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Drilling wird Vater - von Drillingen

t-online, cst

Aktualisiert am 22.03.2016Lesedauer: 3 Min.
Die Drillinge Leopold, Lena und Lukas mit ihrem Vater Tobias, der ebenfalls ein Drilling ist.
Die Drillinge Leopold, Lena und Lukas mit ihrem Vater Tobias, der ebenfalls ein Drilling ist. (Quelle: Gräß/ Klinikum Amberg)
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Jedes Jahr kommen in Deutschland rund 200 Mal Drillinge auf die Welt - das ist gar nicht so selten. Dass ein Drilling aber selbst Drillinge bekommt, dagegen schon. Tobias Meindl heißt der glückliche Papa, dem dies gelungen ist.

Mit ihm freuen sich Mama Catherine und Söhnchen Felix, der jetzt dreifacher großer Bruder ist. Die neuen Stars der Familie aber sind Lena, Leopold und Lukas, die Mitte März im bayrischen Amberg geboren wurden.

Den Babys geht es gut

Obwohl die drei sechs Wochen zu früh auf die Welt kamen, wie häufig bei Mehrlingsgeburten, geht es ihnen sehr gut. Sie wiegen um die 2000 Gramm, haben keine Atem- oder Herzprobleme und brauchen keine Infusionen, heißt es aus dem Krankenhaus.

"Nach der Diagnose 'Drillinge' wussten wir, dass die Kinder wahrscheinlich früher kommen und dann auf die Kinderintensivstation müssen", sagt Catherine. "Aber hier fühlen wir uns einfach sehr wohl und gut aufgehoben."

Für Tobias, der im Klinikum arbeitet, war die Geburt ein Heimspiel. "Natürlich habe ich immer mal wieder die Vitalparameter überwacht oder dann doch das ein oder andere mal an den Monitor gefasst, um einen Alarm auszudrücken", gesteht er. "Aber in erster Linie war ich für meine Frau da und konnte da von Berufs wegen viel ruhiger auf sie einwirken."

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Plötzlich Großfamilie: Mama Catherine mit Felix und Leopold und Papa Tobia mit Lena und Lukas.
Plötzlich Großfamilie: Mama Catherine mit Felix und Leopold und Papa Tobia mit Lena und Lukas. (Quelle: Gräß/ Klinikum Amberg)

"Jetzt ist aber Schluss"

Schon früh in der Schwangerschaft war klar, dass es Drillinge werden würden. "Beim ersten Ultraschall meinte die Ärztin: 'Ich sehe ein Herz schlagen.' Da haben wir uns total gefreut und hatten Tränen in den Augen. Dann meinte die Ärztin: 'Ich seh noch ein Herz schlagen.' Da waren die Tränen dann wieder weg und wir haben uns gedacht, dass wir das schon schaffen. Als sie dann sagte: 'Da ist noch ein Herz, das schlägt', hat mein Mann gesagt: 'Jetzt ist aber Schluss'", lacht Catherine.

Spezielle Bindung unter Drillingen

Tobias weiß, wie es ist, in einer Großfamilie aufzuwachsen. "Wir sind insgesamt sieben Geschwister und verstehen uns alle sehr gut. Zu meinen gleichaltrigen Drillingsbrüdern habe ich aber schon eine spezielle Verbindung. Mein Drillingsbruder, der in Rostock lebt, hat sich zum Beispiel schon mal die gleiche Kaffeemaschine gekauft oder fast zeitgleich genau das gleiche Auto - in der gleichen Farbe wie ich."

Vier Kinderzimmer und eine Speisekammer

Catherine kann mit so vielen Geschwistern nicht mithalten, aber es hat sie beruhigt, dass sie schon ein Kind hat. "Da ist man strukturierter und weiß, was auf einen zukommt."

Dennoch wartete vor der Geburt viel Arbeit auf die Eltern: "Ein Drillingswagen musste her, wir brauchen gleich drei Babyschalen und drei Betten", zählt Tobias auf. Auch der geplante Hausumbau fiel nun größer aus, denn jetzt sind vier Kinderzimmer nötig - und eine größere Speisekammer. "Die haben wir auch extra vergrößert. Da kommen wir mit dem ursprünglichen kleinen Raum nicht mehr aus."

Großer Bruder: Felix darf Leopold das Fläschchen geben.
Großer Bruder: Felix darf Leopold das Fläschchen geben. (Quelle: Gräß/ Klinikum Amberg)

Felix wollte nur Brüder

Wenn die drei Neuankömmlinge genügend Gewicht zugelegt haben, dürfen sie nach Hause, wo sie von ihrem großen Bruder Felix schon erwartet werden. Obwohl dieser eigentlich nur Brüder wollte, erzählen die Eltern. "Die Lena wollte er gleich an eine Bekannte verschenken. Mittlerweile freut er sich aber auf alle drei, Lena soll nun sogar neben ihm im Auto sitzen."

"Ende mit der Familienplanung"

Und die weitere Familienplanung? "Auch wenn ich selbst aus einer Großfamilie komme und das für uns Kinder immer toll war: Hier ist für uns jetzt Ende mit der Familienplanung. Unser Haus reicht nur für vier Kinderzimmer“, lacht Papa Tobias.

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  • Claudia Zehrfeld
Von Claudia Zehrfeld
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