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Stiftung Warentest nimmt Katzenfutter unter die Lupe


Teuerstes Katzenfutter im Test nur "mangelhaft"

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Aktualisiert am 27.02.2014Lesedauer: 3 Min.
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Stiftung Warentest: Teuerstes Katzenfutter im Test nur "mangelhaft".
Bei Katzenfutter sagt der Preis nichts über die Qualität aus. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Katzen

Zwei preisgünstige Feuchtfutter gehören zu den besten

Bei Katzenfutter sagt der Preis nichts über die Qualität aus. Sieger im Test wurde das Futter "K-Classic Adult" ("Zarte Häppchen in feiner Sauce mit Truthahn & Leber"). Die Tagesration dieses "sehr guten" Alleinfutters der Kaufland Eigenmarke kostet nur 21 Cent. Ebenfalls "sehr gut" schnitt das Produkt von Kitekat ("Mit Geflügel und Wild in Gelee") ab. Hier schlägt die Tagesration mit 32 Cent zu Buche. Auch das preisgünstige Feuchtfutter "Coshida" von Lidl gehörte zu den besten im Test. Für 20 Cent pro Tag bekomme die Katze alles, was sie brauche, urteilen die Tester.

Ebenfalls weit vorne, mit der Note "Gut", lagen die etwas teureren Futter von Sheba ("Sauce Spéciale mit Putenhäppchen in heller Sauce") und Hill's ("Science Plan Adult 1-6, Stückchen in Sauce Huhn"). Mit einem Preis von 1,12 Euro beziehungsweise 3,10 Euro pro Tagesration muss man dafür deutlich tiefer in die Tasche greifen. Punktabzug bekam das Futter von Hill's unter anderem wegen der Fütterungsempfehlung. Für übergewichtige Katzen sind die Portionen zu großzügig bemessen, heißt es in der März-Ausgabe der Zeitschrift "test".

Teure Markenprodukte sind nicht zwangsläufig besser

Alle Futter, die die Tester ins Labor schickten, werden als Alleinfutter verkauft. Deshalb war für die Testergebnisse auch ausschlaggebend, ob die Kost die Katze ausgewogen ernährt. Das heißt: Das Futter muss bestimmte Mengen an Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Aminosäuren enthalten, aber auch an Eiweiß und Fett, Ballaststoffen und Kohlenhydraten. Stimmt die Balance des Futters nicht, drohen Mangelerscheinungen und Krankheiten.

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15 Produkte konnten das nicht leisten. Sie schnitten mit "Ausreichend" oder "Mangelhaft" ab. Auch das getestete Futter von Whiskas (Terrine mit Herz) wurde als ernährungsphysiologisch nicht ausgewogen bewertet. Fressen Katzen über einen längeren Zeitraum eines dieser Futter, sei dies nicht gesund. Das teuerste Produkt im Test von Royal Canin mit 4,05 Euro pro Tagesration erhielt sogar die Note "Mangelhaft". Laut Stiftung Warentest enthält das Futter enthält vor allem zu viel Vitamin A. Eine zu hohe Dosierung diese Vitamins könne zu einer Versteifung der Brust- und Halswirbelsäule führen.

Unausgewogenes Futter macht die Katze krank

Schlechtestes Produkt im Test war das Futter von Defu mit der Note 5,5. Die Tester bemängelten hier folgendes: Das Futter enthält nicht genügend Taurin, welches die Katze benötigt um gesund zu bleiben. Auch Vitamin A, Aminosäuren und Spurenelemente wie Kupfer, Zink und Eisen sind zu wenig enthalten. Zudem ist der Phosphorwert zu hoch. Ein gleichzeitiger Mangel von Kalium im Futter verstärkt die nierenschädigende Wirkung sogar noch.

Katzen benötigen für starke Knochen Phosphor und Kalzium. Um für den Körper optimal verwertbar zu sein, müssen beide Mineralstoffe in einem günstigen Verhältnis im Futter vorhanden sein. Zu viel Kalzium kann die Verfügbarkeit etwa von Zink und Kupfer verringern. Zu viel Phosphor schädigt die Nieren. Die Produkte mit schlechteren Noten enthielten teils deutlich zu viel von beiden Mineralstoffen. Mit dem "mangelhaften" Futter von Felix nehmen Katzen täglich mehr als das Achtfache der empfohlenen Tagesration an Kalzium und mehr als Siebenfache an Phosphor auf, heißt es.

Fütterungsempfehlungen sind oft falsch

Viele Katzen sind zu dick. Übergewicht kann bei ihnen zu Diabetes oder Gelenkproblemen führen. Die Stiftung Warentest bemängelt, dass viele Hersteller auf der Packung viel zu große Portionen angeben. Auch hier hat der Testsieger K-Classic gepunktet. Die empfohlener Futtermenge sei so berechnet, dass eine schlanke Katze davon satt, aber nicht dick werde.

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Von Anastasia Klimovskaya
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