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Giftiger Hexenröhrling: Nur bei dieser Zubereitung ist er verträglich

Pilze sammeln  

Giftiger Hexenröhrling: In diesem Fall ist er verträglich

17.10.2019, 12:33 Uhr | fo

Giftiger Hexenröhrling: Nur bei dieser Zubereitung ist er verträglich. Flockenstieliger Hexenröhrling im Wald: Der Pilz muss vor dem Verzehr gegart werden, um die Gifte zu zerstören. (Quelle: imago images/ARCO IMAGES)

Flockenstieliger Hexenröhrling im Wald: Der Pilz muss vor dem Verzehr gegart werden, um die Gifte zu zerstören. (Quelle: ARCO IMAGES/imago images)

Im Herbst ist Pilzsaison und viele Hobbysammler gehen wieder auf die Suche nach den leckeren Beilagen. Um essbare Pilze, wie den Hexenröhrling, zu erkennen, sollte man auf viele Details achten. Und auch die Zubereitung ist häufig wichtig.

Von Mai bis Oktober können Sie den Flockenstieligen Hexenröhrling im Flachland unter Eichen und Rotbuchen, im Bergland unter Fichten und Tannen entdecken. Doch Vorsicht – der Pilz ist nur unter bestimmten Umständen genießbar.

So zerstören Sie die Giftstoffe im Pilz

Aufgrund seines milden und angenehmen Geschmacks gehört der Flockenstielige Hexenröhrling zu den besonders geschätzten Speisepilzen. Das gilt allerdings nur im gegarten Zustand. Bei der Zubereitung sorgt die Hitze dafür, dass die nicht stabilen Giftstoffe zerfallen und aus einem giftigen ein essbarer Pilz wird. Dennoch können in seltenen Fällen Darmstörungen auftreten. Um dies zu vermeiden, sollten Sie während und nach dem Verzehr von Hexenröhrlingen auf Alkohol verzichten. 

Auch sein naher Verwandter, der Netzstielige Hexenröhrling, ist roh nicht essbar. Beide Sorten laufen im Schnitt rasch und dunkel an. Unterscheidungsmerkmal ist der Stiel, der beim Netzstieligen Röhrling von einem orangeroten bis purpurfarbenen Netz überzogen ist. 

Flockenstieligen Hexenröhrling erkennen

Im Gegensatz dazu ist der Stiel des Flockenstieligen Hexenröhrlings mit kleinen orange- oder karminroten Punkten besetzt. Er wird zwischen fünf und zwölf Zentimetern lang und zwischen zwei und vier Zentimetern dick. Bei Druck verfärbt er sich wie die grünlich-gelben Röhren des Pilzes schnell dunkelblau. Die ein bis drei Zentimeter langen Röhren haben enge Mündungen und sind am Stiel ausgebuchtet angewachsen.

Auch das feste Fleisch läuft beim Durchschneiden oder Brechen sofort dunkel an, meist grün-bläulich. Nach einiger Zeit verblasst diese Farbe jedoch wieder und tendiert eher zum Gräulichen. Außen ist der acht bis zwanzig Zentimeter breite Hut braun. Seine Form ist anfangs halbkugelig, dann polstermäßig gewölbt. Im jungen Alter und trockenen Zustand ist die Konsistenz samtig und feinfilzig, im feuchten eher klebrig-schmierig.



Fachwissen beim Pilze sammeln wichtig

Um einen essbaren von einem giftigen Pilz unterscheiden zu können, sind Fachkenntnisse notwendig. Ein Experte von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (GDfM) kann Ihnen weiterhelfen. Die zulässigen Höchstmengen beim Sammeln unterscheiden sich je nach Bundesland.

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