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Sonnenöl und Sonnencreme: Schaden Badegäste den Seen?

Belastete Gewässer  

Zu viel Sonnencreme: Schaden Badegäste den Seen?

08.08.2018, 12:09 Uhr | dpa

Sonnenöl und Sonnencreme: Schaden Badegäste den Seen?. Frau im See: Badende können dazu beitragen, dass Seen schneller umkippen. (Quelle: Getty Images/alvarez)

Frau im See: Badende können dazu beitragen, dass Seen schneller umkippen. (Quelle: alvarez/Getty Images)

Bei der Hitze in den letzten Wochen strömen die Menschen an die Badeseen. Tausende, oft erheblich mit Sonnenschutz eingecremte Besucher schmeißen sich in das kühle Nass. Schaden die vielen Badegäste dem Ökosystem der Gewässer?

Sonnencreme ist tatsächlich nicht unbedingt schädlich, sagt Experte Bernhard Schink vom Lehrstuhl für Mikrobielle Ökologie der Universität Konstanz. Zwar wisse man nicht ganz genau, was die Hersteller in ihre Sonnencremes mischen. Generell seien die Inhaltsstoffe aber biologisch abbaubar und belasteten die Gewässer nicht dauerhaft.

Die derzeit hohen Temperaturen seien für den Abbau der Stoffe sogar hilfreich: Denn bei Hitze vermehren sich Bakterien stärker. Weil sie sich unter anderem von Stoffen wie den Rückständen der Sonnencremes ernähren, bauen bei Hitze mehr Bakterien mehr Sonnenschutz ab.

So schaden Badegäste den Seen

Dennoch können Badende dazu beitragen, dass Seen schneller umkippen. Laut dem Gewässerexperten Ralf Ludwig von der Ludwig-Maximilians-Universität München wirbeln Badegäste häufig Nährstoffe auf, die sich am Boden abgesetzt haben. Das kann mit dazu führen, dass ein See kippt, weil zu viele Nährstoffe im Wasser sind.

Denn wenn es dann noch dazu warm ist, vermehren sich Pflanzen stark. Wenn die Pflanzen absterben, werden sie von Bakterien zersetzt. Da diese dafür Sauerstoff benötigen, sinkt der Gehalt von Sauerstoff im Wasser nach und nach. Deswegen sterben noch mehr Pflanzen, die die Bakterien aber nicht mehr zersetzen können – der See kippt um und riecht übel. Daraufhin sterben Ludwig zufolge erst Kleinstlebewesen und schließlich Fische.

Fische können in Hitzeperioden die hohen Temperaturen im Wasser nicht mehr aushalten, sagt Frank Peeters vom Limnologischen Institut der Uni Konstanz. In tiefen Seen schwimmen sie deswegen nach unten. Wenn dort aber zu wenig Sauerstoff ist, sterben sie.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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