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Kreuzkröte lässt sich gut am Rückenstreifen erkennen

Amphibien  

Kreuzkröte lässt sich gut am Rückenstreifen erkennen

09.09.2013, 11:04 Uhr | tm (CF)

Kreuzkröte lässt sich gut am Rückenstreifen erkennen. Die rötlichen Warzen und der gelbe Streifen veraten die Kreuzkröte (Quelle: imago images/blickwinkel)

Die rötlichen Warzen und der gelbe Streifen veraten die Kreuzkröte (Quelle: blickwinkel/imago images)

Wer nicht ganz genau hinschaut, kann die Kreuzkröte leicht mit einer Erdkröte verwechseln. Gleichen sich die beiden Arten zwar in ihrer grün-braun marmorierten Grundfarbe, ist der längs über den Rücken der Kreuzkröte verlaufende, gelbliche Strich ein eindeutiges Unterscheidungsmerkmal.

Ruf der Kreuzkröte kilometerweit hörbar

Neben dem hellen Rückenstreifen sind die orangefarbenen, zum Teil auch rötlich-braunen Warzen auf ihrer Rückseite typische Merkmale der Kreuzkröte. Zudem ist sie etwas kleiner als die weiter verbreitete Erdkröte. Die Männchen werden etwa vier bis sieben Zentimeter groß, die Weibchen fünf bis acht. Bei beiden Geschlechtern steht die elliptische Pupille waagerecht in einer gelblich-grünen Iris. 

Trotz extrem kurzer Hinterbeine können sich die Tiere sehr schnell fortbewegen. In kurzen Etappen erschließen sie laufend oder rennend neue Lebensräume. Von allen heimischen Amphibien ist die Kreuzkröte die lauteste: Ihre rollenden, kehligen Laute sind bis zu zwei Kilometer weit hörbar. Fortpflanzungszeit ist von April bis Mai, besonders aktiv sind die Kreuzkröten bei starken Regenfällen und Sommergewittern. Das Weibchen legt Laichschnüre, die aus 2.800 bis 4.000 Eiern bestehen, in Flachgewässer und Überschwemmungsgebiete. Innerhalb weniger Wochen ist die Metamorphose zur Kaulquappe und schließlich zur Jungkröte vollzogen. Das beugt der Gefahr vor, dass die Laichgewässer austrocknen und der Laich stirbt.

Lebensraum: Trocken-warme Gebiete und Kleingewässer

Im ausgewachsenen Alter bevorzugt die Kreuzkröte trockene und warme Lebensräume sowie locker-sandige Böden. Möglich macht dies eine Blase, in der sie bis zu 37 Prozent des Körpergewichts in Form von Wasser speichert. Außerdem kann sie über die Haut Feuchtigkeit aus dem Sand aufnehmen und sich an heißen Tagen in selbst gegrabene, etwa 20 Zentimeter tiefe, kühle Gänge zurückziehen.

Wichtige Voraussetzungen für das Fortbestehen der Art sind offene, vegetationsarme bis freie Flächen, auf denen die Tiere überwintern und sich verstecken können. Dazu gehören Abgrabungsflächen, Bergbaufolgelandschaften, Brachen, Baugelände, Truppenübungsplätze sowie Ruderalflächen im menschlichen Siedlungsbereich. Werden diese bebaut, zur landwirtschaftlichen Nutzung aufbereitet oder auf andere Weise durch den Menschen zerstört, muss die Kreuzkröte weichen. Auch das Zuschütten von Kleingewässern, welche die Kröte zum Ablaichen benötigt, stellt eine akute Gefahr für die Art dar. Wie der Naturschutzbund Deutschland (NABU) berichtet, ist sie deswegen wie alle anderen Amphibien europaweit streng geschützt. 

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