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Rasen: Diese Alternativen zu Gras gibt es

dpa, Melanie Öhlenbach

Aktualisiert am 30.08.2021Lesedauer: 3 Min.
Moosrasen: Er kann eine Alternativlösung fĂŒr schattige Stellen im Garten sein. Oft hat hier nĂ€mlich der Rasen grundsĂ€tzlich keine Chance zu wachsen und zu gedeihen.
Moosrasen: Er kann eine Alternativlösung fĂŒr schattige Stellen im Garten sein. Oft hat hier nĂ€mlich der Rasen grundsĂ€tzlich keine Chance zu wachsen und zu gedeihen. (Quelle: Marion Nickig/dpa)
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Rasen hat es in trockenen Jahren schwer. Wer auf eine grĂŒne FlĂ€che im Garten jedoch nicht verzichten will, dem bieten sich Alternativen, die auch aus ökologischer Sicht sinnvoll sind.

Eine grĂŒne FlĂ€che, sorgsam gehegt und gepflegt, darf in vielen GĂ€rten nicht fehlen. "Viele Rasenbesitzer genießen das den Augen wohltuende GrĂŒn in ihrem Garten. Gleichzeitig ist der Rasen fĂŒr sie auch das erweiterte Wohnzimmer, das fĂŒr viele AktivitĂ€ten aber auch nur zur Erholung genutzt werden kann", sagt Harald Nonn, Vorsitzender der Deutschen Rasengesellschaft.


Alternative Rasen aus KrÀuter und Moos

KrÀuter- oder Blumenrasen sind ökologisch wertvoll und sehr pflegeleicht.
Anstelle eine grĂŒnen Rasens kann man auch KrĂ€uter anbauen, wie beispielsweise BĂ€rlauch.
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Doch wer einen Rasen hat, muss auch einiges dafĂŒr tun, damit er schön bleibt. MĂ€hen, DĂŒngen, WĂ€ssern nennt Nonn den "Dreikampf" – und der ist vielerorts zunehmend zur Herausforderung geworden. "In unseren Breiten ist die ausreichende Wasserversorgung von RasenflĂ€chen – dies gilt aber generell fĂŒr alle GrĂŒnflĂ€chen – aufgrund der klimatischen VerĂ€nderungen zunehmend schwieriger geworden."

KrĂ€utergrĂŒn statt GrasgrĂŒn

Auf eine grĂŒne FlĂ€che mĂŒssen Gartenbesitzer zwar nicht verzichten – aber sie sollten vom reinen GrasgrĂŒn absehen. In den Hitzesommern der vergangenen Jahre haben einjĂ€hrige Hirse, Horn-Sauerklee, Schafgarbe und andere Pflanzen, die mit Trockenheit wesentlich besser zurechtkommen, die RasenflĂ€chen ĂŒbernommen, berichtet Sven Görlitz, Gartenberater beim Verband Wohneigentum.

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Will man der Natur nicht ihren Lauf lassen, kann man die FlĂ€chen auch bewusst mit anderen Pflanzen gestalten. Je nach Standort und Verwendung bieten sich Blumenwiesen, KrĂ€uter-, Blumen-, Duft- oder Schotterrasen an. Sicherlich: "Die Optik ist vielleicht fĂŒr den Rasenliebhaber gewöhnungsbedĂŒrftig, die BlĂŒten der KrĂ€uter bieten jedoch vielen Insekten eine Nahrungsquelle und Lebensraum", sagt Rasenexperte Nonn. Er plĂ€diert fĂŒr ein Nebeneinander solch unterschiedlich gestalteter FlĂ€chen.

Blumenwiesen nur zweimal pro Jahr schneiden

Die wohl grĂ¶ĂŸte Umstellung fĂŒr Rasenbesitzer ist eine Blumenwiese – allein schon, weil sie nur zweimal im Jahr gemĂ€ht werden sollte. Ökologisch zwar wertvoll, ist sie aus Sicht von Görlitz aber nur bedingt fĂŒr den Hausgarten geeignet: "Blumenwiesen erhalten sich durch Selbstaussaat und man benötigt daher viel Platz. Außerdem sind die FlĂ€chen eigentlich nicht mehr nutzbar."

Alternativ bietet sich eine Mischung aus Rasen und eher niedrig wachsenden, trittfesten Blumen und KrĂ€utern an. Je nach Angebot enthalten solche Mischungen fĂŒr KrĂ€uter- oder Blumenrasen verschiedene GrĂ€ser und schnittvertrĂ€gliche, blĂŒhende Pflanzen wie GĂ€nseblĂŒmchen, Schafgarbe, Thymian, Wegerich, GĂŒnsel und Salbei.

Bestehenden Rasen durch Abmagerungskur umstellen

Eine Umstellung auf KrĂ€uter- oder Blumenrasen kann Schritt fĂŒr Schritt erfolgen. FĂŒr Görlitz ist sie aber nur die zweitbeste Wahl nach einer Neuanlage. Und: "Die Samen einfach in bestehende RasenflĂ€chen sĂ€en, wird nicht funktionieren." Stattdessen empfiehlt der Gartenexperte, den bestehenden Rasen abzumagern, weniger zu mĂ€hen und kahle Stellen mit den neuen Pflanzen einzusĂ€en.

Die FlÀche wird alle zwei bis drei Wochen gemÀht. Ein Tipp von Görlitz: einen Teil des Rasens mÀhen und einige Bereiche höher wachsen lassen, damit mehr Pflanzenarten zum Zuge kommen.

GrĂŒn fĂŒr den Stellplatz

Einen Blumenschotterrasen empfiehlt die Biologin und Buchautorin Ulrike Aufderheide fĂŒr Wege, PlĂ€tze und StellflĂ€chen fĂŒr Autos. Sie werden entsprechend der notwendigen TragfĂ€higkeit mit Schotter befestigt und anschließend mit heimischen Wildpflanzen und -grĂ€sern eingesĂ€t, die magere, trockene und heiße Standorte lieben.

Duftende KrĂ€uter wie Thymian und Oregano können dort ebenfalls gedeihen. Aber: "Duftrasen eignen sich besonders fĂŒr FlĂ€chen, wo ich mich lĂ€nger aufhalte, also zum Beispiel fĂŒr den Sonnenliegeplatz – Provence-Feeling garantiert", findet Aufderheide.

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Mit und nicht gegen die Natur arbeiten: Dieses Prinzip ist ihrer Ansicht nach der SchlĂŒssel fĂŒr den Rasen in einem naturnahen Garten – auch weil es viel Arbeit spart. Ein Moosrasen ist daher eine Lösung fĂŒr tiefschattige Stellen, an denen Rasen keine Chance hat. "Viele denken ja, Moos schade dem Rasen, es ist aber genau andersherum: Das Moos wĂ€chst, weil dort sonst nichts wĂ€chst", so Aufderheide.

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