluft vermieden werden. Ob der gewählte Standort richtig ist, lässt sich leicht am Blütenstand erkennen: Bildet die Anthurie glänzende Blätter und regelmäßig neue Blütenstände, ist der Standort gut. Verfärben sich ältere Blätter gelb, können Sie diese einfach abzupfen. 

Flamingoblume für Blüte etwas kühler stellen

Da die Pflanze als Gewächs der Tropen keine Jahreszeiten kennt, bilden sich regelmäßig neue Blätter. "Die Blütenbildung lässt sich bei Anthurium scherzerianum, der kompakter wachsenden der beiden Arten, steuern", verrät Fiebig: Man senkt die Raumtemperatur, die normalerweise bei 18 bis 20 Grad liegen sollte, auf 16 Grad für die Dauer von vier bis sechs Wochen. Gleichzeitig werde weniger Wasser gegeben. Das regt die Knospenbildung an. Wird nach dieser Zeit wieder regelmäßig gegossen und gedüngt, blüht die Anthurie bald prächtig.

Die Große Flamingoblume hat auch große Blüten

Wird die Blütenbildung nicht künstlich gesteuert, blüht die Anthurie in der Regel zwischen Februar und Mai. Im Handel werden heute sowohl bei Anthurium scherzerianum als auch bei Anthurium andreanum nicht die reinen Arten, sondern Hybride angeboten.

Die Große Flamingoblume (Anthurium-andreanum-Hybride) zeichnet sich durch besonders große Blüten aus. Sie wird häufig als Schnittblume verwendet. "Als Topfpflanze braucht sie viel Platz", sagt Fiebig. Die farbigen, glänzenden Hochblätter können 10 bis 15 Zentimeter lang werden. Sie stehen um den Kolben, auf dem die Einzelblüten wie kleine Noppen sitzen.

Eine frische Blüte erkennen Sie, wenn die Blüten noch nicht deutlich als Noppen erkennbar sind und der Kolben noch gelblich schimmert. Später werden die Noppen deutlich sichtbar. "Der gesamte Schauapparat bleibt bei Anthurien lange bestehen", sagt Fiebig. Das macht die Blüten so beliebt.

Die Kleine Flamingoblume hat ein Schweineschwänzchen

Die Kleine Flamingoblume (Anthurium-scherzerianum-Hybride) wird zwischen 30 und 50 Zentimeter hoch und trägt kleinere Einzelblüten. Das Hochblatt glänzt weniger. Der Kolben ist meist orangerot und steht spiralig gedreht über der leuchtend roten Fahne. Daher wurde die Pflanze früher auch als "Schweineschwänzchen" oder "Kleine Flamingoblume" bezeichnet.

Achtung
Die Flamingoblume ist zwar nicht so giftig, wie beispielsweise der Aronstab. Dennoch sollten Sie die Pflanze von Kindern und Haustieren fernhalten.

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