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Für diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfältig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Diese Fehler sollten Sie beim Geschirrspülen vermeiden

Von dpa, t-online, ron

Aktualisiert am 01.08.2022Lesedauer: 3 Min.
Schaum im Spülbecken: Durch ihn gelangen Schmutzteilchen leicht zurück auf das Geschirr.
Schaum im Spülbecken: Durch ihn gelangen Schmutzteilchen leicht zurück auf das Geschirr. (Quelle: Inga Kjer/dpa-bilder)
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Richtig abwaschen ist eine Wissenschaft für sich. Erst das Wasser, dann das Spülmittel? Oder umgekehrt? Und was hat der Schaum mit Bier zu tun?

Das Wichtigste im Überblick


Die meisten überlassen den Abwasch ihrer Spülmaschine – sofern eine in der Küche steht. Manchmal ist dennoch Handarbeit angesagt: entweder weil die Maschine nicht voll wird oder empfindliche Geschirrteile nicht in den Spüler dürfen.

Doch wie dosiert man Spülmittel richtig? Und ist der Schaum auf Tasse und Teller bedenklich? Das sind die wichtigsten Fragen und Antworten rund ums nachhaltige Geschirr abwaschen von Hand.

Soll man Geschirr vorspülen?

Wie auch beim Abwasch mit der Maschine sind grobe Speisereste vor dem Spülen im Mülleimer zu entsorgen. Dafür eignet sich ein Papiertuch oder auch der Teigschaber. Fließendes Wasser ist dafür tabu. Dies wäre ökologischer und ökonomischer Unsinn. Laut dem "Forum Waschen" gibt es aber eine Ausnahme: Stark färbende Speisereste wie Spinat oder Grünkohl können zügig mit kaltem Wasser abgespült werden.

Unser Tipp
Töpfe mit angebrannten Speiseresten werden am besten vorher eingeweicht. Besonders effektiv geht das mit Wasser und Backpulver oder Waschmittel.

In welcher Reihenfolge spült man was?

Nach dem Vorbehandeln verschaffen Sie sich am besten einen kurzen Überblick über das Geschirr. Was am stärksten verschmutzt oder besonders fettig ist, wird als letztes gespült. Gläser, Besteck und leicht verschmutztes Geschirr kommt als erstes dran.

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Handspülmittel: Dosieren Sie sparsam, sonst gibt es zu viel Schaum, der nicht reinigt.
Handspülmittel: Dosieren Sie sparsam, sonst gibt es zu viel Schaum, der nicht reinigt. (Quelle: Felix Jason/imago-images-bilder)

Erst Spülmittel, dann Wasser – oder wie?

Um zu viel Schaum beim Spülen zu vermeiden, sollten Sie erst das Wasser ins Becken füllen und danach das Handspülmittel zugeben. Der Grund: Entsteht zu viel Schaum, können darin Schmutzteilchen hängenbleiben und auf das bereits gespülte Geschirr gelangen.

Wie viel Spülmittel ist nötig?

Natürlich steht auf der Verpackung, wie hoch die Mittel dosiert werden müssen. Als Faustregel können Sie sich aber merken: Spülkonzentrate haben einen höheren Anteil an waschaktiven Substanzen. Hier kommen zwei Milliliter in fünf Liter Wasser, während es bei normalen Geschirrspülmitteln vier oder fünf Milliliter in fünf Litern sind.

Wie lange ist Geschirrspülmittel haltbar?

Auf der Verpackung von Handgeschirrspülmitteln steht zumeist nicht, ob diese ein Mindesthaltbarkeitsdatum haben. Laut dem "Forum Waschen" sind Spülmittel aber in der Regel mindestens drei Jahre haltbar.

Gläser abwaschen: Später trocknen diese am besten auf einem sauberen Geschirrtuch.
Gläser abwaschen: Später trocknen diese am besten auf einem sauberen Geschirrtuch. (Quelle: Jochen Tack/imago-images-bilder)

Wie bekommen Gläser keine Kalkflecken?

Wer seine Gläser nicht gleich abtrocknen möchte oder kann, sollte sie mit der Öffnung nach unten auf ein sauberes Geschirrtuch stellen. So entstehen keine Kalkflecken an den Glasrändern.

Spülmittelreste: Keine Schaumkrone im Bierglas?

Wenn Sie Biergläser im Becken abwaschen, sollten Sie Geschirrspülmittel nur sehr sparsam verwenden. Der Grund: Bleiben Spülmittelreste im Glas zurück, fällt die Schaumkrone des Biers schnell zusammen. Ähnliches kann auch bei Sektgläsern auftreten. Der Sekt perlt oder schäumt dann nicht mehr. Denn die im Spülmittel enthaltenen Tenside lassen die Schaumbläschen schneller platzen. Fett hat den gleichen Effekt. Daher sollten Sie Bier- und Sektgläser nach dem Abwaschen kurz mit klarem Wasser nachspülen.

Sind Spülmittelreste gesundheitsschädlich?

Jedes Geschirrspülmittel enthält sogenannte Tenside. Diese waschaktiven, schaumbildenden Substanzen lösen das Fett und den Schmutz vom Geschirr. Zudem können Wassertropfen leichter abperlen und es bleiben keine Kalkflecken am Geschirr haften. Dabei können diese Tenside durchaus während des Trocknens am Geschirr zurückbleiben, zum Beispiel über eingetrockneten Spülmittelschaum.

Geschirr abwaschen: Benutzen Sie Handschuhe, wenn Ihre Haut empfindlich ist.
Geschirr abwaschen: Benutzen Sie Handschuhe, wenn Ihre Haut empfindlich ist. (Quelle: imagebroker/Stefan Klein/imago-images-bilder)

Glaubt man Studien, so sind diese sehr geringen Mengen aber nicht gesundheitsschädlich. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten Sie nur soviel Handspülmittel verwenden, wie auf der Verpackung angegeben ist.

Sollte man Geschirr mit klarem Wasser nachspülen?

Laut dem "Forum Waschen" ist es aus gesundheitlichen und hygienischen Gründen nicht notwendig, das Geschirr mit klarem Wasser nachzuspülen. Möchten Sie es dennoch, verwenden Sie dazu kaltes, klares Wasser in einem Becken oder in einer Schüssel. Unter fließendes Wasser aus dem Hahn sollte Geschirr aus Umweltgründen nicht gehalten werden.

Tipp: Geschirr möglichst an der Luft trocknen lassen. Denn im Geschirrtuch vermehren sich rasch Keime.

Kann man Handspülmittel für die Spülmaschine verwenden?

Nein, sagt das Forum Waschen. Handgeschirrspülmittel fördern eine starke Schaumbildung in der Maschine. Zu viel Schaum könnte das Programm der Geschirrspülmaschine stören und womöglich zu einem Abbruch führen.

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Von Jennifer Buchholz

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