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Nach Trennung der Eltern: Darf das Kind entscheiden, wo es wohnt?


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Darf das Kind entscheiden, wo es wohnt?

Von dpa
Aktualisiert am 31.10.2019Lesedauer: 1 Min.
Kind mit Vater: Auch bei getrennten Eltern ist es mittlerweile ĂŒblich, dass Mutter und Vater sich das Sorgerecht teilen.VergrĂ¶ĂŸern des BildesKind mit Vater: Auch bei getrennten Eltern ist es mittlerweile ĂŒblich, dass Mutter und Vater sich das Sorgerecht teilen. (Quelle: PhotoAlto/imago-images-bilder)
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Wo soll der Nachwuchs leben, wenn sich die Eltern trennen? Bei der Entscheidung ist nicht allein der Wille des Kindes ausschlaggebend, urteilt ein Gericht.

FĂŒr die Regelung, ob Trennungskinder bei Mutter oder Vater leben, ist nicht allein der Kinderwille ausschlaggebend. Hat ein Familiengericht bereits entschieden, dass die Kinder bei einem Elternteil leben sollen, kann das nicht ohne Weiteres in ein Wechselmodell umgewandelt werden. DafĂŒr mĂŒssen triftige KindeswohlgrĂŒnde vorliegen, urteilt das Oberlandesgericht Frankfurt/Main (Az: 1 UF 74/18). DarĂŒber informiert die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

Der konkrete Fall

Im konkreten Fall ĂŒbertrug das Familiengericht nach der Scheidung der Eltern das Aufenthaltsbestimmmungsrecht fĂŒr die drei Kinder der Mutter. Zwei Jahre spĂ€ter beantragte der Vater, dass die sechs- bis siebenjĂ€hrigen Kinder bei ihm leben sollten oder wenigstens abwechselnd bei Mutter und Vater im sogenannten Wechselmodell. Den Wunsch hĂ€tten auch die Kinder in der Anhörung geĂ€ußert.

Doch das wurde abgelehnt. GrundsĂ€tzlich sollten bereits getroffene gerichtliche Entscheidungen nur in engen Grenzen abgeĂ€ndert werden, etwa wenn das Kindeswohl in Gefahr sei. Das sei es im vorliegenden Fall aber nicht. Vielmehr assoziierten die Kinder das Wohnen beim Vater hauptsĂ€chlich mit VorzĂŒgen wie Haus, Garten, Spielmöglichkeiten, Haustier.


Das Gericht sah durchaus eine emotionale Bindung der Kinder zum Vater. Es berĂŒcksichtigte aber auch, dass er starke Tendenzen zeige, zu beeinflussen oder sogar zu instrumentalisieren.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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