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Ab wann ist man hochbegabt? Intelligenztests verraten Anzeichen


Ab wann ist man hochbegabt?

t-online, Gabriele Borgelt

13.09.2023Lesedauer: 3 Min.
Hochbegabte Kinder haben eine schnelle Auffassungsgabe.Vergrößern des BildesHochbegabte Kinder: Sie haben eine schnelle Auffassungsgabe und glänzen oft mit schulischen Höchstleistungen. (Quelle: Wavebreakmedia/Getty Images)
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Ungewöhnliche Talente und eine schnelle Auffassungsgabe: Doch nicht jedes intelligente Kind ist auch hochbegabt – hierfür gibt es verschiedene Anzeichen.

Vor allem bei Kindern gibt es mehrere Faktoren, die beachtet werden müssen, wenn es darum geht, eine Hochbegabung festzustellen. Während Intelligenztests ein Indikator sein können, um Hochbegabung zu messen, gibt es auch andere Anzeichen und Herausforderungen bei der Deutung der Ergebnisse.

Der Begriff "hochbegabt" bezieht sich auf eine überdurchschnittliche intellektuelle Fähigkeit; erworben aus genetischen Faktoren und Umwelteinflüssen. Der IQ (Intelligenzquotient) ist ein häufig verwendetes Maß für die Messung der Intelligenz. In der Regel wird ein IQ-Wert von 130 oder höher als Indikator für Hochbegabung betrachtet. Ein IQ von 100 gilt als Durchschnitt.

Welche IQ-Test gibt es und was wird abgefragt?

Es gibt unter anderen den Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene (WAIS) und für Kinder (WISC), den Raven-Matrizen-Test und den Culture Fair Intelligence Test von Raymond Bernard Catell. Da wird zum Beispiel verbales Verständnis getestet, quantitatives Denken, Mustererkennung, logisches Denken, das Arbeitsgedächtnis (Fähigkeit zur schnellen Informationsverarbeitung) und die Verarbeitungsgeschwindigkeit.

Der IQ-Test allein ist nicht entscheidend

Der IQ allein deckt nicht das gesamte Spektrum der menschlichen Intelligenz auf. Andere Faktoren wie Kreativität, soziale Kompetenz und emotionale Intelligenz spielen ebenfalls eine Rolle. Intelligenz ist vielfältig.

Welche Anzeichen gibt es noch?

Daher können abseits des IQs folgende Eigenschaften auf eine Hochbegabung eines Kindes hindeuten:

  • schnelle Auffassungsgabe
  • frühes Interesse an Büchern und Lernen
  • ungewöhnliche Neugier
  • viele Interessen
  • frühe Sprachentwicklung
  • Sensibilität für Ungerechtigkeiten
  • ein außergewöhnliches Gedächtnis

Und welche Tests decken das volle Intelligenz-Spektrum ab?

Beispielsweise der Naglieri Nonverbal Ability Test (NNAT), ein nicht-verbaler Test, der darauf abzielt, intellektuelle Fähigkeiten unabhängig von kulturellen oder sprachlichen Unterschieden zu messen. Der CogAT (Cognitive Abilities Test) testet kognitive Fähigkeiten wie verbales, quantitatives und nicht-verbales Denken bei Kindern. Der SB5 (Stanford-Binet Intelligence Sales) als eine Weiterentwicklung des ursprünglichen IQ-Tests misst kognitive Fähigkeiten in verschiedenen Altersgruppen.

Wo kann ich mich oder mein Kind testen lassen?

Suchen Sie in Ihrer Nähe nach qualifizierten Fachleuten, Psychologen, Neuropsychologen oder Bildungseinrichtungen, die Tests anbieten. Achten Sie darauf, dass die Anbieter über wirkliche Kompetenz verfügen.

Welche Probleme kann es denn bei der Deutung geben?

Die Ergebnisse eines einzelnen Tests können nicht immer ein vollständiges Bild der Begabung einer Person liefern. Die Betrachtung könnte zu einseitig ausfallen. Tests könnten ferner kulturell und sprachlich voreingenommen sein. Testangst und Nervosität des Probanden könnten die tatsächlichen Fähigkeiten verschleiern. Auch die Tagesform kann einen Einfluss haben, so wie emotionale Probleme oder der gesundheitliche Zustand.

Mein Kind ist hochbegabt – und jetzt?

Eine Hochbegabung muss nicht bedeuten, dass Sie sich fortan keine Sorgen mehr um Ihr Kind machen müssen. Hochbegabte können mit einer Menge Herausforderungen konfrontiert sein:

  • Unterforderung: In der Schule kann das zu Langeweile und Desinteresse führen.
  • Soziale Isolation: Es kann schwer sein, Gleichgesinnte zu finden und sich in sozialen Gruppen wohlzufühlen.
  • Perfektionismus: Der Drang nach Top-Leistung kann zu Druck und Angst führen.
  • Ungleichheit zwischen Emotionen und Intellekt: (Berufliche) Zufriedenheit ist unmöglich, wenn es keine intellektuelle Herausforderung gibt.
  • Mangelnde Anerkennung: Hochbegabte können sich schnell unverstanden fühlen.
  • Sensibilität: Sie können sensibler auf Geräusche, Licht und Stimmungen reagieren.
  • Schwierigkeiten beim Zeitmanagement: Aufgrund vieler Interessen können sie Probleme haben, sich zu organisieren.
  • Hohes Anspruchsniveau: Ein hoher Anspruch an sich selbst und andere kann zu Konflikten führen.

Fazit

Intelligenztests, die den IQ messen, sind ein Mittel, um eine Hochbegabung zu bestimmten. So wird in der Regel ein IQ-Wert von 130 oder höher als Indikator für eine Hochbegabung betrachtet. Doch auch andere Faktoren wie Kreativität, emotionale Intelligenz und soziale Kompetenz sollten beachtet werden, um ein vollständigeres Bild der Begabung einer Person zu erhalten.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Dieser Artikel wurde mit Hilfe künstlicher Intelligenz erzeugt und von der Redaktion geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an unseren Leserservice.
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