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Thanksgiving 2023: Bräuche und Essen in den USA


Thanksgiving: Das sind typische Bräuche zum Fest

t-online, CM

Aktualisiert am 23.11.2023Lesedauer: 3 Min.
Nationaler Feiertag: In den USA wird Thanksgiving ausgiebig gefeiert.Vergrößern des BildesNationaler Feiertag: In den USA wird Thanksgiving ausgiebig gefeiert. (Quelle: Choreograph/Symbolbild/getty-images-bilder)
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Thanksgiving wird in den USA immer im November gefeiert. Verschiedene Bräuche spielen hierbei eine Rolle, der wichtigste findet am Esstisch statt.

Der Name Thanksgiving, zu Deutsch so viel wie Danksagung, ist bei diesem amerikanischen und kanadischen Feiertag im Herbst Programm. Es geht um den Ausdruck von Dankbarkeit. Der Name "Thanksgiving" sagt demnach schon viel über die Bedeutung des Feiertages aus.

Thanksgiving 2023: Feierliche Danksagung

Immer am vierten Donnerstag im November findet der Thanksgiving Day in Amerika statt. Der Tag danach ist der sogenannte Black Friday, der mit vielen Schnäppchen die Weihnachtseinkaufssaison einläutet. Die Kanadier feiern Thanksgiving bereits im Oktober – immer am zweiten Montag des Monats.

Thanksgiving wird traditionell mit der ganzen Familie bei einem großen Festessen gefeiert. Dieses besteht üblicherweise aus einem gefüllten Truthahn mit Cranberrysoße. Als Beilage werden Süßkartoffeln und Gemüse gereicht. Abgerundet wird das Festessen mit Süßspeisen wie Kürbiskuchen, Apfelkuchen, Pekannusskuchen.

Einer der wichtigsten Bräuche an diesem Feiertag ist aber das Dankgebet zu Tisch. Dieses wird häufig vom Familienoberhaupt gesprochen. In den meisten Familien offenbart dann jeder Anwesende reihum, wofür er danken möchte, was ihn im vergangenen Jahr hat aufhorchen lassen und was seine Wünsche für die Zukunft sind.

Thanksgiving ist mit dem christlichen Erntedankfest vergleichbar.

Wann ist Thanksgiving (in den USA)?

Thanksgiving Day 2023: 23. November
Thanksgiving Day 2024: 28. November
Thanksgiving Day 2025: 27. November

Truthahn wird vom Präsidenten begnadigt

Wenige Tage vor Thanksgiving tritt der amtierende US-Präsident vor die Presse. In einer Proklamation spricht er über wichtige zurückliegende Ereignisse, dankt der Nation für die Unterstützung und bereitet die Menschen auf das Kommende vor.

Eine weitere Tradition im Weißen Haus ist seit dem 19. Jahrhundert die Entgegennahme von Truthähnen (National Thanksgiving Turkey Presentation). An der Aktion sind die Industrieverbände National Turkey Federation und Poultry and Egg National Board beteiligt. Sie präsentieren dem amtierenden Präsidenten einen besonders schönen Truthahn (ein zweiter Truthahn ist eine Art Ersatztruthahn).

Eigentlich ist dieser zum Verzehr bestimmt, er und der Ersatztruthahn werden aber traditionell begnadigt. Abraham Lincoln, 16. Präsident der USA, soll nach Angaben des Weißen Hauses auf Bitten seines Sohnes der erste Präsident gewesen sein, der einen Truthahn begnadigt hat. Durch George Bush senior soll die Begnadigung 1989 zur festen Tradition geworden sein.

Thanksgiving-Parade in New York

Auch andere Bräuche an Thanksgiving haben mit dem Truthahn zu tun. So ist es üblich, das getrocknete Gabelbein des Truthahns, den sogenannten Wishbone, zu brechen. Dazu ziehen zwei Anwesende den Knochen mit dem kleinen Finger auseinander. Derjenige, der anschließend das größere Stück in den Händen hält, hat einen Wunsch frei.

In vielen Familien wird auch die Thanksgiving-Parade in New York City am Fernseher mitverfolgt. Die Parade in der US-Metropole startet traditionell an der 77. Straße. Dann verläuft der Umzug westlich des Central Parks über die 6th Avenue und endet beim Einkaufszentrum Macy's.

Die Familie steht im Mittelpunkt an Thanksgiving

Thanksgiving ist in den USA ein wichtiges Familienfest, für viele sogar wichtiger als Weihnachten. Zum Teil werden zum gemeinsamen Essen auch Freunde und gute Bekannte eingeladen – niemand soll an diesem wichtigen Feiertag alleine sein.

Viele Arbeitnehmer nehmen sich den Freitag nach Thanksgiving frei, an Schulen und Universitäten fällt der Unterricht für vier bis fünf Tage aus. Da viele zu ihren Familien fahren, kommt es rund um den Festtag meist zu Staus auf den Straßen und Engpässen an den Flughäfen.

Geschichte von Thanksgiving

Der Ursprung von Thanksgiving geht bis ins Jahr 1621 zurück. Der Legende nach landeten die Pilgerväter, die ersten englischen Siedler, 1620 in Plymouth Rock, Massachusetts. Die dort lebenden Indianer vom Stamm der Wampanoag nahmen die Pilgerväter auf, die nach der langen Reise sehr ausgehungert waren.

Sie hätten den Winter ohne die Hilfe vermutlich nicht überlebt. Die Ureinwohner zeigten ihnen den Mais- und Getreideanbau. Die Ernte im darauffolgenden Jahr fiel sehr üppig aus – und um ihre Dankbarkeit auszudrücken, feierten die Pilger mit den Ureinwohnern ein dreitägiges Erntedankfest.

Die Geschichte ist zwar historisch nicht belegt, aber für viele Amerikaner die Geburtsstunde von Thanksgiving. Den ersten Thanksgiving-Tag führte Präsident George Washington in den Staaten am 3. Oktober 1789 ein. Abraham Lincoln erklärte den letzten Donnerstag im Monat 1863 zum nationalen Thanksgiving-Tag. Seit 1941 ist das Erntedankfest ein nationaler Feiertag.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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