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Maronenröhrling: So erkennen Sie Maronen-Pilze sicher


Maronenröhrling: Wie Sie den Speisepilz sicher erkennen

Von t-online, ron, loe

Aktualisiert am 20.07.2023Lesedauer: 3 Min.
Der Maronenröhrling: Ein schmackhafter Speisepilz, der dem Steinpilz sehr ähnlich ist.Vergrößern des BildesDer Maronenröhrling: Ein schmackhafter Speisepilz, der dem Steinpilz sehr ähnlich ist. (Quelle: Loop Images/imago-images-bilder)
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Er kommt hierzulande häufig vor, ist schmackhaft und passt gut in Pilzsuppen: der Maronenröhrling. Allerdings wird er häufig mit anderen Pilzen verwechselt – was Ihnen in einem Fall den Appetit verderben kann.

Bereits im Juni und bis weit in den November hinein – bevor der erste Frost einsetzt – finden Pilzsammler den Maronenröhrling. Der ungiftige Speisepilz versteckt sich gern in Misch- und Nadelwäldern, vor allem unter Fichten oder Lärchen.

Wie erkennt man Maden im Pilz?

Doch ist der Maronenröhrling nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Schnecken und Maden beliebt. Die Maden sehen Sie allerdings nicht auf den ersten Blick. Es lohnt sich daher, die Pilze schon im Wald der Länge nach aufzuschneiden und das Innere zu untersuchen – vor allem bei jüngeren Maronenröhrlingen. Ältere, größere Exemplare lassen Sie am besten stehen, da sie oftmals ohnehin von Maden befallen sind und geschmacklich auch nicht mehr überzeugen.

Wie lange ist der Maronenröhrling haltbar?

Die Pilze halten sich drei bis vier Tage im Kühlschrank. Bei einer großen Menge können Sie die rohen Pilze auch für später einfrieren. Bevor Sie das tun, sollten Sie diese gut vorbereiten:

  • Entfernen Sie den Stiel. Er sollte nicht verzehrt werden.
  • Ziehen Sie mit einem Küchenmesser die Haut von der Kappe.
  • Kontrollieren Sie den Pilz auf Fraßstellen oder Schimmelbefall.
  • Kurz vor dem Einfrieren können Sie die Pilze auch in Salzwasser blanchieren.

Waschen sollten Sie die Pilze vor der Zubereitung nicht, da sie sich schnell mit Wasser vollsaugen. Schmutz können Sie mit einem Küchentuch oder einer Bürste vorsichtig entfernen.

Maronenröhrling oder Steinpilz?

Der Maronenröhrling (Boletus badius), auch Marone, Braunkappe oder Blaupilz genannt, ist in Mitteleuropa weit verbreitet. Er wird oft mit dem Gemeinen Steinpilz (Boletus edulis) verwechselt, dem er sehr ähnlich sieht. Allerdings verfügt der Steinpilz an seinem Stiel über ein feines, netzartiges Muster; der Stiel des Maronenröhrlings ist dagegen längs gefasert.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal sind die Druckstellen auf den hellgelben Röhren des Maronenröhrlings, die sich blau-grünlich verfärben. Der kastanienbraune, glatte Hut, der an Esskastanien erinnert, kann bis zu 15 Zentimeter breit werden. Der Stiel erreicht eine Länge von ebenfalls bis zu 15 Zentimetern.

Maronenröhrling oder Gallenröhrling?

Der Maronenröhrling wird häufig auch mit dem Gemeinen Gallenröhrling (Tylopilus felleus) verwechselt, dessen Röhren jedoch rosafarben sind. Dieser ist zwar kein Giftpilz, aber so bitter, dass er als ungenießbar gilt. Der Maronenröhrling weist dagegen einen nussigen Geschmack auf.

Unser Tipp

Falls Sie unsicher sind, welche Pilzart Sie gesammelt haben – aber auch, um Ihre Schätze grundsätzlich auf Essbarkeit hin untersuchen zu lassen – sollten Sie sich von einem geprüften Pilzexperten Hilfe holen. Eine gute Anlaufstelle ist dafür die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM).

Bedenken Sie auch, dass es bei Speisepilzen je nach Bundesland bestimmte Höchstgrenzen darüber gibt, wie viel Sie für Ihren privaten Gebrauch sammeln dürfen.

Radioaktive Belastung – vor allem in Bayern

Mit dem Verzehr des Maronenröhrlings sollten Sie zurückhaltend sein. Nach Messungen des Umweltinstituts München sind nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 noch heute viele Pilze übermäßig mit radioaktivem Cäsium 137 belastet. Vor allem in Südbayern, das von dem Fallout besonders schwer betroffen war, wurde der nach Tschernobyl festgesetzte Grenzwert von 600 Becquerel Cäsium pro Kilogramm (Bq/kg) Frischmasse deutlich überschritten.

Der Grund: Der Farbstoff Norbadion A, der in der Huthaut des Maronenröhrlings die typische bräunliche Färbung bildet, speichert das radioaktive Cäsium 137. Laut Experten der DGfM darf die radioaktive Belastung von Speisepilzen auf keinen Fall unterschätzt werden. Radioaktiv belastete Lebensmittel können bereits in geringen Mengen gefährlich sein, vor allem für Schwangere und Kinder.

Messungen über die radioaktive Belastung von Waldpilzen werden in Bayern vom unabhängigen Umweltinstitut München und vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) durchgeführt und deren Ergebnisse im Internet veröffentlicht. Sie haben zudem die Möglichkeit, Ihre gesammelten Pilze, aber auch Waldbeeren und Wild, von August bis Oktober beim Umweltinstitut München e.V. kostenlos auf ihre radioaktive Belastung hin messen zu lassen.

Verwendete Quellen
  • dgfm-ev.de
  • umweltinstitut.org
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