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Eichhörnchen: Lebensraum durch Forstwirtschaft bedroht

Eichhörnchen  

Eichhörnchen: Lebensraum durch Forstwirtschaft bedroht

28.11.2013, 13:38 Uhr | me (CF)

Eichhörnchen: Lebensraum durch Forstwirtschaft bedroht. Eichhörnchen gehören zu den besonders geschützten Arten (Quelle: imago images/blickwinkel)

Eichhörnchen gehören zu den besonders geschützten Arten (Quelle: blickwinkel/imago images)

Der natürliche Eichhörnchen-Lebensraum Baum wird zunehmend durch die voll automatisierte Forstwirtschaft bedroht. Wenn Bäume gefällt werden, ist das Leben von Jungtieren in äußerster Gefahr – nicht nur im Wald.

Fällen von Bäumen schränkt Eichhörnchen-Lebensraum ein

Bäume sind der natürliche Lebensraum der Eichhörnchen. Hoch in den Wipfeln bauen die flauschigen Nagetiere ihre Nester, wo sie im Frühjahr und Herbst ihre Jungen aufziehen. Doch durch das Fällen von Bäumen wird der Eichhörnchen-Lebensraum massiv gestört.

Insbesondere die Jungtiere sind von der Rodung bedroht und dem Sturz in die Tiefe hilflos ausgeliefert. Die wenigen, die den metertiefen Sturz überleben, sind oft auf die Hilfe fürsorglicher Menschen angewiesen.

Probleme durch Forstwirtschaft

Insbesondere in der Forstwirtschaft, wo das Fällen von Bäumen nach Stürmen oder zur wirtschaftlichen Nutzung zum Tagesgeschäft gehört, kommen im Zuge der zunehmenden Technisierung immer mehr Eichhörnchen zu Tode.

Noch vor wenigen Jahrzehnten, als das Roden von Bäumen per Hand vorgenommen wurde, hatten die Jungen immerhin die Chance, nach dem Sturz gerettet zu werden. Doch seit der Einführung von Holzvollerntern, die das Holz in einem Zug fällen, entasten und zerkleinern, hat das Fällen eines bewohnten Baumes dramatische Folgen.

Zwar wird heute in der Forstwirtschaft in vielen Regionen wieder auf naturnähere Methoden zurückgegriffen, in der zunehmenden Technisierung sehen Tierschutzvereine aber dennoch eine langfristige Gefahr.

Eichhörnchen-Lebensraum schützen

Aber nicht nur im Wald – auch in städtischen Parks und Gartenanlagen sind die Eichhörnchen zu Hause. Im Frühjahr und Herbst, wenn die Eichhörnchen-Mutter ihre Jungen aufzieht, sind die Tiere von der Rodung besonders bedroht.

Obwohl das Eichhörnchen laut dem Bundesnaturschutzgesetz zu den besonders geschützten Arten gehört, kommt es immer wieder vor, dass der Eichhörnchen-Lebensraum zerstört wird. Daher ist es sehr wichtig, vor dem Fällen eines Baumes genau festzustellen, ob ein bewohntes Eichhörnchennest von der Rodung betroffen sein könnte:

"Der Baum sollte mindestens eine Woche vorher genau beobachtet werden", so Tanja Lenn von der Eichhörnchen-Hilfe Berlin-Brandenburg gegenüber dem Verein Aktion Tier - Menschen für Tiere. Auch Besitzer privater Gärten bitten Tierschutzvereine, genau darauf zu achten, ob ein Baum, der gefällt werden soll, von Eichhörnchen oder auch von Vögeln und anderen Säugetieren bewohnt wird.

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