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Nachtigall: Gesang und Lebensraum des gefährdeten Vogels

Stimmgewaltiger Vogel  

Nachtigall – Unterwegs als einsamer Zugvogel

22.03.2016, 14:20 Uhr | aw (CF)

Nachtigall: Gesang und Lebensraum des gefährdeten Vogels. Die Nachtigall (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/VictorTyakht)

Die Nachtigall: Sie gehört zu den Langstreckenziehern, die südlich des Äquators im tropischen Afrika überwintern. (Quelle: VictorTyakht/Thinkstock by Getty-Images)

Königin der Nacht – so wird die Nachtigall von ihren Bewunderern genannt. Den Spitznamen verdankt sie ihren außerordentlichen Gesangkünsten, mit denen sie in lauen Sommernächten das Publikum erfreut. Leider werden ihre Auftritte hierzulande immer seltener, denn der Lebensraum des Zugvogels wird knapp.

Nachtigall im Steckbrief: Eigenschaften des Zugvogels

Die Nachtigall gehört zu den Langstreckenziehern, die südlich des Äquators im tropischen Afrika überwintern. Sie macht sich bereits Mitte August und normalerweise ganz alleine auf den Weg, überfliegt die Alpen, das Mittelmeer und die Sahara und kommt schließlich in ihrem Winterquartier in Kenia, Somalia oder auch im Senegal an.

Die Nachtigall gehört zur Familie der Drosselvögel und wird in der Regel etwa 16 bis 17 Zentimeter groß. Auf der Oberseite weist ihr Gefieder einen rötlich braunen Farbton auf, während die Unterseite weiß bis graubraun gefärbt ist. Der Schwanz ist meist abgerundet und hat eine braunrote Färbung.

Charakteristisch für die Nachtigall ist ihre Fortbewegung am Boden: Dort hüpft sie vorwärts, wobei sie ihren Schwanz beständig auf und ab hebt.

Nachtigall: Gesang mit wunderschöner Stimme

Berühmt ist die Nachtigall für Ihre außerordentliche Stimme: Bis zu 160 unterschiedliche Strophentypen beherrscht der Vogel. Die langen Pfeifstrophen klingen klar und werden oft als wehmütig und klagend empfunden. Übrigens: Die Nachtigall ist nicht nur nachts zu hören.

Lebensweise der Nachtigall

Die Nachtigall ernährt sich hauptsächlich von Insekten, Spinnen, Regenwürmern und im Spätsommer auch von Beeren. Der Zugvogel baut sein Nest meistens an versteckten Orten und brütet innerhalb von etwa zwei Wochen seine vier bis sechs Eier aus. Nach weiteren zwei Wochen können die Jungen das Nest bereits verlassen.

Ihren Lebensraum wählt die Nachtigall bevorzugt in lichten Laubwäldern, Parks oder Heckenlandschaften mit einer Falllaubschicht. Einfach zu entdecken ist sie dabei trotz Ihres Gesangs nicht: Die Nachtigall lebt eher heimlich im Gebüschwald.

Gefährdung und Schutz

Da die Nachtigall, wie viele andere heimische Vogelarten, traditionelle Brutplätze verloren hat, ist sie laut dem Naturschutzbund (NABU) in einigen Gegenden bereits sehr selten geworden. Ihre natürlichen Lebensräume, wie zum Beispiel Laub- und Auwälder, sind größtenteils verschwunden und durch Nadelholz ersetzt worden. Hier setzen auch die Maßnahmen zum Schutz des Zugvogels an: Es gilt, Laubwälder zu erhalten und auch in Parkanlagen und auf Friedhöfen das Unterholz samt Falllaub zu erhalten.

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