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Marienkäfer im Haus: Tipps gegen die Marienkäferplage

Lästige Insekten  

Marienkäfer drängen in Häuser und Wohnungen

21.10.2019, 06:52 Uhr | rw, dpa-tmn, jb, t-online.de

Marienkäfer im Haus: Tipps gegen die Marienkäferplage. Im Herbst suchen Marienkäfer in Häusern und Wohnungen Unterschlupf. (Quelle: imago images/Reinhard Kurzendörfer)

Schutz vor der Kälte: Im Herbst suchen Marienkäfer in Häusern und Wohnungen Unterschlupf. (Quelle: Reinhard Kurzendörfer/imago images)

Dutzende, hunderte und manchmal sogar tausende Marienkäfer krabbeln an der Hauswand. Auf der Suche nach einem warmen Winterquartier dringen sie immer wieder auch ins Haus und in die Wohnung ein. Dann hilft der Sockentrick.

Foto-Serie mit 8 Bildern

Wenn sich im Herbst die kalte Jahreszeit ankündigt, zieht es Marienkäfer ins Warme. "Sie nutzen die letzten Sonnentage, um sich auf ihre Wanderungen in wärmere Regionen Europas zu begeben oder sich hier Überwinterungsplätze zu suchen", erklärt der Naturschutzbund Deutschland (NABU).

Asiatischer Marienkäfer tritt in Massen auf

Bei Massenansammlungen handelt es sich meist um Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis), die Deutschland zunehmend als Lebensraum für sich erobern. "Sie versammeln sich zu Hunderten oder sogar Tausenden an Hausfassaden", erklärt NABU-Experte Julian Heiermann. Vielerorts kommt diese Marienkäferart schon häufiger vor als heimische Arten wie Sieben- oder Zweipunkt.

In großer Zahl an Hauswänden, Balkongeländern und Fensterrahmen sieht man die Käfer meist an warmen und sonnenreichen Tagen Ende Oktober. In Amerika, wo dieses Phänomen ebenfalls zu beobachten ist, werden die Käfer deshalb auch "Halloween Beetle" genannt.

Marienkäfer kommen auch ins Haus

"Krabbeln sie durch offene Fenster in unsere Wohnungen, so geschieht dies eher zufällig", so der NABU. "Marienkäfer machen es sich am liebsten in Hohlräumen gemütlich, etwa in Mauerritzen oder Dachsparren." Laut dem Deutschen Schädlingsbekämpfer Verband (DSV) suchen die Insekten hingegen durchaus gezielt den warmen Unterschlupf in der Wohnung. 

"Um zu verhindern, dass die Käfer zur Überwinterung ins Haus kommen, können Fliegenschutzgitter an den Fenstern angebracht werden", raten die Experten. Allerdings würden die Käfer auch über das Dach oder durch undichte Fensterrahmen ins Haus gelangen. "Erst im darauf folgenden Jahr werden die Häuser an sonnigen Februar- oder Märztagen wieder verlassen", so der DSV.

Marienkäfer einfangen mit dem Sockentrick

Schädlich oder sogar gefährlich sind Marienkäfer nicht – weder für den Menschen noch für die Fassade oder die Wohnungseinrichtung. Ganz im Gegenteil: Als natürlicher Fressfeind von Schädlingen wie Blattläusen haben die Käfer einen hohen Nutzen. 

In der eigenen Wohnung will man die Tiere aber meist trotzdem nicht haben – zumal sie hier durchaus lästig werden können. "Werden die Käfer gestört, kommt es zum sogenannten 'Reflexbluten'" berichtet das Institut für Schädlingskunde auf seinen Webseiten. Dabei werde eine gelbliche Flüssigkeit aus den Gelenken der Laufbeine abgesondert, die Wände und Vorhänge verschmutzen kann und außerdem unangenehm rieche. Wer Käfer in der Wohnung vorfindet, sollte die nützlichen Tiere trotzdem nicht gleich töten. 


Einzelne Marienkäfer können vorsichtig mit dem Handfeger eingesammelt und draußen ausgesetzt werden. Bei größeren Ansammlungen rät NABU-Experte Heiermann zum Sockentrick: Man stülpt den Bund einer Socke über das Staubsaugerrohr und schiebt den Rest locker in die Öffnung. Dann saugt man die Käfer auf niedrigster Stufe ein und kann sie bequem in der Socke nach draußen verfrachten.

Heimischer Marienkäfer ist eine bedrohte Art

Der Europäische Marienkäfer ist in Deutschland nur noch selten anzutreffen. Er wird zunehmend von der asiatischen Art verdrängt, die wesentlich resistenter gegen Viren und Krankheiten sowie anspruchsloser bei der Nahrungswahl ist. Zudem frisst er teilweise die Larven der heimischen Marienkäferarten. Es ist daher wichtig, vor allem die nicht exotische Gattung im Winter vor der Kälte zu schützen. Woran Sie die Unterschiede erkennen, erfahren Sie hier.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
  • Nabu

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