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Geburtenzahlen pro Monat: Das ist der häufigste Geburtstag

Geburtenranking  

In diesen Monaten werden die meisten Babys geboren

12.09.2019, 11:43 Uhr | Maria M. Held, t-online.de, cch

Geburtenzahlen pro Monat: Das ist der häufigste Geburtstag. Neugeborenes: Im Juli, August und September kommen besonders viele Babys auf die Welt. (Quelle: Getty Images/ArtMarie)

Neugeborenes: Im Juli, August und September kommen besonders viele Babys auf die Welt. (Quelle: ArtMarie/Getty Images)

Bestimmt kennen Sie einige Menschen, die im September geboren sind. Die Statistik spricht dafür. Denn Geburtsdaten weisen typische Häufungen auf, die über Jahrzehnte gleich bleiben. Sogar ein berühmtes Mathematiker-Denkspiel befasst sich mit der Häufung von Geburtstagen.

Alljährlicher Geburtstagsmarathon im September: Uropa, Oma, Bruder und die eigenen Kinder haben kurz hintereinander Geburtstag. Vererbt sich das eigentlich? Ist unsere Familie die einzige, die so seltsam tickt und nur einen Geburtsmonat kennt? Nein. Statistiker zeigen: Die ganze Welt ist ziemlich einfallslos, was Geburtsdaten und damit wohl auch Zeugungsdaten anbelangt.

Das ist der häufigste Geburtstag

Der seltenste Geburtstag ist keine Überraschung, es ist der 29. Februar, der ja nur alle vier Jahre vorkommt, gefolgt von den Weihnachtstagen und dem 1. Januar.

Ein ganz bestimmter Tag sticht heraus als der häufigste Geburtstermin überhaupt. Statistiker haben Zahlen aus Jahrzehnten zusammengetragen und aufbereitet, um dieses Datum für die USA zu ermitteln. Es ist der 16. September, dieser Tag ist der häufigste Geburtstag unter Amerikanern, die zwischen 1973 und 1999 geboren wurden.

Für Deutschland lässt sich das nicht ganz so genau sagen. In den vergangenen Jahren war der September hierzulande der stärkste Geburtsmonat, wenn man sich auf die Geburten pro Tag bezieht. 2018 war allerdings der Juli der stärkste Geburtsmonat, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen. Auch nach den absoluten Zahlen kamen im Juli die meisten Kinder auf die Welt.

Baby-Saison: Statistik zeigt Geburten im Jahreslauf

Um genau zu sein: Im Juli 2018 erblickten 73.589 Babys das Licht der Welt, das sind im Durchschnitt 2.374 pro Tag. Und damit über 210 Babys mehr als im Jahresdurchschnitt pro Tag geboren wurden. Im Februar, dem Monat, in dem die wenigsten Babys das Licht der Welt erblickten, fanden 285 Geburten weniger pro Tag statt. Im August wurden insgesamt 71.466 Kinder geboren, also durchschnittlich 2.305 pro Tag.

Im September kamen etwas weniger Babys zur Welt (70.165). Dennoch war der September nach dem Juli der geburtenreichste, schaut man sich die Geburten pro Tag an: Durchschnittlich erblickten in diesem Monat rund 2.339 Babys das Licht der Welt.

Geburtenzahlen: Wann die meisten Babys zur Welt kommen

Das bedeutet im Umkehrschluss: Im kalten Winter wird gekuschelt. Rund um Weihnachten, Silvester und im Januar werden die meisten Kinder gezeugt.

Die Tabelle zeigt die Geburten nach Monaten. Da die Monate Juli und August einen Tag länger sind als der September, ist im Juli und im August die Zahl der Geburten am höchsten. Pro Tag werden aber im Juli und im September die meisten Kinder geboren.

Geburten nach Monaten im Jahr 2018:

Top 12MonatGeburten pro Monat
1Juli73.589
2August71.466
3September70.165
4Juni68.305
5Mai67.393
6Oktober67.115
7Januar65.402
8März63.639
9April62.141
10November60.129
11Dezember59.690
12Februar58.489
Quelle: Statistisches Bundesamt, Geburten in Deutschland, 2018

Statistische Verteilung der Geburten hat sich verlagert

Doch diese Verteilung hat sich erst seit den 1980er Jahren herausgebildet. Vor dem Zweiten Weltkrieg und den Jahrzehnten danach sah sie deutlich anders aus. Da waren die stärksten Geburtsmonate Februar und März. Nach einer Flaute in der Geburtskurve schnellte die Geburtenrate im September aber auch schon damals wieder hoch.

2018 liegt der Juli in Sachen Geburtenrate erstmals seit Jahren vor dem September.

Geburtsterminrechner: Den voraussichtlichen Geburtstermin einfach selbst berechnen

Das ist das Geburtstagsparadox

Auch Mathematiker beschäftigen sich mit der Wahrscheinlichkeit von Geburtstagen. Sie können berechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist, dass zwei Menschen innerhalb einer Gruppe am gleichen Tag auf die Welt gekommen sind. Sie nennen es das Geburtstagsparadox.

Lehrer kennen das: In jedem Schülerjahrgang gibt es bestimmt zwei Kinder, die am selben Tag Geburtstag haben. Paradox. Das Jahr hat 365 Tage, eine Schulkasse durchschnittlich 30 Kinder.



Dasselbe gilt im Kollegenkreis. 23 ist die magische Zahl im Geburtstagsparadox. 23 Leute in einem Raum – und die Wahrscheinlichkeit, dass zwei am selben Tag geboren sind, liegt bei 50 Prozent. Um auf 99 Prozent zu kommen, muss man die Zahl der Gruppenmitglieder nicht einfach verdoppeln, nein, sie liegt dann bei 57 Personen. So lässt sich das mathematische Problem kurz zusammenfassen. Wer es genauer wissen will, berechnet die Wahrscheinlichkeit, dass zwei Personen am gleichen Tag Geburtstag haben, nach der Laplace-Formel aus der Stochastik.

Übrigens liegt dem eine ganz ähnliche Formel zugrunde wie der Wahrscheinlichkeit, beim Memory-Spiel auf Anhieb zwei gleiche Karten aufzudecken.

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