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Fritteuse: Tipps zu Kauf, Reinigung und Sicherheit bei der Fritteuse

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Fritteuse  

Die besten Tipps für die Fritteuse

29.12.2017, 17:33 Uhr | rw, t-online.de

Fritteuse: Tipps zu Kauf, Reinigung und Sicherheit bei der Fritteuse. Trotz der unschönen Fettgerüche darf die Friteuse niemals unter einer laufenden Dunstabzugshaube betrieben werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Trotz der unschönen Fettgerüche darf die Friteuse niemals unter einer laufenden Dunstabzugshaube betrieben werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Fritteusen stinken im laufendem Betrieb, lassen sich schlecht reinigen und wie man das gebrauchte Fett entsorgen soll, weiß auch niemand so richtig. Mit diesen Tipps für die Fritteuse gehen Sie den meisten nervigen Begleiterscheinungen aus dem Weg.

Kaum ein Küchengerät passt so wenig in den aktuellen Zeitgeist wie die klassische Fritteuse. Speisen in einem Bad aus heißem Öl zuzubereiten, will einfach nicht in die derzeit dominierende Ernährungslehre passen. Ungesättigte Fettsäuren, vitaminerhaltende Zubereitung, der sparsame Einsatz von Salz – was Ernährungswissenschaftlern zurecht enorm wichtig ist, interessiert viele Frittier-Fans nicht die Bohne.

Aus der Fritteuse schmeckt es vielen Menschen einfach besser

Sie schwören auf das geschmackliche Plus beim Frittieren bestimmter Speisen wie Pommes Frites oder auch mancher Fleisch- und Geflügelgerichte. Und es ist ja auch kaum zu bestreiten: Ofen-Pommes können gegenüber ihren knusprig-braun ausgebackenen "Kollegen" aus der Fritteuse in den allermeisten Fällen schlichtweg einpacken. Das besondere Aroma, das beim Ausbacken in heißem Fett entsteht, fehlt einfach. Und solange man es mit frittiertem Essen auf dem Speiseplan nicht übertreibt und die Temperatur beim Frittieren nicht zu hoch einstellt, müssen fitte Menschen auch keine gesundheitlichen Folgen befürchten.

Nur eine sichere Fritteuse kaufen

Wo immer mit heißem Fett hantiert wird, sollte aber der Sicherheitsaspekt eine entscheidende Rolle spielen. Das gilt natürlich auch für die Fritteuse. So darf beispielsweise das Gehäuse im laufenden Betrieb nicht zu heiß werden. Die Stiftung Warentest rät außerdem zu Geräten, deren Deckel sich auf Knopfdruck öffnet und nicht einfach oben aufliegt. Beim Abnehmen des Deckels verbrenne man sich leicht und wenn Kondenswasser den Deckel hinunter und ins heiße Fett tropfe, könne es gefährlich spritzen, so die Warnung der Warentester.

Darüber hinaus sollte die Temperatur bei der Fritteuse möglichst stufenlos regelbar sein. Beim Frittieren von stärkehaltigen Gerichten wie Pommes entsteht ab einer Temperatur von 175 Grad Celsius gesundheitsgefährdendes Acrylamid. Deshalb sollte bei maximal 170 Grad frittiert werden und die Fritteuse entsprechend eingestellt werden können. Auch am TÜV- und dem GS-Zeichen können sich Verbraucher in punkto Sicherheit orientieren

Die Fritteuse niemals unter laufender Dunstabzugshaube betreiben

Doch auch im laufenden Betrieb gibt es bei Fritteusen einige Sicherheitsregeln zu beachten. "Fritteusen sollten niemals unter eingeschalteten Dunstabzugshauben betrieben werden", warnt die Feuerwehr Meissen vor einer beliebten Methode, den Fettgeruch beim Frittieren im Zaum zu halten. Die Filter in Dunstabzugshauben sind in der Regel von einer brennbaren Fettschicht belegt, so dass sich das Feuer bei einem Fettbrand in der Fritteuse schnell auf die ganze Küche ausweiten könnte.

