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Ja, die Redaktion hat fĂŒr diesen Ratgeberartikel alle relevanten Fakten recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Dieses Grabmal dĂŒrfen Friedhöfe verbieten

Von t-online, sah

Aktualisiert am 16.11.2021Lesedauer: 3 Min.
Frau auf einem Friedhof: Das Grab ist fĂŒr Hinterbliebene ein wichtiger Ort zum Trauern.
Frau auf einem Friedhof: Das Grab ist fĂŒr Hinterbliebene ein wichtiger Ort zum Trauern. (Quelle: Franziska Gabbert/dpa-tmn-bilder)
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Urnenbestattung oder Grab? Diese Frage stellt sich fĂŒr Hinterbliebene vor der Bestattung oft. Klar ist: Nach der Beerdigung mĂŒssen sich die Angehörigen auch um die Pflege der Grabstelle kĂŒmmern. Aber auch der Friedhof hat ein Wörtchen mitzureden.

Das Wichtigste im Überblick


In Deutschland gilt grundsĂ€tzlich die Bestattungspflicht. Das heißt: Tote mĂŒssen in der Regel auf einem Friedhof beigesetzt werden. Allerdings gibt es auch Ausnahmen. So ist es beispielsweise auch möglich, eine Seebestattung vorzunehmen oder Verstorbene in einem extra dafĂŒr vorgesehenen Wald beizusetzen.

Grabplatz wÀhlen: Wahlgrab oder Reihengrab?

Bei der Auswahl eines Grabes gibt es einiges zu beachten. Angehörige sollten beim Bestatter nachfragen, wenn sie einzelne Fachbegriffe nicht kennen. Denn teils können scheinbar kleine Begriffsabweichungen große Auswirkung haben.

Ein Beispiel: WĂ€hrend man bei einem Wahlgrab den Platz innerhalb eines Grabfeldes frei wĂ€hlen und die Laufzeit immer wieder verlĂ€ngern kann, gilt bei einem Reihengrab: Der Grabplatz wird fest vergeben, und die Laufzeit ist in der Regel begrenzt – meist auf 15 bis 25 Jahre. Nach dieser Ruhefrist wird das Reihengrab gerĂ€umt und neu vergeben. Das Wahlgrab ist aufgrund der Vorteile aber oft teurer. Angehörige sollten mit dem Bestatter also ihre WĂŒnsche gezielt besprechen.

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Dieses Grabmal dĂŒrfen Friedhöfe verbieten

Hinterbliebene haben in der Regel die Pflicht zur Grabpflege. Positiv ausgedrĂŒckt: Sie können das Grab gestalten. Die Vorgaben hierzu können von Friedhof zu Friedhof sehr unterschiedlich sein. Mitunter werden strenge Regeln aufgestellt, etwa zur Art der Bepflanzung. Informieren Sie sich am besten direkt bei der Friedhofsverwaltung. Oft finden sich Informationen auch in den Satzungen, die eventuell im Internet zu finden sind.

Die Friedhofsverwaltung darf auch untersagen, dass eine Steinplatte das Grab vollstĂ€ndig bedeckt. Das hat das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen entschieden (Az.: 19 A 1798/16). Die BegrĂŒndung: Bei der Beschaffenheit des Bodens auf dem Grabfeld kann es Verwesungsstörungen geben, die sich durch eine vollstĂ€ndige Abdeckung der GrabstĂ€tte verschlimmern wĂŒrden. Das Problem ist gar nicht so selten: Bundesweit besteht auf 30 bis 40 Prozent der Friedhöfe eine sogenannte Verwesungsstörung, weil etwa die Böden zu dicht oder feucht sind. Verbote von Grabplatten gebe es deshalb vielerorts.

Gestaltung von Grabmalen hat Grenzen

Auch die Gestaltung von Grabmalen hat Grenzen. Eine Skulptur mit der Form eines ausgestreckten Fingers darf nicht auf einem Friedhof aufgestellt werden. Das geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts Hannover (Az.: 1 A 12180/17) hervor.

In dem konkreten Fall wollte ein Mann das knapp zwei Meter hohe Kunstwerk auf dem Grab seiner Frau aufstellen. Die Friedhofsverwaltung lehnte das ab. Gegen deren Bescheid klagte der Mann – ohne Erfolg. Das Verwaltungsgericht wies seine Klage ab. Ein Friedhof sei keine KunstausstellungsflĂ€che, heißt es in der BegrĂŒndung unter anderem. Die WĂŒrde des Ortes werde durch das fingerförmige Grabmal nicht hinreichend gewahrt. Bei den Friedhofsbesuchern könnte es Irritationen oder Ärger hervorrufen. Außerdem wĂŒrde es sich nicht in die Umgebung einfĂŒgen.

Was kann ich machen, wenn ich fĂŒr die Grabpflege wenig Zeit habe?

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten: Sie können zum Beispiel den FriedhofsgÀrtner mit der Pflege beauftragen. Das koste in der Regel etwas. Möglich sei es auch, das Grab mit pflegeleichten Pflanzen wie etwa Efeu zu gestalten oder eine Grabplatte zu verlegen.

Auch UrnengrĂ€ber bedĂŒrfen weniger Pflege. Eine andere Möglichkeit sind RasengrĂ€ber, die oft nur ein kleiner Grabstein markiert. Allerdings dĂŒrfen Sie bei solchen GrĂ€bern mitunter auch keine Blumen ablegen.

Was muss der Grabbesitzer tun, wenn der Grabstein wackelt?

GrundsĂ€tzlich ist der Grabbesitzer gemeinsam mit dem FriedhofstrĂ€ger fĂŒr die Sicherheit des Grabmals zustĂ€ndig. Man spricht hier von der Verkehrssicherungspflicht. Wird etwa durch einen umfallenden Stein ein Passant verletzt, haften beide dafĂŒr.

Laut den Friedhofssatzungen ist der FriedhofstrĂ€ger zu regelmĂ€ĂŸigen Kontrollen verpflichtet. Meist fĂ€llt bei solchen Kontrollen auf, dass ein Stein wackelt, und seine Reparatur wird veranlasst. Merkt in der Zwischenzeit der Grabbesitzer VerĂ€nderungen am Stein, sollte er aber auch reagieren.

Wer trĂ€gt die Kosten fĂŒr die Reparatur?

FĂŒr GrabmĂ€ler gilt eine fĂŒnfjĂ€hrige GewĂ€hrleistungsfrist. Treten in dieser Zeit MĂ€ngel auf, wie ein Verschieben oder Wackeln eines Grabsteins, muss der Steinmetz diese beheben und die Kosten dafĂŒr tragen. Diese Zeit ĂŒberstehen gute Arbeiten aber in der Regel. Zwar kann es in schwierigen BodenverhĂ€ltnissen durchaus vorkommen, dass Steine sich verschieben, aber umfallen dĂŒrfen sie nicht. Besitzern von Ă€lteren GrĂ€bern sollten die Steine immer mal wieder in Augenschein nehmen.

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