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Schattenmorellen: Wissenswertes über die Sauerkirschsorte


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Sauerkirschen: Warum diese Sorte am beliebtesten ist

t-online, aw

Aktualisiert am 13.07.2022Lesedauer: 3 Min.
Sauerkirschen (Prunus cerasus): Zu den Hauptsorten zählen die Glas-Kirsche und die Strauchweichsel, besser bekannt als Schattenmorelle.
Sauerkirschen (Prunus cerasus): Zu den Hauptsorten zählen die Glas-Kirsche und die Strauchweichsel, besser bekannt als Schattenmorelle. (Quelle: McPhoto/imago-images-bilder)
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Sie ist leuchtend rot, schmeckt herb-süß bis säuerlich und eignet sich besonders für Kuchen sowie andere Süßspeisen: die Sauerkirsche. Eine Sorte steht besonders häufig in Hausgärten.

Das Wichtigste im Überblick


  • Sauerkirschen: Diese Sorten gibt es
  • Standort und Pflege
  • Verbreitung, Aussehen, Reifezeit
  • Krankheitsresistente Sorten
  • Woher kommt der Name?
  • Wie gesund sind Sauerkirschen?
  • Rezepte mit Sauerkirschen
  • Warum sind Sauerkirschen sauer?

Die Schattenmorelle kennt jedes Kind. Denn aus dieser Sauerkirschsorte werden nicht nur leckere Konfitüren und allerlei Backwaren gemacht, es gibt sie auch naschfertig im Glas zu kaufen. Und als die wichtigste Zutat der Schwarzwälder Kirschtorte ist sie nun wirklich in aller Munde.


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Pruning
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Sauerkirschen: Diese Sorten gibt es

Doch Sauerkirsche ist nicht gleich Sauerkirsche. Das Steinobst, das auch als Weichselkirsche bekannt ist und dessen lateinischer Name Prunus cerasus lautet, gibt es in zwei Hauptsorten:

  • Glas-Kirsche (Prunus cerasus subspecies eucerasus)
  • Strauchweichsel (Prunus cerasus subspecies acida)

Letztgenannte Sorte wird umgangssprachlich auch Schattenmorelle genannt.

Standort und Pflege

Dabei mag es die Schattenmorelle im Garten gar nicht so schattig. Sonnig oder zumindest halb-schattig sollte der Standort für den Baum schon sein. Ansonsten ist die Schattenmorelle relativ anspruchslos und fühlt sich auch in etwas kühleren Regionen recht wohl – im Gegensatz zur Süßkirsche. Bei guter Pflege ist eine ertragreiche Ernte garantiert.

Verbreitung, Aussehen, Reifezeit

Die Schattenmorelle ist heute in ganz Europa verbreitet. Das Fleisch der vollreif dunkelbraunroten Früchte ist sehr saftig und trotz seines hohen Zuckergehalts vornehmlich säuerlich, aber dennoch sehr bekömmlich. Geerntet werden Schattenmorellen von Ende Juli bis Mitte August.

Krankheitsresistente Sorten

Sauerkirsche (Prunus cerasus): Die Sorte 'Morellenfeuer" gilt als krankheitsresistenter.
Sauerkirsche (Prunus cerasus): Die Sorte 'Morellenfeuer" gilt als krankheitsresistenter. (Quelle: McPhoto/imago-images-bilder)

Leider ist die Schattenmorelle sehr anfällig für die sogenannte Monilia-Spitzendürre. Das ist eine Obstbaumkrankheit, die kurz nach der Blüte beginnt und bei der Triebspitzen und Blütenbüsche welken und letztlich absterben. Als weniger anfällig gelten die Sorten:

  • 'Gerema'
  • 'Karneol'
  • 'Morina'
  • 'Morellenfeuer'
  • 'Safir'

Woher kommt der Name?

Über die Herkunft des Namens gibt es einige Theorien. Die Sauerkirsche soll erstmals 1598 erwähnt worden sein und in den Gärten eines Château de Moreille in Frankreich gezüchtet worden sein, obwohl es keine Belege dafür gibt, dass es ein solches Schloss überhaupt gegeben hat.

