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Wölfe kommen immer näher an den Menschen

Video aus Sachsen  

Wölfe kommen immer näher an Menschen heran

28.09.2017, 13:03 Uhr | cch, t-online.de, dpa, AP

Zwei Wölfe kommen zwei Revierförstern aus Sachsen bedrohlich nahe. (Quelle: t-online.de)
Wölfe kommen Förstern bedrohlich nahe

Zwei Männer filmen Wölfe, die bis auf wenige Meter heranschleichen.

Zwei Männer filmen Wölfe, die bis auf wenige Meter heranschleichen. (Quelle: t-online.de)


Der Wolf ist schon seit einigen Jahren wieder zurück in Deutschland. Eigentlich gilt er als scheu. Doch es häufen sich Situationen, in denen das Tier dem Menschen nahe kommt.

Vom scheuen Wolf keine Spur: Im sächsischen Hoyerswerda sind zwei Wölfe kürzlich Jägern sehr nahe gekommen. Sven Peschel und Sven Schulz schnitten mit Motorsägen am Waldrand Gras. Wie sie der "Bild"-Zeitung berichteten, kamen die Wölfe dabei bis auf fünf Meter an sie heran. Die Tiere beobachteten sie bei der Arbeit, schlichen neugierig herum. „Und das, obwohl die Sensen mit rund 120 Dezibel extrem laut sind“, sagte Peschel der "Bild"-Zeitung.

Einem der Revierjäger stahlen die Tiere sogar den Schutzhelm, den er abgelegt hatte. Der Helm wäre den Angaben von Peschel zufolge weg gewesen, wenn sein Kollege nicht hinter dem Wolf hergerannt wäre und ihn angeschrien hätte. Die Jäger filmten die Situation.

Als sie sich später ins Auto zurückzogen, weil die Wölfe nicht das Weite suchten, trauten die sich auch an den Wagen heran.

In Niedersachsen überraschte ein Wolf eine Nordic Walkerin

Das ist aber nicht der einzige Fall, in dem Wölfe Menschen nah gekommen sind. Anfang des Jahres überraschte ein Wolf eine Nordic Walkerin in Niedersachsen. Sie war am Straßenrand unterwegs, als das Tier immer näher auf sie zukam. Die Frau rettete sich schließlich auf einen vorbeifahrenden Traktor. Der Fahrer des Traktors versuchte, den Wolf mit Rufen und Lärm zu verscheuchen. Doch das schien das Raubtier nicht zu beeindrucken; es kam bis zu 30 Meter an den Traktor heran. Schließlich verschwand es aber über ein Feld.

Dann der schockierende Fall, der sich gerade in Griechenland zugetragen haben soll: Eine britische Touristin soll dort von Wölfen angefallen und getötet worden sein. Ein Veterinärexperte geht bei den Bissspuren an ihren Knochen von Spuren von Wölfen aus. Allerdings bestehen auch Zweifel daran, dass es sich um Wölfe gehandelt hat. Laut der griechischen Wildtier-Organisation Arktouros lasse schon ein Blick auf die Landkarte das Szenario unwahrscheinlich erscheinen. Das Waldgebiet Ismaros, in dem der Vorfall stattgefunden hat, sei viel zu klein für ein Wolfsrudel. Bei der griechischen Wolf- und Wildtierorganisation Callisto wird gemutmaßt, dass es eine Attacke verwilderter Hunde war.

Keine aggressiven Wölfe in Deutschland

In Deutschland hat es laut Naturschutzbund (Nabu) seit dem Jahr 2000 (seitdem gibt es hierzulande wieder Wölfe) keine Situation gegeben, in der sich freilebende Wölfe aggressiv gegenüber Menschen verhalten haben. Dass Wölfe nah an Fahrzeuge wie Traktoren oder Autos herankommen, erklären die Experten damit, dass die Tiere Personen in Fahrzeugen nicht wahrnehmen können. Von gesunden Wölfen gehe laut Nabu in der Regel keine Gefahr aus. In den meisten Fällen würden die Tiere Menschen aus dem Weg gehen.

Sucht ein Wolf nicht binnen Sekunden das Weite, könnte es ein neugieriger Jungwolf sein. "Wenn er nicht verschwindet: Einfach in die Hände klatschen und laut schreien, um auf sich aufmerksam zu machen", empfiehlt Biologin Vanessa Ludwig, Projektleiterin des Kontaktbüros "Wölfe in Sachsen", "dabei langsam zwei, drei Schritte in seine Richtung gehen." Wie Sie sich ansonsten verhalten sollten, wenn Sie auf einen Wolf treffen, lesen Sie hier.

61 Wolfsrudel leben in Deutschland

In Deutschland gibt es vergleichsweise viele Wölfe in Sachsen, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt. Derzeit leben hierzulande rund 61 Rudel und neun Wolfspaare (Stand April 2017). Hinzu kommen mehrere Einzelwölfe. Ein Rudel besteht im Durchschnitt aus acht Tieren.

 (Quelle: t-online.de/Benjamin Springstrow) (Quelle: Benjamin Springstrow/t-online.de)

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