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Kinder im Elternbett - Nur ausnahmsweise

Schlafenszeit  

Kinder im Elternbett: Nur ausnahmsweise

04.08.2014, 15:32 Uhr | md (CF)

Kinder im Elternbett - Nur ausnahmsweise. Wenn Sie Ihr Baby im gemeinsamen Bett schlafen lassen, ist das völlig normal – doch wenn Ihr Kind älter wird, sollten Sie es an das eigene Bett gewöhnen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Sie Ihr Baby im gemeinsamen Bett schlafen lassen, ist das völlig normal – doch wenn Ihr Kind älter wird, sollten Sie es an das eigene Bett gewöhnen (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Kinder im Elternbett ein oder zwei Nächte pro Woche verbringen, ist dies noch kein Grund zur Sorge. Sollte sich der Nachwuchs jedoch dauerhaft einrichten, gilt es, Grenzen aufzuzeigen und das eigene Kinderbett wieder attraktiver zu gestalten. Wie dies gelingt, erfahren Sie hier.

Wann Kinder im Elternbett übernachten dürfen

Ob Kinder im Elternbett schlafen sollten, ist unter Erziehungsberechtigten, Wissenschaftlern und in der Gesellschaft sehr umstritten. In einigen Situationen sehnen sich Kinder auch nachts so stark nach der Nähe und Zuneigung ihrer Eltern, dass sie nicht alleine im Kinderzimmer schlafen wollen.

Kleinkinder, die noch sehr ängstlich sind oder an Einschlafproblemen leiden, können vorübergehend auch mal im Bett der Eltern schlafen, um die nötige Sicherheit und Ruhe zu finden. Gerade bei ganz kleinen Babys ist es für Mütter angenehm, wenn diese im Elternbett schlafen. So muss die Mutter zum Stillen oder Trösten nicht extra aufstehen. Auch wenn Kinder mal krank sind, schlafen diese gerne im Bett der Eltern, um sich geborgen zu fühlen.

"Sobald das Kind mehr Zuwendung braucht als sonst, finde ich es okay, es mal zu sich ins Bett zu holen", fasst Heinz Thierry, Leiter der Online-Beratung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung, in der Zeitschrift "Baby und Familie" zusammen. Interessanterweise verbessert das gemeinsame Nächtigen sogar die Nachtruhe der Eltern – denn beim sogenannten Co-Bedding synchronisieren sich Atemrhythmus und Schlafphasen.

Keine dauerhafte Lösung für Familien

Allerdings kann die Beziehung zwischen Mutter und Vater darunter leiden, wenn Kinder im Elternbett schlafen und das Sexualleben der Eltern nur noch außerhalb des Bettes stattfinden kann. Zudem besteht unter Umständen die Gefahr, dass kleine Kinder im Elternbett im Schlaf erdrückt werden oder die erhöhte Wärmezufuhr und der Sauerstoffmangel zum plötzlichen Kindstod führen. Bewiesen ist dieser Zusammenhang jedoch bisher nicht.

Dennoch sprechen viele Gründe dagegen, dass Kinder im Ehebett schlafen, zumindest dauerhaft. Die Übernachtung im elterlichen Bett sollte daher ab dem Kleinkindalter die Ausnahme bleiben. Hat sich das Kind einmal daran gewöhnt, wird die Umgewöhnung zum eigenen Bett immer schwerer. 

Tipps und Ratschläge für die Nacht

Solange Kinder im Ehebett nächtigen, sollten einige Regeln befolgt werden. Wichtig ist, dass das Bett groß genug ist, sodass alle Schlafenden Platz finden. Stofftiere oder Spielzeug sollten tabu sein. Wenn ein Elternteil oder beide Partner rauchen, Alkohol getrunken haben oder krank sind, haben Kinder im Elternbett nichts zu suchen.

Um zu vermeiden, dass sich das Kind als Dauergast einrichtet, sollten die gemeinsamen Schlafstunden auf einzelne Tage, zum Beispiel auf das Wochenende, begrenzt sein. Dann ist klar, dass es sich dabei um eine Ausnahme handelt. Unter der Woche sollte das Kind im eigenen Bett schlafen.

Gestalten Sie das eigene Kinderzimmer möglichst attraktiv, zum Beispiel durch angenehme Beleuchtung und das Lieblingskuscheltier. Lesen Sie eine Geschichte zum Einschlafen vor oder singen Sie ein Gute-Nacht-Lied und verabschieden Sie sich dann mit einem Kuss oder einer Umarmung. Das ist ein eindeutiges Signal zur Nachtruhe. Sollte das Kind des Nachts vor dem Elternbett stehen, müssen Sie konsequent sein und es zurückbringen.

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