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Ist der Parasolpilz giftig? Tipps zum Sammeln und Zubereiten

Riesenschirmling  

Ist der Parasolpilz giftig?

13.07.2018, 13:50 Uhr | t-online.de

Ist der Parasolpilz giftig? Tipps zum Sammeln und Zubereiten. Parasolpilz (Quelle: imago images/blickwinkel)

Parasolpilz: Der Riesenschirmling darf nur gekocht verzehrt werden. (Quelle: blickwinkel/imago images)

Der Parasolpilz gehört unter den Speisepilzen zu den absoluten Delikatessen. Essbar ist er allerdings nur in gegartem Zustand. Je nachdem, in welchem Wachstumsstadium Sie ihn verzehren, liefert der Parasolpilz einen unterschiedlich intensiven Geschmack.

Dieses Pilzexemplar ist eine echte Delikatesse: Der Parasolpilz. Er wird vor allem wegen seines außergewöhnlichen Geschmacks geschätzt- Wichtig ist, ihn nicht mit dem ungenießbaren Spitzschuppige Stachel-Schirmling (Lepiota aspera). Denn beide sehen sich ähnlich und wachsen sogar an ähnlichen Standorten.

Spitzschuppiger Stachel-Schirmling: Der Pilz ist kein Speisepilz. (Quelle: imago/imagebroker)Spitzschuppiger Stachel-Schirmling (Quelle: imago/imagebroker)


Das macht den Pilz zur Delikatesse

Der Geschmack des Speisepilzes gilt als besonders fein. Er ist also nicht bloß essbar, sondern sogar eine wahre Delikatesse. Der Pilz schmeckt leicht nussig und sein Fleisch ist saftig. Das Aroma der Parasolpilze wird intensiver, je weiter der Schirm aufgespannt ist. Ist ihr Hut zu alt, werden sie allerdings zäh. Weil der Stiel des Riesenschirmpilzes ebenfalls zäh und außerdem holzig ist, zählt er nicht zu den essbaren Teilen des Sporengewächses. Er lässt sich aber leicht vom Schirm lösen.

Parasolpilz: Achten Sie darauf, den Speisepilz zum richtigen Zeitpunkt (rechts) zu sammeln. (Quelle: imago/Manfred Ruckszio)Parasolpilz unreif und reif (Quelle: imago/Manfred Ruckszio)

Tipps für die Zubereitung

Klassisch zubereitet wird der Parasolpilz paniert und wie ein Schnitzel gebraten. Dabei sollten Sie den Hut nicht mit Wasser waschen, sondern lediglich mit einem feuchten Tuch vorsichtig säubern, um den Geschmack zu erhalten. Verzehren Sie den Riesenschirmpilz aber niemals roh, da er dann giftig ist und zu Problemen im Magen-Darm-Trakt führen kann.

Woran Sie Parasolpilze erkennen

Bereits junge Parasolpilze haben einen recht langen Stiel. Ausgewachsen kann dieser eine Länge von bis zu 40 Zentimetern erreichen. Der Hut ist zunächst eiförmig und weist eine hellbraune Färbung auf. Die Haut des Huts reißt auf, wenn sich der Schirm öffnet, sodass sich kleine braune Schüppchen bilden. Er erreicht einen Durchmesser von zehn bis 30 Zentimetern. Am Stiel bildet sich im Laufe des Wachstums ein genattertes Muster. Wenn sich der Rand des Huts beim Aufspannen vom Stiel löst, bleibt ein kleiner Ring zurück, der sich mit der Hand am Stiel verschieben lässt.


Pilzfreunde finden den essbaren Parasolpilz im Zeitraum zwischen Juli und Oktober. Er wächst sowohl in Laub- als auch in Nadelwäldern, dort bevorzugt an Wegrändern, Lichtungen und Wiesen.

Vorsicht vor Verwechslungen

Wenn Sie Pilze sammeln, sollten Sie jederzeit achtsam sein und nur solche Exemplare ernten, bei denen Sie sich absolut sicher sind, dass es sich um den essbaren Speisepilz handelt. Beim Parasolpilz besteht bei jungen Exemplaren eine Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Knollenblätterpilz, dessen Verzehr tödlich ist. Daher ist es grundsätzlich dringend empfehlenswert, dass Sie die gesammelten Pilze einem Sachverständigen vorlegen. Er kann überprüfen, ob sich darunter nicht vielleicht doch ein zum Verwechseln ähnlicher Giftpilz befindet.

Vergessen Sie auch nicht, sich vor dem Pilze sammeln zu erkundigen, welche Mengen Sie überhaupt sammeln dürfen. In den Bundesländern können hierzu unterschiedlicher Regelungen gelten.

Wenn aus dem Ei ein Riesenschirm wird

Der Parasolpilz macht eine interessante Entwicklung durch: Junge Pilze haben einen eiförmigen, geschlossenen Hut. Sie erinnern wegen ihres langen Stiels an Paukenschlägel, weshalb sie in Italien auch Mazza di Tamburo genannt werden.

Im Laufe der Entwicklung öffnet sich der Hut und erinnert mit seinem beachtlichen Durchmesser an einen aufgespannten Sonnenschirm, einen Parasol. Aus diesem Grund nennen ihn Pilzfreunde auch ganz einfach Riesenschirmpilz.

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherche

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