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Diese Bestattungsgesetze gelten in Deutschland

md (CF)

Aktualisiert am 23.10.2012Lesedauer: 2 Min.
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Die Bestattungsgesetze in Deutschland sind im Vergleich zu unseren Nachbarländern noch immer sehr streng. Für die Beisetzung gelten festgelegte Regeln, die Sie bei der Bestattung beachten müssen.

Das schreiben die Bestattungsgesetze vor

Das deutsche Bestattungsgesetz regelt im Wesentlichen drei wichtige Punkte: Die Bestattungspflicht, die Friedhofspflicht sowie die Kostentragungspflicht. Die verschiedenen Bundesländer handhaben die Bestattungsregeln jedoch nicht immer einheitlich. Unterschiede finden sich beispielsweise im Friedhofswesen oder bei den Ordnungswidrigkeiten. Ansonsten ähneln sich die Inhalte recht stark.


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Schon im Mittelalter wurde in Deutschland das Gesetz zur Bestattungspflicht erlassen. Es schreibt die ordentliche Beisetzung eines Leichnams vor. Bestattungspflichtig sind die ersten Angehörigen wie der Ehepartner oder die Kinder. Sie haben dafür Sorge zu tragen, dass ein Arzt bei einer Leichenschau den Tod des verstorbenen Angehörigen bescheinigt und dieser danach im Rahmen der Friedhofspflicht beerdigt wird. Bereits seit 1806 untersagt diese aus hygienischen Gründen die Beisetzung innerhalb bebauter Flächen. Verstorbene müssen demnach auf einem privaten, kommunalen oder konfessionellen Friedhof bestattet werden. Ausnahmen hiervon bilden Baum- und Seebestattungen. Diese Beisetzungsformen unterstehen jedoch strengen Richtlinien und sind nicht für jeden zugelassen. (Welche Begräbnisarten gibt es?)

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Kostenpflicht in Bestattungsgesetzen festgelegt

Mit der Bestattungspflicht geht gleichzeitig die Kostenpflicht auf die Hinterbliebenen über. Die Bestattungsgesetze sehen vor, dass die Erben oder die nächsten Verwandten für die Beisetzungskosten aufkommen müssen. In manchen Fällen können die Hinterbliebenen die Kosten für eine Bestattung jedoch nicht übernehmen, da sie nicht über die finanziellen Mittel verfügen. In diesem Fall übernimmt das zuständige Sozialamt die Kosten für die Beerdigung. Informationen dazu sollten jedoch rechtzeitig eingeholt werden, da die Bearbeitung einige Tage dauern kann. Wenn der Verstorbene keine bestattungspflichtigen Angehörigen hatte und niemand sonst die Beerdigungskosten übernehmen kann, veranlasst das zuständige Ordnungsamt die Beisetzung. (Mit welchen Beerdigungskosten Sie rechnen müssen)

Wichtige Vorkehrungen für eine Beisetzung

Problematisch könnte in manchen Bundesländern die Beerdigung bei eingetragenen Partnerschaften sein. In Brandenburg, Sachsen und Bayern werden diese Lebenspartnerschaften im Bestattungsgesetz nicht anerkannt. Daher sollten Sie bereits zu Lebzeiten eine entsprechende Bestattungsverfügung aufsetzen. Darin können Sie festhalten, welche Person die Beerdigung durchführen soll. Auch für den Fall, dass Sie spezielle Wünsche beispielsweise bezüglich der Art Ihrer Beisetzung haben, sollten Sie dies in einer Bestattungsverfügung klar definieren. (Wie sinnvoll ist ein Partnerschaftsvertrag?)

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