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Trocknersymbole: Was die Zeichen an der Kleidung bedeuten – Tipps

Einfach erklärt  

Das bedeuten die Trocknersymbole an der Kleidung

11.10.2020, 12:40 Uhr | akl, t-online, ron

Trocknersymbole: Was die Zeichen an der Kleidung bedeuten – Tipps. Wäsche waschen: Bevor Sie die Waschmaschine oder den -trockner starten, sollten Sie die Pflegehinweise an den Textilien genau lesen. (Quelle: Getty Images/monkeybusinessimages)

Wäsche waschen: Bevor Sie die Waschmaschine oder den -trockner starten, sollten Sie die Pflegehinweise an den Textilien genau lesen. (Quelle: monkeybusinessimages/Getty Images)

Jeder kennt sie: die Pflegekennzeichen an den Textilien. Doch nicht jeder weiß, was sie bedeuten. Wir erklären, welches Symbol für trocknergeeignet steht und was zu beachten ist.

Die Pflegeetiketten an Kleidung und Textilien verraten, wie das Wäschestück bestmöglich gereinigt und gepflegt werden soll – sodass es weder eingeht noch ausleiert oder verfärbt.

Ist den meisten die Bedeutung der Waschzeichen noch bekannt, sind die kryptischen Trocknersymbole den wenigsten geläufig. Dabei geben sie einen wichtigen Hinweis, ob das Wäschestück für das Trocknen im Wäschetrockner – egal ob Wärmepumpen-, Abluft- oder Kondenstrockner – geeignet ist oder nicht. Hier stellen wir Ihnen die verschiedenen Trocknersymbole vor und erklären Ihnen, was diese bedeuten.

Das sind die Trocknersymbole

Das allgemeine Trocknersymbol zeigt einen Kreis im Quadrat. Es zeigt an, dass das Wäschestück in der Maschine getrocknet werden kann – allerdings nicht bei welcher Temperatur.

Trocknersymbol: Kreis im Quadrat. (Quelle: t-online)Trocknersymbol: Kreis im Quadrat. (Quelle: t-online)

Tipp
Im Zweifelsfall empfiehlt es sich, das schonende Trocknungsprogramm "Pflegeleicht" auswählen.

Das Trocknersymbol mit Kreis und einem Punkt: Sie können das Wäschestück schonend und bei niedriger Temperatur bis höchstens 60 Grad trocknen. 

Trocknersymbol: Kreis mit einem Punkt im Quadrat. (Quelle: t-online)Trocknersymbol: Kreis mit einem Punkt im Quadrat. (Quelle: t-online)

Info
Mögliche Kleidungsstücke wären: T-Shirts, bügelfreie Damenblusen und Herrenhemden, Unterwäsche (keine BH), Sportkleidung.

Das Trocknersymbol mit Kreis und zwei Punkten: Das Kleidungsstück kann bei normalen Temperaturen getrocknet werden.

Trocknersymbol: Kreis mit zwei Punkten im Quadrat. (Quelle: t-online)Trocknersymbol: Kreis mit zwei Punkten im Quadrat. (Quelle: t-online)

Info
Dazu zählen beispielsweise unempfindliche Textilien wie Bettwäsche, Geschirr- oder Handtücher.

Das diagonal durchkreuzte Trocknersymbol: Diese Textilien sind für die maschinelle Trocknung nicht geeignet. Meist sind die Kleidungs- und Wäschestücke zu empfindlich und würden bei einer maschinellen Trocknung beschädigt werden.

Trocknersymbol: Kreis mit Quadrat diagonal durchkreuzt. (Quelle: t-online)Trocknersymbol: Kreis mit Quadrat diagonal durchkreuzt. (Quelle: t-online)

Tipp
Die Trockner ungeeigneten Textilien können Sie aber an der Luft trocknen. Dabei können Sie zum Beispiel das Kleidungsstück an der Wäscheleine aufhängen oder liegend trocknen. 

Worauf beim Trocknen zu achten ist

Geben diese vier Trocknersymbole einen Hinweis darauf, ob das Wäschestück für den Trockner geeignet ist oder nicht, so warnt der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbz) davor, dass beim Trockenvorgang trotzdem so einiges schief gehen kann.

Brandgefahr bei BH mit Schaumstoff

Gefährlich wird es zum Beispiel, wenn Damenblusen mit eingenähten Schulterpolstern und BH mit Schaumstoff im Trockner landen. Denn dann droht Brandgefahr.

Bei Textilien, die mit Lösungsmitteln wie Terpentin, Fleckenwasser oder Waschbenzin in Berührung gekommen sind, kann es sogar zu einer Explosion kommen, da die Gase hochentzündlich sind, sagt der vzbz.