Zu einem solchen Fettbrand kann es kommen, wenn Wasser auf über 100 Grad heißes Frittierfett gegossen wird. In Sekundenbruchteilen verdampft das Wasser schlagartig und vergrößert sein Volumen um das 1700-fache. Die empor schießende Mischung aus Wasserdampf und kleinen Fettteilchen entzündet sich und es entsteht ein riesiger Feuerball. Bei so einem Inferno kommt es dann oft zu schwersten Verbrennungen. Deshalb darf ein Fettbrand auch auf keinen Fall mit Wasser gelöscht werden.

Statt dessen sollte man versuchen, dem Feuer den Sauerstoff zu entziehen und es zu ersticken. Wenn möglich sollte man den Deckel der Fritteuse schließen oder einen anderen nicht brennbaren Deckel auflegen. Gut zur Brandbekämpfung geeignet sind auch spezielle Löschdecken, die im Handel für rund 20 Euro erhältlich sind. Außerdem sollte der Stecker gezogen werden, damit Fritteuse und Fett nicht weiter angeheizt werden. Wenn sich ein Feuerlöscher der Brandklasse "F" im Haus befindet, kann der Brand auch damit bekämpft werden. Solche Feuerlöscher sind ausdrücklich zur Bekämpfung von Fettbränden zugelassen.

Wichtig
Auch wenn das offene Feuer erstickt ist, kann es sich neu entzünden, sobald der Deckel entfernt und wieder Sauerstoff zugeführt wird. Lassen Sie die Fritteuse also gründlich auskühlen, bevor Sie Deckel oder Löschdecke entfernen. Haben Sie Probleme bei der Brandbekämpfung oder müssten Sie sich dafür in Gefahr begeben, sollten Sie umgehend über den Notruf 112 die Feuerwehr verständigen. Unter Beachtung aller Sicherheitsregeln ist Frittieren ebenso sicher, wie Kochen und Braten am Herd.

Fritteuse mit Geruchsfilter

Schwer wiegen für viele Menschen auch einige unschöne Begleiterscheinungen beim Frittieren. Vor allem ausdünstender Fettgeruch kann extrem störend sein und einem die Freude am leckeren Essen gründlich vermiesen. Das wissen natürlich auch die Hersteller. Viele moderne Geräte sind deshalb mit einem Geruchsfilter aus Karbon ausgestattet. Die Karbonfasern binden bei Hitze die entstehenden Gerüche und halten sie fest. Wenn dann noch der Deckel der Fritteuse dicht schließt und man frisches Fett benutzt, ist die Geruchsbelastung gleich Null. Karbonfilter sind zwar spülmaschinenfest, müssen aber nach etwa 80 Anwendungen ausgetauscht werden.

Fritteuse möglichst geruchsarm nutzen

Doch nicht alle Fritteusen bringen einen solchen Geruchsfilter mit. Vor allem bei älteren oder sehr günstigen Fritteusen fehlt oft jeder Schutz gegen den fiesen Fettgestank. Häufig schließt dann noch nicht einmal der Deckel völlig dicht, so dass sich die Gerüche ungehindert im Haus ausbreiten und sich in Gardinen und anderen Textilien fest setzten.

Um die Geruchsbelastung zumindest zu reduzieren, kann man die Fritteuse am weit geöffneten Fenster platzieren. Wer einen Balkon oder eine Terrasse besitzt, kann sein Frittiergut auch dort zubereiten und so verhindern, dass der Wohnbereich durch die Gerüche in Mitleidenschaft gezogen wird.

Darüber hinaus können die übel riechenden Ausdünstungen reduziert werden, indem man beim Frittieren immer auf frisches Fett achtet. Denn der Hauptgestank entsteht, wenn Speisereste im Frittierfett zurück bleiben und beim nächsten Erhitzen anfangen zu verbrennen. Damit das Öl länger schön rein bleibt, kann man es nach dem Auskühlen durch einen Kaffeefilter gießen. So werden alle groben Speisereste entfernt.