Schattenmorelle (Prunus cerasus subspecies acida): Sie schmeckt auf dem Kuchenboden besser als roh vom Zweig.
Schattenmorelle (Prunus cerasus subspecies acida): Sie schmeckt auf dem Kuchenboden besser als roh vom Zweig. (Quelle: Shotshop/imago-images-bilder)

Allerdings gibt es einen Ort namens Moreilles, der aber erst seit dem 17. Jahrhundert über ein Château verfügt, das auf den Ruinen einer im 16. Jahrhundert zerstörten Abtei gebaut wurde. Möglicherweise entwickelte sich aus der Geschichte heraus die französische Bezeichnung Chatel Morel für die Kirschsorte, die als Schattenmorelle eingedeutscht wurde. In Frankreich heißt die Kirschsorte übrigens Griotte du Nord, was so viel wie Sauerkirsche des Nordens bedeutet.

Video: So entkernen Sie frische Kirschen blitzschnell

Eine andere These geht von dem lateinischen Begriff maurella aus, einer Verkleinerungsform des lateinischen Wortes maurus. Es steht für die heute veraltete Bezeichnung Mohr und nimmt auf die dunkelrote Farbe der Kirsche Bezug.

Wie gesund sind Sauerkirschen?

Zwar schmecken frische Sauerkirschen nicht so zuckrig wie Süßkirschen, sie enthalten dafür aber mehr gesunde Inhaltsstoffe. Zudem hat die kleine Frucht wenige Kalorien. Daher eignet sie sich auch für alle, die abnehmen wollen.

Nährstoffe pro 100 Gramm
Energie (Kilokalorien) 52 kcal
Fett 500 mg
Kohlenhydrate 9.880 mg
Eiweiß (Protein) 900 mg
Ballaststoffe 1.100 mg

Sauerkirschen enthalten zudem Vitamine, Mineralien und Säuren – alles Stoffe, die der menschliche Körper braucht.

Info
Die Früchte sind besonders reich an den Vitaminen A (Beta-Carotin), B3 (Niacin, Nicotinsäure) und C (Ascorbinsäure).

Rezepte mit Sauerkirschen

Waffel mit Kirschkompott: Schmeckt lecker und ist schnell zubereitet.
Waffel mit Kirschkompott: Schmeckt lecker und ist schnell zubereitet. (Quelle: Shotshop/imago-images-bilder)
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Egal ob frisch vom Baum oder aus dem Glas: Sauerkirschen eignen sich sowohl für Rezepte-Klassiker wie Kuchen als auch für Marmeladen oder Desserts. Hier sind drei Ideen zum Nachmachen:

  • Kirschkuchen vom Blech
    Wenn es schnell gehen soll, ist dieser einfach zubereitete Klassiker genau richtig. Tipp: Mit frischen Sauerkirschen aus dem Garten oder vom Wochenmarkt schmeckt der Kuchen noch besser.
  • Klassisches Kirschkompott
    Es ist kinderleicht zuzubereiten und passt gut zu Waffeln, Pfannkuchen, Pudding oder Vanilleeis.
  • Leckerer Kirsch-Pfirsich-Aufstrich
    Die beiden Gartenfrüchte passen hervorragend zusammen. Und das Beste: Der Aufstrich hält sich an einem kühlen und dunklen Ort bis zu zehn Monate – wenn Sie ihn nicht vorher wegnaschen.

Warum sind Sauerkirschen sauer?

Viele Kirschenliebhaber ziehen die süßen den sauren Sorten vor. Ein Grund: der säuerliche Geschmack. Dieser entsteht durch einen hohen Anteil an Fruchtsäure und einem entsprechend niedrigen Anteil an Fruchtzucker.

Deshalb eignet sich die Sauerkirsche eher zum Kochen, Backen und Einmachen.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
  • Bertelsmann Universal-Lexikon in 20 Bänden
  • Vitamine.com: "Sauerkirsche: Vitamine und Nährstoffe"
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