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Stiftung Warentest: Vorsicht, diese Armaturen geben Schadstoffe ans Trinkwasser ab


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Diese Wasserhähne geben Schadstoffe ab

Von t-online, cch

Aktualisiert am 20.07.2021Lesedauer: 2 Min.
Trinkwasser: Die Qualität von Trinkwasser ist in Deutschland hoch.
Trinkwasser: Die Qualität von Trinkwasser ist in Deutschland hoch. (Quelle: vitapix/getty-images-bilder)
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Trinkwasser steht manchmal stundenlang im Hahn. Wie wirkt sich das auf seine Qualität aus? Die Stiftung Warentest hat das Wasser aus 15 Küchenarmaturen auf Schadstoffe getestet.

Wasserhähne für die Küche geben oftmals zu viele Schadstoffe ans Trinkwasser ab. In einer Analyse der Stiftung Warentest ("test"-Ausgabe 8/2021) war das bei zwei Dritteln von 15 untersuchten Küchenarmaturen der Fall – bei einigen auch noch nach vielen Wochen der Nutzung.

Küchenarmaturen: Zwei Produkte fallen durch den Test

Die Tester vergaben fünfmal die Note "gut". Sieben Armaturen waren in Sachen Schadstoffen "befriedigend", eine schnitt "ausreichend" ab. Zwei waren "mangelhaft".

Die Qualität scheint dabei nicht vom Preis abzuhängen: Sowohl günstige als auch teurere Modelle schnitten nicht so gut ab. Die Mengen, die sie an Blei und/oder Nickel abgaben, lagen über den erlaubten Grenzwerten. Die Werte für Arsen, Antimon und Bismut waren aber allesamt unbedenklich. Und auch Kupfer "löste sich aus keiner der Armaturen in nennenswertem Umfang", schreiben die Tester.

Blei kann die Entwicklung des Nervensystems beeinträchtigen. Es stellt vor allem für Schwangere, Föten, Säuglinge und Kinder eine Gefahr dar. Nickel hingegen kann für Menschen mit einer entsprechenden Allergie zum Problem werden: Wenn sie mit Nickel belastetes Wasser trinken, können allergische Reaktionen auftreten.

Die acht Modelle, die "befriedigend" abschnitten, belasteten das Wasser kurz nach der Installation mit Blei. Nach zwölf Wochen hielt das Wasser aus ihnen laut Stiftung Warentest aber die Grenzwerte ein.

Diese Modelle geben zu viel Nickel ab

Die Küchenarmaturen

  • "Mida HD chrom" von Blanco,
  • "Nyvattnet" von Ikea und
  • "Minta" von Grohe

gaben hingegen auch nach 16 Wochen noch mehr Nickel ab, als für Trinkwasser erlaubt ist. Bei dem Modell von Blanco war das nur bei einer von drei getesteten Armaturen der Fall, deshalb wurde sie mit "ausreichend" bewertet. Bei den anderen hatten jeweils mindestens zwei der getesteten Armaturen dieses Problem – sie erhielten die Note "mangelhaft".

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Vor dem Trinken etwas Wasser ablaufen lassen

Die Warentester weisen darauf hin, dass Verbraucher schlecht bewertete Armaturen nicht austauschen müssen. Auch mit ihnen lasse sich "1A-Wasser" zapfen. Allerdings sollten sie das Wasser, das länger in der Armatur stand, ablaufen lassen. "Wenn die Trinkwasserqualität gut ist und man es kurz ablaufen lässt, spricht nichts gegen Wasser aus dem Hahn", heißt es in der Zeitschrift "test".

Demnach reiche die Abgabe von rund 300 Millilitern, wenn das Wasser wenige Stunden in der Leitung stand. Steht es schon länger darin, sollten Verbraucher den Wasserhahn so lange aufdrehen, bis kaltes Wasser nachkommt.

Für den Test wurden die Armaturen täglich mit Prüfwasser gespült. Nach zwölf und 16 Wochen untersuchten Labore das Wasser, das vier Stunden in den Armaturen gestanden hatte, auf Metalle und Halbmetalle. Pro Modell wurde das Wasser aus drei Exemplaren untersucht. Laut Trinkwasserverordnung müssen die gesetzlichen Grenzwerte erst nach 16 Wochen nach der Installation eingehalten werden. In dieser Zeit bildet sich in den Hähnen eine Art Schutzschicht.

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Verwendete Quellen
  • Testergebnisse Stiftung Warentest
  • Nachrichtenagentur dpa-tmn
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  • Jennifer Buchholz
Von Jennifer Buchholz
DeutschlandStiftung Warentest

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