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Moos im Rasen dauerhaft entfernen – Tipps für sattes Grün


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Moos im Rasen dauerhaft entfernen

t-online, sj

Aktualisiert am 11.03.2022Lesedauer: 4 Min.
Moos: Im Rasen ist das Gewächs vor allem ärgerlich und unschön.
Moos: Im Rasen ist das Gewächs vor allem ärgerlich und unschön. (Quelle: Tbradford/getty-images-bilder)
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In jedem Frühjahr das gleiche Bild: Der einst dichte grüne Rasen ist von Moos durchsetzt. Damit im Sommer wieder sattes Grün den Garten ziert, muss man rechtzeitig handeln und das Moos entfernen. Nur dann können die Halme wieder dicht wachsen.

Das Wichtigste im Überblick


  • Vor dem Vertikutieren düngen
  • Richtig vertikutieren
  • Vorsicht bei Moosvernichter
  • Kalken beugt Moosbefall vor
  • Staunässe im Rasen mit Sand verhindern
  • Moos im Schattenrasen verhindern

Wenn Moos den Rasen durchzieht, kann das verschiedene Ursachen haben. Meist liegt es daran, dass die Bedingungen für das Gras nicht optimal sind. Nur bei geschwächtem Gras kann sich Moos durchsetzen. Mal ist ein zu saurer Boden verantwortlich, mal zu viel Schatten oder Feuchtigkeit und häufig auch Pflegefehler. So geht Moosbekämpfung im Garten ganz leicht:


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Vor dem Vertikutieren düngen

Um das Moos dauerhaft aus dem Rasen zu verbannen, muss man es zunächst einmal entfernen. Mit dem Vertikutierer gelingt das zuverlässig. Damit die Gräser genügend Nährstoffe haben und sich nach der Filzbeseitigung schnell erholen und nachwachsen können, sollte man die Grünfläche mehrere Tage vor dem Vertikutieren düngen und kurz vorher mähen. Der beste Zeitpunkt für die Frühjahrsdüngung ist im April, wenn die ersten Blumen und Bäume Knospen ausbilden und die Temperaturen schon leicht gestiegen sind.

  • Moos am einfachsten entfernt und dauerhaft aus dem Rasen verbannt – diese Tipps helfen.

Sofern im Rasen kein Nährstoffmangel zu erkennen ist, kann man Rasenlangzeitdünger verwenden, der den Rasen über Monate ausgewogen mit den Nährstoffen Stickstoff, Phosphor und Kalium versorgt. Dabei regt Stickstoff das Graswachstum an, Phosphor kräftigt die Wurzeln und Kalium macht die Halme widerstandsfähiger – auch gegen Unkraut. Wächst das Gras nicht optimal, bilden sich Lücken oder wirkt der Rasen nicht saftig und grüb, können das Mangelerscheinungen sein. Eine Bodenanalyse hilft zu erkennen, was dem Rasen fehöt-

Richtig vertikutieren

Eine trockene Rasenfläche im Garten ist beim Vertikutieren Pflicht. Die mit Widerhaken versehene Messerwelle des Vertikutierers dringt senkrecht in die Grasnarbe ein und reißt Flechten und Moose aus dem Rasen. Wichtig ist, dass die Messer nicht tiefer als drei Millimeter in den Boden eindringen, da sonst der Rasen zu stark beschädigt würde. Das beste Ergebnis erzielen Sie dabei, wenn der Vertikutierer gleichmäßig zunächst in Längs- und dann in Querrichtung über die Fläche bewegt wird. Bei kleinen Flächen oder gepflegtem Rasen reicht es bereits, nur in eine Richtung zu vertikutieren. Nach dem Vertikutieren werden die kahlen Stellen nachgesät – das verhindert neues Moos und Unkraut wie Löwenzahn und Klee. Dafür gibt es spezielle Samenmischungen, die zum Ausbessern von Rasenschäden vorgesehen sind.

Die Grashalme werden zwar durch das Vertikutieren ein wenig in Mitleidenschaft gezogen, aber durch die anschließende frische Belüftung mit der Lüfterwalze oder einer Luftgabel und mit der richtigen Rasenpflege erholt sich das Grün sehr bald wieder. Das Lüften sorgt dafür, dass die eng miteinander verwachsenen Rasenwurzeln aufgelockert werden. Darüber hinaus gelangt Regenwasser durch das Auflockern der Erde besser an die Wurzeln – Staunässe wird vermieden. Das Durchlüften des Rasens können Sie das ganze Jahr über durchführen. Den Rasen vertikutieren sollten Sie allerdings nur im Frühjahr oder im Spätsommer.

