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Warum gibt es Jahreszeiten? Wetterwechsel einfach erklärt

Frühling, Sommer, Herbst und Winter  

Warum gibt es Jahreszeiten? Wetterwechsel kurz erklärt

02.10.2019, 16:43 Uhr | sms, t-online.de

Warum gibt es Jahreszeiten? Wetterwechsel einfach erklärt. Ein Baum zu allen Jahreszeiten: In der Pflanzen- und Tierwelt lässt sich der Wechsel der Jahreszeiten besonders gut beobachten. (Quelle: Getty Images/Smitt)

Ein Baum zu allen Jahreszeiten: In der Pflanzen- und Tierwelt lässt sich der Wechsel der Jahreszeiten besonders gut beobachten. (Quelle: Smitt/Getty Images)

Frühling, Sommer, Herbst und Winter: Die Jahreszeiten gehören zu unserem Leben dazu. Aber warum gibt es sie überhaupt? Wir haben die Antworten auf die wichtigsten Fragen zu Jahreszeiten.

Im Frühling blüht es, im Sommer ist es heiß, im Herbst fallen die Blätter und im Winter wird es eisig: Unsere Jahreszeiten sind allein durch das Wetter ganz gut zu unterscheiden. Aber woher kommen die Jahresabschnitte eigentlich? 

Schräglage der Erde als Schlüssel

Auch wenn wir nichts davon mitbekommen: Wir alle bewegen uns auf einem riesigen, rundlichen Himmelskörper aus Stein und Lava durch das Weltall. Unsere Erde dreht sich dabei innerhalb eines Jahres einmal um die Sonne. Zudem hat unser Heimatplanet eine Eigenrotation: In der Zeit, in der er sich einmal um sich selbst dreht, vergeht ein Tag.

Dabei steht die Erde nicht etwa senkrecht im Weltraum, während sie ihre jährlichen Kreise um die Sonne zieht. Vielmehr liegt sie leicht schräg – die Neigung der Rotationsachse beträgt laut dem meteorologischen Online-Portal "wetter.de" dabei knapp 23 Grad zur Senkrechten. Diese Schräglage ist für die verschiedenen Jahreszeiten verantwortlich.

Jahreszeiten und Temperaturunterschiede

Bedingt durch die Schrägstellung der Erde sind bei der Umrundung der Sonne zu bestimmten Zeiten jeweils andere Teile des Planeten der Sonne zugewandt. Deutschland befindet sich zum Beispiel auf der Nordhalbkugel der Erde: Während der Sommermonate ist dieser Teil des Planeten der Sonne näher. Im Winter dagegen ist die Nordhalbkugel weiter von der Sonne entfernt.

Grafik zu Jahreszeiten: Durch den Neigungswinkel der Erdachse ändert sich während des Erdumlaufs um die Sonne der Einstrahlwinkel des Sonnenlichts. (Quelle: Getty Images/lukaves)Grafik zu Jahreszeiten: Durch den Neigungswinkel der Erdachse ändert sich während des Erdumlaufs um die Sonne der Einstrahlwinkel des Sonnenlichts. (Quelle: lukaves/Getty Images)

Die Strahlen der Sonne müssen im Sommer somit einen kürzeren Weg zur Erde zurücklegen als im Winter. Die Jahreszeiten wie Frühling oder Herbst und deren charakteristische Temperaturunterschiede enstehen durch veränderte Intensität, Dauer und Winkel des Sonnenlichteinfalls.

Wann beginnen die Jahreszeiten?

Für die Einteilung des Jahres in die vier Jahreszeiten gibt es verschiedene Herangehensweisen: Die Jahreszeiten beginnen meteorologisch und astronomisch zu unterschiedlichen Zeiten.  

Die meteorologischen Jahreszeiten auf der Nordhalbkugel beginnen immer am ersten Tag im März (Frühling), Juni (Sommer), September (Herbst) und Dezember (Winter). Die meteorologischen Jahreszeiten dauern somit immer genau drei Monate. Ein Grund dafür ist, dass es nur für einzelne Monate klimatologische Auswertungen gibt. 

Die astronomischen oder auch kalendarischen Jahreszeiten hingegen richten sich nach dem Stand der Erde zur Sonne. Der Frühling beginnt demnach immer um den 20. März, der Sommer um den 21. Juni, der Herbst um den 23. September und der Winter um den 21. Dezember. 

Der phänologische Kalender orientiert sich an Pflanzen

Eine dritte – eher seltene – Einteilung der Jahreszeiten ist die phänologische. Dabei orientieren sich Experten bei der Entscheidung zwischen den Jahreszeiten am Entwicklungsstand der Pflanzen. Wie der Naturschutzbund (NABU) erklärt, werden die Jahreszeiten dabei noch präziser untergliedert in: 

  • Vorfrühling – wenn Hasel, Märzenbecher und Schneeglöckchen blühen
  • Erstfrühling – mit Beginn der Blüte der Forsythie und Beerensträuchern sowie Obstbäumen, Schlehe und Ahorn
  • Vollfrühling – Blüte von Apfel, Flieder und Rosskastanie, Laubentfaltung bei Eiche und Hainbuche
  • Frühsommer – wenn Holunder, Roggen, Robinie blühen sowie der Blütehöhepunkt der Wiesen und Getreidefelder erreicht ist – am Ende des Frühsommers folgt die erste Heumahd
  • Hochsommer – Lindenblüte und Reife von Johannisbeere und Winterroggen
  • Spätsommer – Heideblüte, Reife früher Obstsorten und der Eberesche, Getreideernte und zweite Heumahd
  • Frühherbst – Herbstzeitlosenblüte, Reife von Holunder und Rosskastanie, Höhepunkt der Obsternte
  • Vollherbst – Kartoffelernte und allgemeine Laubverfärbung
  • Spätherbst – Zeit des allgemeinen Laubfalls und Abschluss der Vegetationszeit
  • Winter – Periode zwischen dem Ende der Vegetationszeit und der Haselblüte, der Winter beginnt mit dem Auflaufen des Winterweizens

Jahreszeiten in anderen Teilen der Erde

Der Wechsel der Jahreszeiten, wie wir ihn kennen, betrifft nicht alle Regionen der Erde, sondern nur die gemäßigten Breiten. Auf der Südhalbkugel sind die Jahreszeiten zudem kalendarisch um ein halbes Jahr versetzt: Wenn in Deutschland Sommer ist, ist in Australien Winter, und umgekehrt.

In tropischen und subtropischen Gebieten, also Regionen die in der Nähe oder am Äquator liegen, wird anstelle von Jahreszeiten zwischen Regen- und Trockenzeiten unterschieden. 

Verwendete Quellen:

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