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Aktuelle Daten: Wie viel Restmüll landet in den Tonnen der Deutschen?

Neue Zahlen  

Wie viel Restmüll landet in den Tonnen der Deutschen?

28.07.2020, 12:21 Uhr | AFP, dpa

Aktuelle Daten: Wie viel Restmüll landet in den Tonnen der Deutschen?. Restmüll: Zum letzten Mal war 1983 bis 1985 untersucht worden, was und wie viel die damaligen Bürger der Bundesrepublik als Restmüll entsorgten. (Quelle: Getty Images/Lighthousebay)

Restmüll: Zum letzten Mal war 1983 bis 1985 untersucht worden, was und wie viel die damaligen Bürger der Bundesrepublik als Restmüll entsorgten. (Quelle: Lighthousebay/Getty Images)

Eine neue Untersuchung zeigt: In Deutschland fällt deutlich weniger Restmüll an als noch vor 30 Jahren. Dennoch bleibt noch viel zu tun – etwa bei der richtigen Mülltrennung.

Die Deutschen entsorgen nur noch rund halb so viel Restmüll wie Mitte der 80er Jahre: 2018 waren es 128 Kilogramm pro Einwohner und damit 46 Prozent weniger als 1985, wie das Bundesumweltministerium (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) bei der Vorstellung einer UBA-Studie mitteilen. 

Restmüll-Menge nahezu halbiert

Demnach hat sich die Menge pro Kopf und Jahr seither fast halbiert, sie sank von 239 auf 128 Kilo. Das heißt aber nicht, dass die Deutschen weniger Abfall produzieren – Wertstoffe wie Altpapier, Altglas und auch Plastik werden aber nun vermehrt getrennt gesammelt.

Zum letzten Mal war 1983 bis 1985 untersucht worden, was und wie viel die damaligen Bürger der Bundesrepublik als Restmüll entsorgten. In der neuen UBA-Untersuchung von Siedlungsabfällen waren im Vergleich dazu bis zu 80 Prozent weniger Altpapier, Altglas, Metalle oder Kunststoffe in den untersuchten Mülltonnen zu finden.

Zwei Drittel der Abfälle gehören nicht in Tonne für Restmüll

Das BMU verwies auf die verbesserte Mülltrennung. "Die Umweltpolitik hat in den vergangenen Jahrzehnten bei der Abfallverwertung einiges bewegt", erklärt Umweltstaatssekretär Jochen Flasbarth. Trotzdem gebe es noch viel zu tun: "Immer noch landen wertvolle Rohstoffe in der Restmülltonne", erklärt Flasbarth weiter. 

Mit 39,3 Prozent Gewichtsanteil hat Biomüll einer Studie des Umweltbundesamts zufolge den größten Anteil. 27,6 Prozent, also mehr als ein Viertel, sind Wertstoffe wie Altpapier, Altglas, Textilien oder Holz. Dazu kommen 0,5 Prozent problematischer Abfall wie Batterien und Akkus, Lacke oder Energiesparlampen. Nur 32,6 Prozent des Mülls, also etwa ein Drittel, gehören auch wirklich in den Restmüll, etwa Windeln und Zigarettenkippen, Asche und Kehricht oder Staubsaugerbeutel.

Falsche Entsorgung von Batterien und Akkus

Schadstoffhaltige Lösemittel, Bauabfälle, Energiesparlampen und Altbatterien hatten zwar nur einen Anteil von 0,5 Prozent am Restmüllinhalt. Jedoch kamen alte Batterien und Akkus "in über 60 Prozent der analysierten Abfallstichproben vor, obwohl sie verpflichtend getrennt gesammelt werden müssen", kritisierten BMU und UBA. Insgesamt seien die Restmülltonnen in Städten voller gewesen als in Vororten und auf dem Land.

"Mehr Mehrweg statt Einweg und klare Vorgaben für Einwegprodukte und –verpackungen, wie sie in der Einwegkunststoffrichtlinie vorgelegt werden, sind hier ein richtiger Weg", erklärt UBA-Präsident Dirk Messner. Gerade Bioabfall sei für den Restmüll "viel zu kostbar", weil er vollständig recycelbar und ein Energieträger sei.  "Unser Ziel ist eine echte Kreislaufwirtschaft, in der kaum noch Restmüll anfällt und die Rohstoffe wiederverwendet werden", erklärt Flasbarth. 

Das gelte auch für Biomüll, der in Biogas- oder Kompostieranlagen verwertet werden könne. Die Dichte der Biomülltonnen müsse steigen, darüber sei man mit dem Verband kommunaler Unternehmen im Gespräch. Statt Biomülltonnen in den Haushalten nur zentrale Sammelstellen anzubieten, sei fürs Entsorgen von Küchenabfällen für viele Verbraucher lebensfremd.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP, dpa

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