Moos im Rasen lässt sich dauerhaft bekämpfen.
Moos im Rasen lässt sich dauerhaft bekämpfen. (Quelle: Redeleit/imago-images-bilder)

Vorsicht bei Moosvernichter

Viele Rasenbesitzer greifen zu Moosvernichter auf Basis von Eisensulfat, um das Moos im Rasen loszuwerden. Das Eisensalz lässt das Moos absterben und wirkt zugleich auch als Dünger. Das Mittel hat allerdings auch Nachteile. Wer reines Eisensulfat verwendet, muss aufpassen, dass das Düngemittel nicht mit Steinplatten oder der Kleidung in Berührung kommt. Sonst könnten Flecken zurückbleiben.

Außerdem empfiehlt es sich dringend, Handschuhe zu tragen und den Kontakt mit Augen oder Haut zu vermeiden. Besonders bei Feuchtigkeit ist der Dünger stark reizend. Deshalb sollte man auch Haustiere und Kleinkinder nach dem Aufbringen möglichst von der Rasenfläche fernhalten. Das ist auch deshalb notwendig, weil Eisensulfat beim Verschlucken gesundheitsschädlich ist.

Nachdem man den Moosvernichter aufgebracht hat, dauert es etwa eine Woche, bis das Moos abgestorben ist. Danach kann man das abgestorbene Material mit einer Harke, einem Rechen oder einem Vertikutierer entfernen. Mit dem Nachsäen der kahlen Flächen sollte man möglichst zwei Wochen warten, weil das Gras sonst schlechter anwächst. Wer nicht so lange warten oder keine Chemie verwenden will, kann den Rasen auch ohne Moosvernichter mit dem Vertikutierer belüften.

Kalken beugt Moosbefall vor

Sollte ein zu saurer Boden die Ursache für den Moosbefall sein, ist Kalken eine gute Methode, um das Nachwachsen des Mooses zu verhindern. Testsets für eine Bodenanalyse gibt es im Gartencenter.

Je nach pH-Wert und Bodenbeschaffenheit muss der Kalk dosiert werden. Bei leichten, sandigen Böden braucht man weniger Kalk. Bei einem leichten Boden mit einem pH-Wert von unter 5,5 genügen 150 Gramm pro Quadratmeter, während man bei lehmigen Böden etwa die doppelte Menge verwenden kann. Ab einem pH-Wert von 6,9 sollte kein Kalk mehr aufgebracht werden.

Ob ein Boden zu sauer ist, kann man oft schon am Bewuchs erkennen. So deuten Grasnarben und Löcher in der Rasenfläche sowie Klee eher auf einen basischen Boden hin. Dann sollte nicht gekalkt werden. Gegen Klee im Rasen hilft Hornmehl.

Staunässe im Rasen mit Sand verhindern

Hat sich trotzdem Moos im Rasen breit gemacht, ist die Ursache womöglich Staunässe. Besonders bei lehmigen Böden kann es im Laufe der Zeit vorkommen, dass sich die obere Schicht so stark verdichtet, dass das Wasser nicht mehr versickert. Dagegen hilft das Einarbeiten von Sand in den Erdboden – am besten schon beim Anlegen des Rasens. Es hilft auch schon, wenn man nach dem Vertikutieren etwas Sand auf die Fläche aufbringt. Auch das Lüften ist ein wirksames Mittel gegen Staunässe.

Moos im Schattenrasen verhindern

Sollte die schattige Lage schuld am Moosbefall sein, ist es wichtig, eine geeignete Rasenmischung zu wählen. Sie sollte zu zehn bis 15 Prozent die Grassorte Lägerrispe enthalten. Außerdem sollte man den Rasen im Schatten nicht zu kurz mähen – sechs Zentimeter sind ideal – und darauf achten, dass er im Sommer ausreichend gewässert wird. Nur so ist er gesund genug, um sich gegen Moosbewuchs durchzusetzen.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz
Rasen

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