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K├╝ndigungsschutz: Das gilt bei einer Schwangerschaft

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Aktualisiert am 26.04.2022Lesedauer: 2 Min.
K├╝ndigungsschutz: Der Mutterschutz verhindert eine K├╝ndigung w├Ąhrend der Schwangerschaft.
K├╝ndigungsschutz: Der Mutterschutz verhindert eine K├╝ndigung w├Ąhrend der Schwangerschaft. (Quelle: PeopleImages/getty-images-bilder)
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Dank Mutterschutz m├╝ssen werdende M├╝tter sich in der Zeit der Schwangerschaft nicht um ihren Job sorgen. Denn im Mutterschutzgesetz ist ein besonderer K├╝ndigungsschutz f├╝r schwangere Arbeitnehmerinnen verankert.

Das Wichtigste im ├ťberblick


Mutterschutzgesetz verhindert K├╝ndigung w├Ąhrend der Schwangerschaft

Mit dem K├╝ndigungsschutz w├Ąhrend der Schwangerschaft soll der Arbeitsplatz als wirtschaftliche Existenzgrundlage der werdenden M├╝tter gesichert werden. Zudem soll der K├╝ndigungsschutz die Schwangeren vor psychischen Belastungen sch├╝tzen, die mit dem Verlust des Jobs verbunden w├Ąren.

Aus diesen Gr├╝nden enth├Ąlt das Mutterschutzgesetz ein K├╝ndigungsverbot f├╝r den Arbeitgeber, das f├╝r s├Ąmtliche Arten von K├╝ndigungen gilt: ordentliche K├╝ndigung, au├čerordentliche K├╝ndigung, ├änderungsk├╝ndigung und auch solche K├╝ndigungen, die erst nach Ende der Schutzfrist g├╝ltig werden.

Wie lange besteht der K├╝ndigungsschutz in der Schwangerschaft?

Der K├╝ndigungsschutz besteht w├Ąhrend der kompletten Schwangerschaft und bis zum Ablauf von vier Monaten nach der Geburt des Kindes. Wenn nach der Mutterschutzfrist Elternzeit in Anspruch genommen wird, besteht der K├╝ndigungsschutz aufgrund von Regelungen im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz weiter.

Der K├╝ndigungsschutz gilt auch f├╝r Frauen, die nach der zw├Âlften Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt hatten.

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Voraussetzung f├╝r K├╝ndigungsschutz in der Schwangerschaft

Wesentliche Voraussetzung, damit der K├╝ndigungsschutz in der Schwangerschaft in Kraft treten kann, ist, dass der Arbeitgeber ├╝ber die Schwangerschaft informiert ist. Zuvor kann sich die Arbeitnehmerin nicht auf ein K├╝ndigungsverbot berufen.

Wei├č der Arbeitgeber nichts von der Schwangerschaft und k├╝ndigt der schwangeren Arbeitnehmerin, kann diese innerhalb von zwei Wochen ihre Schwangerschaft nachtr├Ąglich mitteilen. Die K├╝ndigung wird somit unwirksam, wobei der Arbeitgeber sich die Schwangerschaft ├╝ber ein ├Ąrztliches Attest best├Ątigen lassen kann. Sollte die Arbeitnehmerin allerdings erst nach der K├╝ndigung schwanger werden, besteht kein K├╝ndigungsschutz f├╝r sie.

K├╝ndigungsverbot im Mutterschutzgesetz: Welche Sonderf├Ąlle gibt es?

Diese Sonderf├Ąlle gibt es, in denen der K├╝ndigungsschutz f├╝r Schwangere nicht oder nur bedingt gilt:

  • Befristeter Arbeitsvertrag: Ist das Arbeitsverh├Ąltnis vertraglich befristet, gilt der K├╝ndigungsschutz nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem auch der Arbeitsvertrag ausl├Ąuft.
  • Probezeit: Grunds├Ątzlich besteht w├Ąhrend der Probezeit f├╝r schwangere Frauen K├╝ndigungsschutz. Ist allerdings vertraglich vereinbart, dass mit Ablauf der Probezeit gleichzeitig das Arbeitsverh├Ąltnis endet, gilt das gleiche wie bei einem befristeten Arbeitsverh├Ąltnis: Es besteht kein K├╝ndigungsverbot ├╝ber die Laufzeit hinaus. Wenn die Probezeit Bestandteil eines unbefristeten Arbeitsvertrags ist, besteht der K├╝ndigungsschutz aber ├╝ber die Probezeit hinaus.
  • K├╝ndigung mit beh├Ârdlicher Zustimmung: In Ausnahmef├Ąllen kann die zust├Ąndige Bezirksregierung einer K├╝ndigung trotz Schwangerschaft zustimmen. Solche besonderen F├Ąllen sind zum Beispiel Betriebsstilllegung, Insolvenz, Wegfall der Arbeitsm├Âglichkeit f├╝r die betroffene Frau, wirtschaftliche Existenzgef├Ąhrdung bei Kleinbetrieben, strafbare Handlungen oder grobe Pflichtverletzungen der Arbeitnehmerin.

Sonderk├╝ndigungsrecht f├╝r die schwangere Arbeitnehmerin

Schwangere Arbeitnehmerinnen k├Ânnen ihre Arbeitsstelle k├╝ndigen. Sie sind nicht an das K├╝ndigungsverbot gebunden. Ihre Eigenk├╝ndigung m├╝ssen sie innerhalb der gesetzlichen oder vertraglich vereinbarten Fristen einreichen. Zudem ist auch ein Aufhebungsvertrag w├Ąhrend der Schwangerschaft oder nach der Entbindung m├Âglich.

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Wichtig zu wissen: Bei einer K├╝ndigung von Seiten der Schwangeren hat diese keine Anspr├╝che gegen├╝ber dem Arbeitgeber mehr. Sie erh├Ąlt dann zum Beispiel keinen Zuschuss zum Mutterschaftsgeld mehr.

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