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Mauerspinnen verschandeln die Fassade? Tipps zur Bekämpfung am Haus


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So werden Sie die Mauerspinne wieder los

t-online, rw

Aktualisiert am 30.09.2022Lesedauer: 3 Min.
Verschmutzung: Die Netze der Mauerspinne werden als schwarz-graue Flecken auf der Fassade sichtbar.
Verschmutzung: Die Netze der Mauerspinne werden als schwarz-graue Flecken auf der Fassade sichtbar. (Quelle: Stefan Hofmann)
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Als hätte das Haus Ausschlag: An der Fassade sind gräulich-schwarze, handtellergroße Flecken – Netze der Mauerspinne. Wie werden Sie den Störenfried wieder los?

Das Wichtigste im Überblick


  • Wo baut die Mauerspinne ihre Netze?
  • Sofortmaßnahmen gegen die Netze der Mauerspinne
  • Mauerspinnen nicht mit Gift bekämpfen
  • Mauerspinnen vorzubeugen ist kaum möglich
  • Warum breiten sich Mauerspinnen so rasant aus?
  • Ist die Mauerspinne giftig?

Die nur ein bis drei Millimeter großen Tiere aus der Familie der Kräuselspinnen lassen sich in kleinen Ritzen und Vertiefungen der Hauswand nieder. Haben sie sich dort einmal festgesetzt, ist es schwer, sie wieder loszuwerden. Doch es gibt Mittel, mit denen die Tiere bekämpft werden können.


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Wo baut die Mauerspinne ihre Netze?

Die Mauerspinne (Dictyna civica) ernährt sich von Insekten und siedelt deshalb am liebsten dort, wo die Aussicht auf Beute gut ist. Deshalb baut sie ihre kreisrunden Netze überwiegend an witterungsgeschützen Stellen der Hauswand wie unter Dachüberständen, Fenstersimsen und Balkonen. Da ihre Beute durch Licht angelockt wird, schätzt auch die Mauerspinne gut ausgeleuchtete Stellen. Aber auch unter Balkonen oder auf der Dachunterseite, an der Regenrinne, ist die Spinne häufig zu finden.

Sie baut keine frei hängenden Netze, sondern webt sie mit einem stark gekräuselten Faden unmittelbar über die Fassadenfläche. Die Netze sind eigentlich weiß, jedoch verfängt sich schnell Schmutz und Straßenstaub in den Fäden. So entstehen die hässlichen Flecken, und die Fassade wirkt schmutzig. Dabei ist es nicht relevant, ob die Hauswand beschichtet ist oder nicht beziehungsweise ob Löcher, Vertiefungen und Risse ausgebessert sind. Immerhin: Die Bausubstanz schädigt der Winzling nicht.

Mauerspinne (Dictyna civica): Sie baut ihre Netze besonders gerne an witterungsgeschützen Stellen.
Mauerspinne (Dictyna civica): Sie baut ihre Netze besonders gerne an witterungsgeschützen Stellen. (Quelle: blickwinkel/imago-images-bilder)

Sofortmaßnahmen gegen die Netze der Mauerspinne

Um die schmutzigen Netze zu entfernen, können Sie erreichbare Stellen der Hauswand einfach mit einem Besen abfegen. Effektiv ist es auch, die Fassade mit Wasser abzuspritzen. Dadurch werden sowohl die Spinnennetze als auch abgelegte Eier entfernt. Besonders wirksam ist warmes Wasser. Ideal ist deshalb ein Hochdruckreiniger mit Brenner.

Sie sollten jedoch darauf achten, dass der harte Wasserstrahl die Fassade nicht beschädigt. Am besten beginnen Sie mit niedrigem Druck und steigern ihn nach und nach, bis sich die verschmutzten Spinnennetze lösen. Zudem sollten Sie auch erst, bevor Sie die gesamte Außenseite entsprechend behandeln, an einer Stelle ausprobieren, ob der harte Wasserstrahl wirklich kein Problem für die Fassade darstellt.

Allerdings kann sich das eine oder andere Exemplar der winzigen Spinnen womöglich in Mauer- und Fassadenritzen verkriechen. Sie vermehren sich dann erneut, sodass Sie die Prozedur gegebenenfalls häufiger wiederholen müssen.

Mauerspinnen nicht mit Gift bekämpfen

Zwar scheint die Bekämpfung mit der chemischen Keule einfach und bequem zu sein, dennoch ist sie nicht empfehlenswert. Zunächst einmal können die Gifte die Fassade beschädigen. Vor allem aber wirken Insektizide bei Spinnentieren nicht oder zumindest nur vermindert.

Sie vergiften aber nützliche Insekten wie Bienen oder Schmetterlinge. Auch Vögel und Fledermäuse werden vergiftet, wenn sie die Insekten fressen. Durch Auswaschungen bei Regen gelangen die giftigen Wirkstoffe auch in den Boden. Außerdem wären die meisten Insektizide ohnehin keine Dauerlösung. Durch Witterungseinflüsse werden die Wirkstoffe schnell abgebaut und unwirksam.

Mauerspinnen vorzubeugen ist kaum möglich

Mauerspinnen haben keine Vorliebe für bestimmte Anstriche. Sobald sie kleinste Unterschlupfmöglichkeiten und genügend Nahrung vorfinden, bauen sie ihre Netze und vermehren sich auf der Hauswand. Erfahrungen Betroffener zeigen, dass selbst glatte Putze befallen werden können. Zudem wurde festgestellt, dass Mauerspinnen vorzugsweise sehr helle, frisch gestrichene Fassaden besiedeln.

Vielfach empfohlen wird, die Beleuchtungssituation zu verändern. Doch in der Praxis sind die schmutzigen Netze auch auf schattigen Fassaden zu sehen. Eine dauerhaft wirksame vorbeugende Maßnahme gegen die Besiedlung gibt es also nicht.

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Warum breiten sich Mauerspinnen so rasant aus?

Am einfachsten und wirkungsvollsten bleibt es, die schmutzigen Netze mit Besen und Hochdruckreiniger zu entfernen. Geschlüpfte Jungtiere nutzen einen langen Seidenfaden als eine Art Segel und breiten sich mit Hilfe des Windes von Haus zu Haus aus. Sind auch umliegende Häuser betroffen, sollten Sie das gemeinsame Vorgehen gegen die Plagegeister deshalb möglichst in der Nachbarschaft abstimmen.

Ist die Mauerspinne giftig?

Der Vorteil der Mauerspinne ist, dass durch ihre Netze weniger Fliegen und andere unliebsame Insekten über die Fassade und ein geöffnetes Fenster ins Haus gelangen. Zudem ist die Spinne nicht giftig. Gründe, sie zu bekämpfen, gibt es daher in dem Sinne eigentlich nicht.

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Verwendete Quellen
  • Caperol "Mauerspinnenbefall" (Merkblatt)
  • Malerblatt.de "Mauerspinne"
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