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Silvester-Klassiker Raclette: Diese acht Fehler müssen Sie vermeiden!

Tristesse und Fettnäpfchen vermeiden  

Raclette: Das sind die acht größten Fehler

30.12.2020, 12:39 Uhr
Silvester-Klassiker Raclette: Diese acht Fehler müssen Sie vermeiden!. Raclette: Mit ein paar Tipps wird aus dem Klassiker ein echter Silvesterknaller. (Quelle: dpa/Franziska Gabbert)

Raclette: Mit ein paar Tipps wird aus dem Klassiker ein echter Silvesterknaller. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa)

Viele holen für Silvester den Tischgrill aus dem Keller. Oft erfüllt das Raclette die Erwartungen aber nicht. Acht Probleme mit dem Party-Klassiker – und wie Sie sie ganz einfach lösen.

Man kann sich entspannt unterhalten, dabei immer wieder naschen – und die Zeit bis zum Feuerwerk vergeht wie im Flug. So oder so ähnlich versuchen Gastgeber ihren Gästen und sich selbst die Idee für ein tolles Silvester-Raclette schönzureden.

Die Wirklichkeit sieht jedoch oft anders aus: Unmarinierte Fleischwürfel schmecken nach nichts, Partytomaten und Champignonscheiben verbreiten Langeweile im Mund. Die Schüsseln mit spannenderen Zutaten stehen grundsätzlich immer am falschen Ende des Tischs und gegen 21 Uhr fühlen sich alle zum Platzen vollgegessen.

Doch mit ein paar Tipps können Sie Tristesse und Fettnäpfchen um den heißen Stein ganz einfach vermeiden.

Problem 1: Die Gäste horten die Zutaten

Weil sie Angst haben, es reicht nicht für alle, horten manche die Zutaten. Diese Vorratshaltung sollten Sie einplanen. Deshalb gilt es, mehr Teller einzudecken, als Leute am Tisch sitzen. Sinnvoll kann es auch sein, mehrere Grillgeräte aufzustellen. So können die Gäste die Zwei-Pfännchen-Taktik anwenden. Vorteil: Während man ein Pfännchen schmaust, brutzelt schon das nächste.

Und wenn sich die Leute mit Turmbauten in ihren Pfännchen überbieten, sollte der Gastgeber eingreifen und eine Raclette-Einführung geben. Sie können zum Beispiel so starten: "So, liebe Leute. Und ihr wisst alle, wie es geht? Also, in die Pfännchen nie zu viel füllen."

Problem 2: Zu viele Fragen nach Zutaten am Tisch

"Reichst du bitte mal die Paprikawürfel?" oder "Gibst du mir bitte den dunkleren Käse?" Spätestens nach der dritten Bitte kommt man sich blöd vor und lässt es. Ein Extra-Buffet, etwa in der Küche, ist das Mittel gegen den Bettel-Modus. Dadurch bleiben auch alle in Bewegung – ein weiterer Vorteil.

Eine Alternative ist eine Drehplatte, auf der viele Schälchen Platz haben. Man kennt sie aus chinesischen Restaurants. Ansonsten können Sie als Gastgeber auch gleich zu Beginn auffordern, dass jeder, der gerade eine Platte oder ein Schälchen in der Hand hält, zugleich rechts und links etwas davon anbietet.

Problem 3: Die edlen Fleischfilets schmecken fade

Damit die Fleischstückchen nicht nach nichts schmecken, sollten Sie sie marinieren. Lecker schmeckt zum Beispiel eine orientalische Marinade. Dafür verrühren Sie frischen Koriander, Knoblauch, Kreuzkümmel und Paprikapulver mit zwei bis drei Esslöffeln Olivenöl und geben noch etwas Saft und den Abrieb einer Zitrone dazu. Legen Sie das Fleisch darin mindestens eine Stunde ein. Die Marinade eignet sich sowohl für Lende, Filet, Putenbrust als auch Fisch und Garnelen.

Eine andere Idee: Schneiden Sie Hähnchen- und Putenfilets in rund vier mal zwei Zentimeter große Streifen und lassen Sie sie über Nacht marinieren – in einer Mischung aus Rapsöl, Chili, Paprika und Limette. Tipp: Rinderfilets sind nicht optimal für Raclette, denn bei ihnen kommt es auf den perfekten Garpunkt an, den man besser bei Steaks trifft.

