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Gefahr für Mensch und Tier: Braune Hundezecke verbreitet sich

Gefahr für Mensch und Tier  

Forscher sind alarmiert: Braune Hundezecke breitet sich aus

05.07.2019, 11:03 Uhr | dpa

 (Quelle: Bitprojects)
2019 wird ein gutes Jahr für Zecken

Zecken werden es dieses Jahr gut haben. Experten sind deswegen besorgt, denn auf einen milden Winter folgte ein warmer Frühling. Viele Zecken haben die kalte Jahreszeit also gut überstanden. (Quelle: Bitprojects)

Zeckenalarm in Deutschland: Hier droht die größte Gefahr. (Quelle: Bitprojects)


Früher wurde die Braune Hundezecke aus warmen Urlaubsländern im Fell von Hunden eingeschleppt. Doch nun ist sie auch hierzulande heimisch. Die Zecken befallen nicht nur Tiere – Menschen können ebenso erkranken.

Mit der Klimakrise wächst nach Ansicht von Forschern die Gefahr von Infektionen durch eingewanderte Zeckenarten. Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) befällt meist Hunde – in Ausnahmefällen aber auch Menschen. Bislang gingen Experten davon aus, dass solche Zecken von Hunden etwa im Auslandsurlaub aufgenommen und im Fell nach Deutschland gebracht wurden. Das scheint aber nicht immer so zu sein.

Braune Hundezecke: Die Zeckenart ist deutlich kleiner als eine Ein-Cent-Münze. (Quelle: dpa/Fabian Sommer)Braune Hundezecke: Die Zeckenart ist deutlich kleiner als eine Ein-Cent-Münze.

"Es sind auch bereits Exemplare an Hunden gefunden worden, die ihren Hof nie verlassen hatten", sagt die Parasitologin Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim. "Das ist ein Hinweis darauf, dass sich die Art hier halten kann."

Forscher untersuchen Braune Hundezecke

Hohenheimer Forscher wollen untersuchen, auf welchen Wegen das Spinnentier nach Deutschland gelangt und wie es sich hier verbreitet. "Wir wollen außerdem mehr wissen darüber, welche Krankheitserreger es möglicherweise gibt und was man tun kann gegen die Braune Hundezecke", sagt die Parasitologin Katrin Fachet.

Normalerweise befällt die Braune Hundezecke Hunde. "Ist die Population aber zu groß und der Wirt reicht nicht mehr aus, dann ist sie nicht wählerisch und sucht sich das Nächstbeste: den Menschen", sagt Fachet. Bei der drei bis vier Millimeter großen Art seien bisher keine Erreger von Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) festgestellt worden, sie könne aber Erreger des Mittelmeer-Fleckfiebers übertragen.

Erst vor kurzem hatte die Universität Hohenheim vor der sehr großen Hyalomma-Zecke gewarnt, die vermutlich erstmals in Deutschland überwintert hat. Die in Afrika, Asien und Südeuropa heimischen Zecken können gefährliche Erreger übertragen wie jenes Virus, das das Krim-Kongo-Fieber verursacht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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