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Der erste Hund: Diese fünf Dinge sollten Sie beachten

Rasse, Kosten, Erziehung  

Der erste Hund: Diese fünf Dinge sollten Sie beachten

06.04.2021, 07:13 Uhr | sah, t-online, dpa

Der erste Hund: Diese fünf Dinge sollten Sie beachten. Welpe: Wer sich einen Hund zulegt, sollte vorab einige Dinge bedenken. (Quelle: Getty Images/Alena Kravchenko)

Welpe: Wer sich einen Hund zulegt, sollte vorab einige Dinge bedenken. (Quelle: Alena Kravchenko/Getty Images)

Streicheln, ab und zu Gassi gehen und fertig? Ein Hund ist nicht nur ein süßes Fellknäuel, sondern ein Haustier mit Ansprüchen. Neu-Besitzer sollten daher wissen, was alles auf sie zukommt.

Sei es der winzige Chihuahua, der wachsame Schäferhund oder der verspielte Mischling – Hunde sind beliebte Haustiere. Wer einen Hund möchte, muss diesen Schritt genau überlegen. Denn je nach Alter des Tieres, übernimmt man für viele Jahre die Verantwortung für ein Lebewesen – und nebenbei auch die Kosten. Was beim "Vorhaben Hund" alles zu beachten ist, sagt die Checkliste.

1. Welcher Hund passt am besten zu mir?

Welcher Typ Hund das ideale Haustier ist, hängt davon ab, welcher Typ Mensch Sie sind. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Etwa, wie sportlich aktiv sind Sie? Wie viel Zeit haben Sie? Welpen können Sie in den ersten sechs Monaten kaum allein lassen. Außerdem braucht es viel Geduld, Welpen stubenrein zu bekommen und sie zu erziehen.

Erwachsene Hunde sind aber auch nicht immer als "Anfänger-Hunde" geeignet. Besonders Tiere, die aus schlechter Haltung kommen, brauchen oft länger, um wieder Vertrauen aufzubauen. Darum gehen Sie im Tierheim mit den Hunden am besten vorab mehrmals Gassi, bevor Sie sich entscheiden. Freut sich der Hund, wenn Sie wiederkommen, dann ist das meist ein gutes Zeichen.

Außerdem gibt es auch große Unterschiede bei den Rassen. So hat jede Rasse nicht nur ein typisches Aussehen, sondern auch einen typischen Charakter: Einige Schoßhunde zählen beispielsweise zu den sogenannten Gesellschaftshunden, die sich gut integrieren lassen und treue, eher unkomplizierte Begleiter sind. Rottweiler hingegen gehören zu den Schutzhunden und sind für Familien mit kleinen Kindern eventuell schwierig im Umgang, wenn sie etwa niemanden mehr an das Kind lassen.

2. Wo finde ich meinen Hund?

Hund: Wer einen Hund möchte, muss diesen Schritt genau überlegen. (Quelle: Markus Hibbeler/dpa-tmn)Hund: Wer einen Hund möchte, muss diesen Schritt genau überlegen. (Quelle: Markus Hibbeler/dpa-tmn)

Ganz gleich ob Welpe, Rasse- oder Mischlingshund – wenn Sie ein neues Haustier suchen, sollten Sie sich zunächst am besten bei Tierheimen oder Tierschutz-Organisationen umsehen. Diese Tiere sind schon da und sie brauchen ein Zuhause. Wenn im örtlichen Tierheim nicht der richtige Hund für Sie dabei ist, gibt es auch noch die Möglichkeit, bei Tierschutzvereinen oder seriösen Online-Tierheimen zu suchen.

Soll es dennoch ein Tier vom Züchter sein, gilt Vorsicht, um nicht auf illegalen Welpenhandel hereinzufallen. Experten raten von Kleinanzeigen und auffälligen Schnäppchen-Käufen ab. Seriöse Züchter haben normalerweise nur ein bis zwei Rassen im Angebot und maximal drei bis vier Würfe pro Jahr. Ansonsten handelt es sich meist um reine "Welpen-Produktion".