Shirts mit Aufdrucken können schmelzen

Auch Shirts mit Aufdrucken aus Kunststoff können durch die Hitze schmelzen und sollten besser nicht in den Trockner gegeben werden. Hosen sollten am besten zugeknöpft, mit geschlossenem Reißverschluss und mit der Innenseite nach außen gewendet in das Gerät gegeben werden. So kommen die heißen Metallknöpfe nicht mit den anderen Stoffen in Berührung und der Reißverschluss verhakt sich nicht mit Kleidungsstücken. Jeans sollten generell schonend getrocknet werden.

Wem bestimmte Kleidungsstücke sehr am Herzen liegen, sollte diese sicherheitshalber besser auf die Leine hängen. Seide, synthetischen Gardinen sowie Socken mit "Antirutsch-Noppen" bekommt die Hitze ebenfalls nicht.

Wolle kann eingehen und verfilzen

Kleidung aus Wolle ist sehr empfindlich. Sie kann eingehen und verfilzen. Daher sollte man vorsichtig sein. "Wenn die Pflegekennzeichnung maschinelles Trocknen erlaubt und der Trockner über ein entsprechendes Programm verfügt, kann man es wagen", so der vzbz.

Viele Trockner bieten aber auch ein Frischeprogramm an. Hierbei wird das Kleidungsstück auf einer niedrigen Temperatur kurz gelüftet. Danach riecht es wieder frisch. Das ist besonders dann praktisch, wenn das Stück nicht verschmutzt ist und man nur Rauch- oder Essensgerüche aus dem Material bekommen möchte.

Wäschetrockner: Er hat gegenüber der traditionellen Wäscheleine einige Vorteile. Doch nicht jedes Kleidungsstück ist trocknergeeignet. (Quelle: imago images/Jochen Tack)Wäschetrockner: Er hat gegenüber der traditionellen Wäscheleine einige Vorteile. Doch nicht jedes Kleidungsstück ist trocknergeeignet. (Quelle: Jochen Tack/imago images)

Mischprogramme sind schonend

Generell zieht sich Maschenware wie Leinen oder Baumwolle im Trockner leicht zusammen und auch Sportbekleidung wie Trikots vertragen die heiße Luft oft nicht. Schauen Sie zuerst, ob das Wäschestück trocknergeeignet ist.

Wählen Sie dann am besten ein Programm, das Baumwolle, Synthetik- und Mischgewebe in einem Durchgang bearbeitet. Sie sind schonend und die Gefahr für Missgeschicke sinkt. Der Bundesverband empfiehlt, Kleidungsstücke, die man in den Trockner geben möchte, generell etwas größer zu kaufen und bei empfindlichen Stoffen nur eine geringe Heizleistung zu wählen.

Trockner ist kein "Wäschefresser"

Wer das richtige Programm nutzt und Textilien trocknet, die dafür geeignet sind, ist auf der sicheren Seite. Und auch das Fusselsieb ist kein Grund zur Sorge. Viele bekommen einen Schreck, wenn sie die vielen Flusen sehen. Doch das heißt nicht, dass die Wäsche durch die heiße Luft langsam dünner und empfindlicher wird. "Der Trockner ist kein 'Wäschefresser'. Etwa nur zehn Prozent des gesamten Faserabriebs werden durch das Trocknen verursacht. Der Rest entsteht schon beim Tragen und Waschen", sagt der vzbz.

Trommel nicht zu voll stopfen

Wichtig ist auch, dass Sie die Trommel nicht bis zum Rand füllen, sonst knittern die Stoffe und werden nicht richtig trocken. Im Normalfall markiert ein Strich in der Trommel die maximale Füllhöhe. Haben Sie hingegen nur wenig Wäsche, sollte das Kurz- oder Sparprogramm genutzt werden. Der Bundesverband rät zudem, ein Übertrocknen der Wäsche zu vermeiden, da sie sonst eingehen kann.

Im Zweifel den Hersteller fragen

Wer sich bei bestimmten Kleidungsstücken unsicher ist und in der Gebrauchsanweisung des Gerätes keine Antwort findet, sollte sich mit dem Gerätehersteller in Verbindung setzen. Grundsätzlich gilt: Darf die Wäsche bei 60 Grad gewaschen werden, macht ihr auch der Trockenvorgang nichts aus.

Zudem sollte das Gerät nie unbeaufsichtigt laufen. Denn auch ein Wackelkontakt in der Steckdose, ein Kurzschluss oder ein überlastetes Stromnetz kann gefährlich werden.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherchen


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