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Unsicherheit ist kein unabwendbares Schicksal

t-online, Simone Bla├č

Aktualisiert am 04.02.2013Lesedauer: 4 Min.
Selbstbewusstsein l├Ąsst sich trainieren.
Selbstbewusstsein l├Ąsst sich trainieren. (Quelle: /imago-images-bilder)
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"Ich trauÔÇś mich nicht!" Ein Satz, der oft von sehr weit unten kommt. Fr├╝her nannte man die Stelle Rockzipfel, heute ist es meist die in Jeans gekleidete Wade, an der das Kind h├Ąngt und versucht, sich zu verstecken. Wieso hat mein Kind kein Selbstbewusstsein, fragen sich viele Eltern und bef├╝rchten, aus dem ├Ąngstlichen Kind wird auch ein ├Ąngstlicher Erwachsener. Doch die Experten sind sich einig: Mut und Selbstwertgef├╝hl, das kann man lernen.

Hier k├Ânnen Sie zudem testen, wie unsicher beziehungsweise selbstbewusst Ihr Kind ist.

Unsichere Kinder sind zun├Ąchst pflegeleichter

Unsicherheit ist ein Ph├Ąnomen, das in irgendeiner Form mehr als die H├Ąlfte aller Grundschulkinder trifft, m├Ąnnliche wie weibliche. Ist ein Kind dabei nicht auff├Ąllig unsicher, dann gilt es - was den Eindruck der Eltern und Erzieher angeht - in diesem Alter sogar eher als pflegeleicht. Andrea Micus und G├╝nther Hoppe f├╝hren diese Tatsache in ihrem Buch "Jedes Kind kann stark sein" genauer aus: "Im Unterschied zu sehr lebhaften oder aggressiven Kindern bereiten sie ihren Eltern auf den ersten Blick nur wenig Kopfzerbrechen. Wer seine Gef├╝hle zur├╝ckh├Ąlt, l├Ąsst sich nicht emotional gehen, und wer keine Bed├╝rfnisse ├Ąu├čert, hat auch keine gro├čen W├╝nsche, die von den Eltern befriedigt werden m├╝ssen." Deswegen wird die soziale Unsicherheit von Fachleuten auch als "heimliche Verhaltensst├Ârung" bezeichnet. Doch irgendwann, sp├Ątestens ab der weiterf├╝hrenden Schule, f├Ąllt das unsichere Verhalten auf und verst├Ąrkt sich dadurch. Das kann dann zu einem verh├Ąngnisvollen Kreislauf f├╝hren. Wird dieser nicht durchbrochen, kann es passieren, dass das Kind sich zu einem Sonderling, einem Au├čenseiter entwickelt.

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Der Ursprung der Unsicherheit

"Man kann ein Kind so erziehen, dass es unsicher wird." Der Vorsitzende der Bundeskonferenz f├╝r Erziehungsberatung, Ulrich Gerth, kennt diesbez├╝glich viele Methoden. "Leider werden Kinder immer noch manchmal erniedrigt, m├╝ssen sich Spr├╝che anh├Âren wie 'Wie kann man nur so doof sein?' oder 'Stell dich doch nicht so an!'. Aber Kinder werden auch verunsichert, wenn Eltern in Konfliktsituationen ihre Macht ausspielen und sie niederdiskutieren. Oder wenn man ihnen keine Selbstst├Ąndigkeitserziehung zukommen l├Ąsst."

Bereits bei Babys wird der Grundstein gelegt f├╝r ein sp├Ąteres Selbstbewusstsein und das wiederum ist die Grundlage f├╝r Selbst-Sicherheit. Schreit ein S├Ąugling und werden seine Bed├╝rfnisse nach Nahrung, W├Ąrme und Zuneigung befriedigt, dann erh├Ąlt er die Zuwendung und Aufmerksamkeit, die er braucht. Das Gleiche gilt f├╝r Kinder jedes Alters und letztendlich auch f├╝r uns Erwachsene. Um sicher auftreten zu k├Ânnen, brauchen wir die Sicherheit eines sozialen Netzes. Emotionale Zuwendung und positive Erfahrungen sind die wichtigsten Baustein eines sich im Aufbau befindlichen Selbstbewusstseins. Entsprechend macht es keinen Sinn, seinem Kind alles abnehmen zu wollen. Kleine Aufgaben, die von ihm gut bew├Ąltigt werden k├Ânnen, st├Ąrken das Selbstbewusstsein. Das kann der Gang zur B├Ąckerei am Ende der Stra├če genauso sein wie das Anrufen bei einer anderen Familie, um sich mit der Freundin zu verabreden.

