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Bonsai-Pflege: So schneiden und pflegen Sie den Miniaturbaum

Bonsaipflege für Anfänger  

So kommt Ihr Miniaturbäumchen ganz groß raus

17.01.2020, 12:59 Uhr | ron, t-online.de

Bonsai-Pflege: So schneiden und pflegen Sie den Miniaturbaum. Bonsai: Bei der Pflege kommt es vor allem darauf an, das Bäumchen richtig zu schneiden. (Quelle: Getty Images/Pakaporn Yamanon)

Bonsai: Bei der Pflege kommt es vor allem darauf an, das Bäumchen richtig zu schneiden. (Quelle: Pakaporn Yamanon/Getty Images)

Zimmerbonsais lenken die Blicke auf sich. Doch bei ihrer Pflege gibt es ein paar Dinge zu beachten. Lesen Sie hier, wie Ihr Bonsaibaum optimal gedeiht.

Die Miniaturbäume haben in Fernost seit über tausend Jahren eine Tradition. Da verwundert es nicht, dass das Wort "Bon-Sai" japanischer Herkunft ist. Wörtlich übersetzt heißt es "Baum in der Schale". Das in einem Pflanzentopf gezogene Bäumchen wird mittels eines besonderen Blatt- und Wurzelschnitts künstlich klein gehalten.

Welche Werkzeuge sind wichtig?

Um die gewünschte Miniaturform zu erhalten, verwenden Sie stets spezielles Bonsaiwerkzeug aus dem Fachhandel: Zum Schneiden der Blätter eignen sich beispielsweise Bonsaischeren, für Äste und Wurzeln eher Bonsaizangen.

Wie gestaltet man den Bonsai?

Wenn Sie Ihren Bonsai gestalten möchten, können Sie einzelne Äste sowie den Teil des Stamms, aus dem der Ast entspringt, mit einem Aluminiumdraht umwickeln und die Äste so in gewünschte Winkel und Richtungen biegen.

Diese Methode können Sie das ganze Jahr über anwenden. In der Wachstumsphase sollten Sie den Draht regelmäßig überprüfen, damit er nicht in die Rinde einschneidet. Verwenden Sie speziellen Bonsaidraht, den es im Fachhandel zu kaufen gibt.

Ficus Ginseng: Diese Bonsaisorte ist pflegeleicht und gut für Anfänger geeignet. (Quelle: imago images/stoncelli)Ficus Ginseng: Diese Bonsaisorte ist pflegeleicht und gut für Anfänger geeignet. (Quelle: stoncelli/imago images)

Tipp
Wie genau Sie Ihren Bonsai beschneiden und formen können und welche Gestaltungsmöglichkeiten sich jeweils eignen, ist von der Baumart abhängig. Lassen Sie sich deshalb am besten schon beim Kauf der Pflanze im Fachhandel entsprechend beraten.

Foto-Serie mit 8 Bildern

Unterschied: Form- und Blattschnitt

Im Mai oder Juni können Sie den Bonsai schneiden, um die Form und die Wuchsrichtung zu erhalten oder anzupassen. Neben dem Formschnitt, der die Äste und Zweige betrifft, empfiehlt sich häufig auch der Blattschnitt. Die nachwachsenden Blätter sind kleiner und passen dadurch besser zum Miniaturbaum. Bei stark wachsenden Sorten kann es notwendig sein, im Verlauf des Sommers den Bonsai erneut zu kürzen.

Info
Zu den klassischen Grundformen für einen Bonsai zählen neben der strengen (Chokkan), freien (Moyogi) und geneigten (Shakan) Bonsaiform auch die sogenannte Kaskaden- beziehungsweise Halbkaskadenform (Kengai bzw. Han-kengai) sowie die Literatenform (Bunjingi).

Wie verschneidet man Wurzelballen?

Etwa alle zwei bis drei Jahre sollten Sie Ihren Bonsai umtopfen. Beschneiden Sie bei dieser Gelegenheit auch den Wurzelballen. Hierfür entfernen Sie den Bonsai vorsichtig aus seiner Schale und entwirren zunächst das Wurzelwerk mithilfe einer Wurzelkralle. Verwenden Sie zum anschließenden Beschneiden eine Bonsaizange. Mit dieser kürzen Sie die großen, senkrecht wachsenden Wurzeln so weit zurück, dass Krone und Wurzel des Baums etwa den gleichen Umfang haben.

Japanische Ulme (Ulmus japonica): Diese Bonsaisorte wirkt sehr dekorativ, weil der Baum sich sehr fein verästelt und die Blätter ganz besonders edel und filigran wachsen. (Quelle: Getty Images/Neydtstock)Japanische Ulme (Ulmus japonica): Diese Bonsaisorte wirkt sehr dekorativ, weil der Baum sich sehr fein verästelt und die Blätter ganz besonders edel und filigran wachsen. (Quelle: Neydtstock/Getty Images)

So bereiten Sie das Umtopfen vor

Wenn Sie Ihren Bonsai umtopfen, verwenden Sie dieselbe Bonsaischale erneut und wechseln lediglich die Erde aus. Achten Sie darauf, immer spezielle Bonsaierde zu verwenden – reguläre Pflanzenerde ist wegen ihrer Zusammensetzung nicht geeignet. Beim Umtopfen ziehen Sie zunächst einen Fixierdraht durch die Löcher im Schalenboden, sodass die Enden innen an den oberen Schalenrand führen.

Verwenden Sie anschließend kleine Kunststoffnetze, um die Abzugslöcher in der Schale zu bedecken, und geben darauf eine dünne Schicht grobe Bonsaierde. Diese bedecken Sie mit feiner Erde. Füllen Sie außerdem die Zwischenräume der Wurzeln mit feiner Erde, die Sie anschließend anfeuchten.

Wie topft man einen Bonsai um?

Setzen Sie nun den Wurzelballen auf die feine Erde in der Bonsaischale und drehen den Miniaturbaum unter leichtem Druck tiefer in das Substrat hinein. Zum Schluss sollte der obere Rand des Wurzelballens etwa in Höhe des Schalenrands liegen.

Das Ende des Fixierdrahts legen Sie nun über die Wurzeln und verdrillen diese – so geben Sie dem Bonsai mehr Stabilität. Füllen Sie nun eine weitere Schicht Erde nach. Gießen Sie den umgetopften Bonsai zum Schluss gründlich, bis unten Wasser aus der Schale tritt.

So häufig sollte man düngen

Bei der Bonsaipflege verwenden Sie einen speziellen Dünger für die Miniaturbäume aus dem Fachhandel. Wichtig ist, dass dieser möglichst salzarm ist. Beginnen Sie im Frühjahr, wenn der Bonsai austreibt, mit dem Düngen und versorgen ihn damit bis zum September einmal wöchentlich.

Info
Ein Bonsai, der Laub wirft, benötigt im Winter keinen Dünger. Ein immergrünes Bäumchen sollten Sie dagegen etwa alle vier Wochen mit Nährstoffen versorgen.

Wie häufig ist der Bonsai zu gießen?

Wie oft Sie einen Bonsai gießen sollten, ist abhängig von der Art des Baumes, den Temperaturen sowie dem Standort. Grundsätzlich sollten Sie jedoch so oft gießen, dass die Erde immer befeuchtet bleibt. Gießen Sie zu viel oder zu wenig, kann es sein, dass der Bonsai seine Blätter verliert. Verwenden Sie beim Gießen immer Wasser, das wenig Kalk enthält oder schon ein paar Tage abgestanden ist.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen

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