Wenn aber doch eine unerwünschte Geruchsbelästigung auftritt, kann man mit verschiedenen Raumdüften gegensteuern. Ätherische Öle – zum Beispiel Lemongras – haben ein so intensives Aroma, dass sie den Fettgeruch weitestgehend neutralisieren. Auch Hausmittel wie Essig können unangenehme Gerüche binden.

Gesunde Speisen aus der Fritteuse ohne Fett

Es gibt aber auch Frittier-Geräte, die gänzlich ohne Fett auskommen und daher auch keine fiesen Fettgerüche absondern. Sogenannte Heißluft-Fritteusen werden vor allem von den großen Markenherstellern angeboten und garen das Frittiergut nicht in heißem Fett. Statt dessen werden die Speisen in heißer Luft umgewälzt und ohne die Zugabe von Fett gegart.

Der Haken an der Sache: Echte Fritten-Fans sind von heißluftgegarten Pommes meist wenig begeistert. Der frittiertypische Knusper-Effekt mag sich bei dieser Zubereitung einfach nicht so recht einstellen. Teigprodukte wie Frühlingsrollen oder Krapfen kann man ohnehin nicht in der Heißluft-Fritteuse zubereiten. Sie würden beim Umwälzen schlicht zerstört.

Was eine Fritteuse kosten darf

Zudem sind Heißluft-Fritteusen recht teuer. Der Einstiegspreis liegt bei Markengeräten bei etwa 130 Euro und damit fast doppelt so hoch wie bei Marken-Fritteusen klassischer Bauart. Dafür kann man in der Heißluft-Fritteuse laut Stiftung Warentest auch Fleisch, Gemüse oder Eintöpfe zubereiten. Sie taugt damit weniger als Alternative, sondern vielmehr als Ergänzung zur herkömmlichen Fritteuse, in der die Speisen in heißem Fett zubereitet werden.

Die Fritteuse reinigen

Die Reinigung ist allerdings etwas aufwändiger, als das Säubern von Töpfen und Pfannen. Das Fett legt sich als dünner, aber hartnäckiger Film auf alle Oberflächen und setzt sich auch in den schwer erreichbaren Ritzen der Fritteuse – zum Beispiel der Deckelhalterung – fest.

Grundsätzlich muss vor der Reinigung das Fett oder Öl entfernt werden. Dieses gießt man am besten mit Hilfe eines Trichters in einen anderen Behälter um. Wurde zum Frittieren festes Fett verwendet, ist es sinnvoll, die Fritteuse ein wenig zu erwärmen, damit sich das Fett besser löst und man nicht Kratzen muss. Anschließend wird der Innenraum mit heißem Wasser und Spüli gründlich ausgewischt. Ein wenig Essigreiniger im Spülwasser verstärkt dessen Fett lösende Wirkung. Nach der Reinigung muss die Fritteuse gründlich trocknen, bevor sie wieder mit Fett oder Öl befüllt werden darf.

Wohin mit altem Frittier-Fett?

Das alte Fett sollte man auf keinen Fall einfach in den Ausguss oder auch ins Klo gießen, um es zu entsorgen. Folge wäre sonst mit Sicherheit ein verstopfter Abfluss. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschlands (BUND) weist außerdem darauf hin, dass im Ausguss entsorgte Fette die Kanalisation belasten und beschädigen können. "Der BUND rät, altes Frittierfett in Zeitungspapier oder Pappe umhüllt abzukühlen und im normalen Hausmüll zu entsorgen", so die Empfehlung der Umweltschützer. Flüssiges Öl kann man mit einem Trichter in Flaschen oder leere Milchtüten umfüllen und diese dann in den Restmüll geben. Oft haben auch Recyclinghöfe Sammelstellen für altes Frittierfett eingerichtet.

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