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Hunde: Sieben goldene Regeln für die Hundeerziehung


Diese Tipps helfen bei der Hundeerziehung

stw

Aktualisiert am 04.04.2014Lesedauer: 4 Min.
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Hunde: Einfache Regeln helfen bei der Hundeerziehung.
Hunde benötigen klare Regeln und Grenzen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Übermäßiges Bellen, Weglaufen oder ständiges Kauen auf Gegenständen: Kommen Ihnen diese Szenarien bei Ihrem Hund bekannt vor? Der weltbekannte Hundetrainer Cesar Millan aus den USA hat in seinem Buch "Die Glücksformel für den Hund" Regeln zusammengestellt, die bei der Hundeerziehung helfen. Sieben Hundeunarten und was Sie tun können.

Übermäßiges Bellen unterbinden

Ständiges Bellen kann eine Reaktion auf einen plötzlichen Reiz sein. Nimmt das Bellen aber überhand, dann lässt sich das laut Millan auf angestaute Energien, Frustration, Trennungsangst oder Langeweile zurückführen. Der Hundekenner rät in diesem Fall, zunächst zu beobachten, wann das Bellen verstärkt auftritt.

Bellt der Hund beispielsweise sobald Sie das Haus verlassen, leidet er wahrscheinlich unter Trennungsangst und hat nie gelernt, mit einer solchen Situation umzugehen. Um das Bellen zu reduzieren oder abzustellen, sollten Sie mithilfe der sogenannten Erfüllungsformel dafür sorgen, dass der Hund ausgeglichener ist. Diese beinhaltet: Bewegung, Disziplin und Zuwendung und sollte auch in dieser Reihenfolge angewendet werden. Ein weiterer Tipp vom Hundetrainer: Bellt der Hund auch, wenn Sie anwesend sind, dann versuchen Sie dies auf keinen Fall mit einem lauten "Nein" zu beenden. Denn ein bereits erregter Hund sieht darin keine Korrektur, sondern denkt vielmehr, dass Sie in sein Bellen einstimmen.

Unerwünschtes Kauen verbieten

Kauen ist ein normales Verhalten für Hunde und sollte sogar unterstützt werden. Beißt er jedoch auf Schuhe, Telefonkabel oder Zeitungen herum, sollten Sie einen Ausweg suchen.

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Das Verhalten lässt sich am einfachsten korrigieren, wenn Sie den Hund auf frischer Tat ertappen. "Korrigieren Sie den Hund mit einer leichten, sanften Berührung der Finger am Nacken oder Hinterteil. So lenken Sie die Aufmerksamkeit des Hundes vom Gegenstand ab", empfiehlt der Hundetrainer. Auf keinen Fall sollte man dem Hund das Kauspielzeug wegnehmen, sofern er es nicht von selbst fallen lässt. Danach sollte man mit einer Geste anzeigen, dass der Gegenstand nicht dem Hund, sondern dem Herrchen gehört. Erwischen Sie den Vierbeiner jedoch nicht auf frischer Tat, bringt es nichts mehr ihn zu bestrafen. Dann hat er schon längst vergessen, was er zerkaut hat.

Ständiges Weglaufen stoppen

Läuft Ihr Hund ständig davon und kommt auf Zuruf nicht zu Ihnen? Dann glaubt er wahrscheinlich, dass er das Rudel anführt und es ist höchste Zeit, Grenzen zu setzen. Dazu gehört zunächst dem Hund beizubringen, dass er Durchgänge nicht ohne Erlaubnis passieren darf. Auch der Spaziergang eignet sich als Training: "Führen Sie den Hund zur Tür und öffnen Sie sie, erlauben Sie dem Hund jedoch nicht, hinauszugehen. Lassen Sie ihn vor der offenen Tür sitzen und warten. Sie gehen zuerst hinaus. Der Verbeiner darf Ihnen erst folgen, wenn Sie Ihm ein deutliches Zeichen geben", rät Millan. Auf der Rückkehr und bei jedem Gassigehen, sollten Sie dieses Ritual wiederholen. Zudem sollten Sie darauf achten, dass das Tier beim Spazierengehen auf Sie wartet und nicht Sie auf den Hund.

Überdrehte Hunde bändigen

Hüpfen, bellen und wild im Kreis drehen - dieses Verhalten zeigen viele Hunde, wenn Besitzer nach Hause kommen. Ist das Haustier jedoch extrem überdreht und gerät fast außer Kontrolle, dann sollten Sie ihn zunächst ignorieren. Millan rät zur Technik: "Nicht anfassen, nicht ansprechen, kein Blickkontakt". Denn nicht immer zeigt der Hund damit Freude an. Vielmehr zeugt dieses Verhalten davon, dass er über überschüssige Energie verfügt, weil er nicht genug Bewegung und zu wenig Aufmerksamkeit bekommen hat. In solchen Situationen sollten Hundehalter zunächst gar nicht auf den Hund reagieren, bis er sich beruhigt hat. Anschließend sollten Besitzer mit einem langen Spaziergang dafür sorgen, dass der Hund die überschüssige Energie verbrennt.

Aggressionen unterbinden

Aggressionen bei Hunden entstehen laut Millan aus einer Kombination aus Frustration und Dominanz. Auch mangelnde Bewegung kann ihn aggressiv machen, weil sich Energien stauen. Halter müssen sich bei einem aggressiven Tier als Rudelführer behaupten. Denn der Hund benötigt strenge Regeln und Grenzen. Der Hundetrainer betont: "Geben Sie Ihrem Hund niemals Zuwendung, wenn er aggressiv ist - das lehrt ihn nur, dass er Aggression einsetzen kann, um Zuwendung zu erhalten."

Horten von Spielzeug verbieten

Viele Hunde verstecken ihre Knochen unter Schränken, Sofas oder sogar unter der Bettdecke. Nimmt dies Überhand, sollte dem Tier das Horten von Gegenständen verboten werden. Dazu müssen Sie zunächst die Spielzuge unter Ihre Kontrolle bringen und einsammeln. Ein bis zwei Spielzeuge reichen laut Angaben des Hundetrainers aus. Hortet Ihr Vierbeiner Futter, dann sollten Sie die Mahlzeiten genau kontrollieren. Bereiten Sie erst nach dem Spaziergang das Futter zu und geben Sie ihm erst dann die Schüssel, wenn er still und ruhig geworden ist. Wenn der Hund aufhört zu fressen und sich entfernt, ist die Mahlzeit beendet. Füttern Sie ihn nicht direkt wieder, so gerät er nicht in Versuchung, später zurückzukommen und den Rest zu verstecken.

Ängstlichkeit überwinden

Laut Millan hat extreme Ängstlichkeit oft mit einem geringen Selbstbewusstsein zu tun. Hunde können dieses Verhalten überwinden, in dem sie gemeinsam mit anderen Tieren zusammen sind. Laut Millan unterstützt dies die Sozialisierung und liefert ängstlichen Hunden Vorbilder. Zusätzlich empfehlt er, in diesem Fall mit einem professionellen Trainer zusammenzuarbeiten.

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