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Volkstrauertag 2020: Welche Bedeutung hat der Gedenktag?

Mahnen und gedenken  

Warum begehen wir den Volkstrauertag?

15.11.2020, 18:14 Uhr
Volkstrauertag 2020: Welche Bedeutung hat der Gedenktag?. Volkstrauertag: Er wird in Deutschland schon seit 1919 begangen. (Quelle: imago images/Christian Spicker)

Volkstrauertag: Er wird in Deutschland schon seit 1919 begangen. (Quelle: Christian Spicker/imago images)

Der Volkstrauertag wurde schon kurz nach Ende des Ersten Weltkriegs eingeführt und ist immer zwei Wochen vor dem ersten Advent. Doch woran soll der Gedenktag genau erinnern?

2020 fällt der Volkstrauertag auf den 15. November. An diesem Tag wird in Deutschland der Opfer von Krieg und Gewalt gedacht. Er soll zudem Mahnung zu Versöhnung, Verständigung und Frieden in der Welt sein.

Wann ist Volkstrauertag?

Der Volkstrauertag findet immer eine Woche vor Totensonntag und zwei Wochen vor dem ersten Advent statt – dieses Jahr am 15. November.

Die Daten für die nächsten Jahre können Sie der Tabelle entnehmen.

JahrDatum
202114. November
202223. November
202319. November
202417. November

Warum gibt es den Volkstrauertag? 

Der Volkstrauertag wurde auf Anregung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) 1919 eingeführt und erstmals 1922 als Gedenktag zu Ehren der Opfer des Ersten Weltkrieges begangen. In jenem Jahr hielt der Reichstagspräsident Paul Löbe bei der ersten Andacht im Deutschen Reichstag eine richtungsweisende Rede im Hinblick auf Verständigung, Versöhnung und Erinnerung. Zu jener Zeit fand der Volkstrauertag noch am fünften Sonntag vor Ostern statt.

Volkstrauertag: Ursprünglich wurde er begangen, um Solidarität mit den Hinterbliebenen der Opfer des Ersten Weltkriegs zu zeigen. Inzwischen gedenkt die Bundesrepublik aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. (Quelle: imago images/Lutz Sebastian)Volkstrauertag: Ursprünglich wurde er begangen, um Solidarität mit den Hinterbliebenen der Opfer des Ersten Weltkriegs zu zeigen. Inzwischen gedenkt die Bundesrepublik aller Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft. (Quelle: Lutz Sebastian/imago images)

Die Nationalsozialisten schafften den Volkstrauertag nach 1933 ab und ersetzten ihn 1934 durch den "Heldengedenktag". So wurde er seiner ursprünglichen Bedeutung beraubt und für die Zwecke der Nazis missbraucht. Nach Gründung der Bundesrepublik wurde der Volkstrauertag erstmals 1950 wieder begangen und 1952 zum staatlichen Gedenktag erklärt.

Die damalige Regierung und die Länder einigten sich, den Trauertag auf den vorletzten Sonntag des evangelischen Kirchenjahres beziehungsweise auf den 33. Sonntag im Jahreszyklus der Katholiken festzulegen. Einer der Beweggründe war es, sich deutlich vom nationalsozialistischen "Heldengedenktag" abzugrenzen.

Ist der Volkstrauertag ein Feiertag? 

Ein gesetzlicher Feiertag ist der Volkstrauertag nicht. Arbeitsfrei haben die meisten aber, da es sich immer um einen Sonntag handelt. Der Volkstrauertag ist ein staatlicher Gedenktag und gehört zu den "stillen Feiertagen". 

Alle Bundesländer untersagen an diesem Tag – zumindest über einen gewissen Zeitraum – öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen, wie beispielsweise Musik-, Sport-, aber auch gewerbliche Veranstaltungen, sofern sie nicht dem "ernsten Charakter" des Tages entsprechen.

Wie wird der Volkstrauertag begangen?

Volkstrauertag: Die Zentrale Gedenkstunde findet im Plenarsaal des deutschen Bundestages statt. (Quelle: imago images/Christian Spicker)Volkstrauertag: Die Zentrale Gedenkstunde findet im Plenarsaal des deutschen Bundestages statt. (Quelle: Christian Spicker/imago images)

Am Volkstrauertag werden die Fahnen in Deutschland auf halbmast gesetzt. Zudem gibt es bundesweite Kranzniederlegungen und Gottesdienste.

Außerdem findet eine Zentrale Gedenkstunde im Plenarsaal des Deutschen Bundestages statt, bei der hohe Repräsentanten wie der Bundespräsident eine Rede halten.

Verwendete Quellen:
  • Eigene Recherche
  • Nachrichtenagentur dpa

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