Am besten holen Sie das Tier direkt beim Händler und lassen sich das Muttertier zeigen. So lässt sich leichter kontrollieren, ob die Tiere gesund sind, ein glänzendes Fell sowie genug Futter und Trinken haben. Die Welpen sollten mindestens acht, besser zehn Wochen alt sein, wenn sie von der Mutter getrennt werden.

3. Ist alles für den Hund vorbereitet?

Bevor der Hund in sein neues Heim zieht, sollte geklärt sein, wer sich wann um das Tier kümmert. Allein dreimal täglich Gassi gehen reicht nicht: Nur mit ausreichender Beschäftigung baut das Tier Vertrauen zu seinen neuen Besitzern auf und ist ausgelastet. Damit das Tier in Ruhe zu Hause ankommt, sollten Freunde und Bekannte lieber noch ein paar Tage warten, bis sie den Familienzuwachs kennenlernen.

Außerdem ist es praktisch, zumindest schon eine Grundausstattung zu haben. Dazu gehören:

  • Halsband
  • Leine
  • Futter
  • Näpfe
  • Körbchen

Am besten richten Sie dem Hund zentral eine ruhige Ecke ein. So kann er sich zurückziehen und trotzdem alles gut überblicken. Und Sie müssen damit rechnen, dass nicht alles heil bleibt. Denn Welpen knabbern gerne mal etwas an.

Und obwohl es womöglich weniger Spaß macht, als durch Tierbedarfsläden zu stöbern – Hunde brauchen auch eine Haftpflichtversicherung. Hundehalter sind für alles, was ihr Vierbeiner anstellt, verantwortlich. Darum macht die Versicherung Sinn, auch wenn sie nicht in jedem Bundesland oder für jede Rasse verpflichtend ist. Kennzeichnung und Registrierung sind hilfreich, wenn der Hund verloren geht. So kann der Besitzer schnell gefunden und das Tier zurückgebracht werden.

4. Was kostet ein Hund?

Hund: Vor der Anschaffung sollte geklärt sein, wer sich wann um das Tier kümmert. (Quelle: Getty Images/SanyaSM)Hund: Vor der Anschaffung sollte geklärt sein, wer sich wann um das Tier kümmert. (Quelle: SanyaSM/Getty Images)

Die exakten Kosten sind abhängig von der Größe des Hundes, dem Umfang und der Qualität der Ausstattung. Grundsätzlich veranschlagt der Verband des Deutschen Hundewesens (VDH) einen Kaufpreis von 600 bis 1.500 Euro für einen Welpen vom Züchter. Für die Anschaffung von Näpfen, Körbchen und Leine fallen 75 bis 250 Euro an, hinzu kommen monatlich 25 bis 50 Euro für das Futter.

Jährliche Fixkosten entstehen laut VDH für die Hundesteuer (25 bis 160 Euro), Impfen und Entwurmen (60 bis 110 Euro) und die Haftpflichtversicherung (60 Euro). Die Registrierung in einem Heimtierregister ist in der Regel kostenlos.

5. Erziehung und Beziehung: So klappt das Zusammenleben

Für die Erziehung und Förderung des Tieres empfiehlt sich ein Kurs in einer Hundeschule. Besonders wichtig ist das für Welpen, damit sie die grundsätzlichen Anweisungen sowie Sozialkontakt trainieren. Denn auch Hunde müssen Kommunikation lernen. Für ältere Hunde gibt es Sportprogramme, damit die Tiere bis ins hohe Alter gesund und glücklich bleiben. Zudem erfahren Sie in den Hundeschulen, wie Sie die Körpersprache Ihres neuen Haustiers deuten und Vertrauen aufbauen können.

Die goldene Regel der Hundeerziehung heißt jedoch: loben und nicht bestrafen. Richtiges Verhalten sollten Sie direkt belohnen, falsches dagegen ignorieren. Denn auch wenn es "nur" der Klaps mit einer Zeitung ist: Hunde können die Strafe nicht mit ihrem "Fehlverhalten" verknüpfen. Das Tier lernt also nicht, sondern bekommt Angst vor dem "bösen" Herrchen oder Frauchen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Eigene Recherche

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