Problem 4: Die Grillplatte verkrustet

Umso länger der Abend dauert und umso mehr Leute an einem Tischgrill brutzeln, desto verkrusteter wird dessen Platte. Deshalb sollten Sie sie zwischendurch immer wieder sauber abschaben. Zur Krustenbildung tragen Gäste bei, die Käse auf die Grillplatte legen. Dort verbrennt er. Käse gehört nicht nach oben, sondern in die Pfännchen.

Problem 5: Falschen Käse verwenden

Geeignet zum Überbacken in den Raclette-Pfännchen sind folgende Käsesorten:

  • mittelalter Gouda
  • klassischer Raclettekäse aus der Schweiz
  • Bergkäse
  • Ziegengouda
  • schnittfester Schafskäse

Nicht zu empfehlen, weil er zu viele Fäden zieht, ist Mozzarella. Unterschiedliche Auffassungen gibt es zu Blauschimmelkäse. Während manche ihn zu dominant finden, mögen andere ihn etwa in der Kombination mit Birne, Zitronensaft und ein paar Walnüssen.

Den Käse fürs Raclette sollten Sie möglichst früh kaufen. Manchmal ist Raclette-tauglicher Käse regional ausverkauft, da viele Leute Silvester eine Party mit heißem Stein und Pfännchen planen.

Problem 6: Das Essen liegt schwer im Magen

Gegen das Völlegefühl beim Raclette-Essen hilft dieser Tipp: Geben Sie unter jeden Käsebelag frischgehackten Ingwer, das nimmt dem Raclette die Schwere. Am besten hat jeder Gast sein eigenes Schälchen mit der gelben Wurzel.

Ein erfrischendes Mittel gegen zu fettigen Käse ist ein kräftiger Gurkensalat – mit reichlich Essig. Und damit jeder Happen nicht nur noch nach Käse schmeckt, sollten Sie dem Käse etwas entgegensetzen – zum Beispiel kandierte Zwiebeln. Dazu schneiden Sie rote Zwiebeln in Streifen und kochen sie mit Essig, Zucker und Salz eine halbe Stunde ein.

Problem 7: Fade Beilagen

Pure Champignonscheiben, ganze Kirschtomaten, Dosen-Mais und Co. führen nicht gerade zu Geschmacksexplosionen. Interessanter wird es für unentschlossene Gäste, wenn Sie schon komplette Gerichte, fertige Portionen für die Pfännchen oder vorbereitete Spieße anbieten. Das können Chili-Speck-Pfännchen, Grünkohl-Apfel-Pfännchen oder herzhafte Hackbällchen, die schon in blanchierten Chinakohl- oder Mangold-Blättern eingerollt sind, sein. Die Rezepte dafür finden Sie in der Fotoshow.

Eine andere Variante sind Lachs-Champignon-Spieße. Marinieren Sie die Würfel vor dem Aufspießen in einer Mischung aus Zitrone, Olivenöl, Honig, Chilipulver und Salz. Sind sie auf der Grillplatte fertig gebraten, reichen Sie dazu Ingwerbutter, die aus Butter, feingehacktem Ingwer, Zitronenschalenabrieb, Schnittlauch, Salz und Pfeffer zubereitet wird.

Weitere Tipps für leckere Beilagen:

  • Verwenden Sie statt Mais aus der Dose doch mal Fingermais, der oben auf den Stein kommt: Er wird erst gesalzen, wenn er fertig gebraten ist.
  • Marinieren Sie halbierte Kirschtomaten in Pfeffer, Salz und Olivenöl.
  • Blanchieren Sie Brokkoliröschen, die sie kalt abschrecken, das macht eine schöne Farbe.
  • Auch gut fürs Raclette sind Süßkartoffeln: Schneiden Sie sie in halbe Zentimeter breite Scheiben und dünsten Sie sie kurz an. Mit Käse überbacken sind sie eine Wucht.
  • Weitere Kartoffelideen: Garen Sie die Knollen vor und wickeln Sie sie in Speck ein oder mischen Sie sie mit Tomatensoße.

Problem 8: Fertigsoßen lassen alles nach Grillabend schmecken

Bieten Sie statt fertigen Grillsoßen lieber Salsa oder selbst gemachtes Chutney an – das bringt individuellen Geschmack für das Raclette-Essen. Wie wäre es mit Mangochutney? Dafür braten Sie Zwiebeln kurz an und fügen Chili, Mangowürfel sowie einen Schuss weißen Balsamico-Essig hinzu.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Cornelia Schinharl: Raclette, Gräfe und Unzer Verlag
  • Eigene Recherche
  • weitere Quellen
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