Schlechte Erfahrungen hingegen machen es schlimmer, lassen den Menschen noch unsicherer werden und zu einer Methode greifen, die sich am ehesten durch "wegducken" beschreiben l├Ąsst.

Unsichere Kinder brauchen Eltern, die an sie glauben

Viele Eltern fragen sich, warum gerade ihr Kind so unsicher sind. Sch├Ątzen Sie sich selbst doch als sehr selbstbewusst ein und h├Ątten eigentlich auch gerne ein Kind, das immer vorne mit dabei ist: Das bei der Weihnachtsauff├╝hrung nicht den dritten Baum von links spielt, sondern Maria oder Josef, das auf dem Betriebsfest durch seine Offenheit die Kollegen zum Bewundern bringt und das sich wehrt, wenn andere es piesacken. "Wenn man dann w├╝tend wird und sich ├╝ber das Verhalten des Kindes ├Ąrgert, dann bringt das aber nichts. Im Gegenteil: Die Unsicherheit wird durch den Druck der ver├Ąrgerten Eltern nur noch mehr verst├Ąrkt", so der Diplom-Psychologe.

Vorsichtig sollte man auch bei Kritik sein und immer nur das Verhalten, nicht aber das Kind selbst kritisieren. S├Ątze, die mit "Du bist immerÔÇŽ" oder "Nie kannst duÔÇŽ" beginnen, taugen in der Regel nichts. Hinzu kommt, so der P├Ądagoge und Schulleiter G├╝nther Hoppe, dass man nur einen Ton w├Ąhlen sollte, den man selbst akzeptieren w├╝rde. Respekt ist hier das Schlagwort. "Kinder sind verletzlich. Und gerade unsichere Kinder ziehen sich dann noch mehr in ihr Schneckenhaus zur├╝ck."

Das Kind so annehmen, wie es ist

Sch├╝chterne Kinder brauchen einen gewissen Vertrauensvorschuss, die Unsicherheit l├Ąsst sich nicht innerhalb k├╝rzester Zeit bezwingen. Daf├╝r braucht man Geduld und Verst├Ąndnis. Wobei es Eltern oder Lehrern oft bei einem M├Ądchen ein wenig leichter f├Ąllt, einen Wesenszug wie Sch├╝chternheit bis zu einem gewissen Grad zu akzeptieren. Doch egal, ob Junge oder M├Ądchen: "Nehmen Sie die Unsicherheit an, sie ist nicht schlimm", erkl├Ąrt Ulrich Gerth. "Wichtig ist, dem Kind erst einmal die N├Ąhe zu geben, die es braucht. Dann kann man es behutsam ermutigen und Situationen herbeif├╝hren, in denen es sich Schritt f├╝r Schritt bew├Ąhren kann." Man kann zudem auch mal zugeben, dass es Situationen gibt, in denen man selbst unsicher ist oder war. Gemeinsam mit dem Kind l├Ąsst sich dann gut ├╝berlegen, wie man mit einer solchen Situation umgehen k├Ânnte.

Trauen Sie Ihrem Kind etwas zu!

Wagt sich das Kind langsam aus seinem Schneckenhaus, dann sollte man es entsprechend unterst├╝tzen und vor allem nicht ├╝berfordern. Entscheidend ist auch, das unsichere Kind nicht mit anderen zu vergleichen. Es ist ganz egal, ob die gro├če Schwester oder der gleichaltrige Nachbarsjunge schon lange deutlich selbstst├Ąndiger sind. S├Ątze wie "Jonas geht schon seit der zweiten Klasse allein einkaufen" erniedrigen das Kind und setzen es nur einem unn├Âtigen Konkurrenzdruck aus. Besser ist es, das sch├╝chterne Kind zu st├Ąrken und zu loben, ihm etwas zuzutrauen und es auch zu bemerken, wenn es etwas geleistet hat, was f├╝r dieses Kind nicht selbstverst├Ąndlich ist. S├Ątze wie "Das schaffst du" oder "Ich bin sicher, dass du das kannst" helfen dem Kind weiter. Allerdings nur, wenn es merkt, dass die Eltern ihm wirklich etwas zutrauen.

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