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Das sind die Meilensteine der Kindesentwicklung

t-online, mmh

Aktualisiert am 11.07.2016Lesedauer: 3 Min.
Kindesentwicklung vom Baby bis zum Teenager: Das sind die Meilensteine der Kindesentwicklung.
Vom Baby bis zum Teenager: Das sind die Meilensteine der Kindesentwicklung. Ein Klick aufs Bild öffnet die interaktive Grafik. (Quelle: /Thinkstock by Getty-Images-bilder)
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Leon ist kleiner als Mia. Lotte kann schon krabbeln. Lenis Mama fragt sich, ob die Fünfjährige schon lesen können sollte. Gewicht, Größe, Motorik, Logik - während der Kindesentwicklung passiert so viel und bei jedem Kind verläuft sie anders, Störungen zeigen sich oft nicht sofort. Unsere Grafik zeigt die Meilensteine der Kindesentwicklung.

Jedes Kind hat seinen eigenen Plan, jedes Kind sein eigenes Tempo in der Entwicklung. Aber gewisse Richtlinien gelten für alle. In den "U-Untersuchungen" überprüft der Kinderarzt diese Entwicklung. Gewicht und Größe werden in Tabellen eingetragen, Auffälligkeiten notiert. Doch Abweichungen sind normal und beim nächsten Termin oft schon wieder hinfällig. Also kein Grund zur Panik.

Das sind die Meilensteine der Kindesentwicklung: vom Baby zum jungen Erwachsenen

Von der Geburt an haben Eltern das Gefühl, Kinder entwickeln sich rasend schnell, jeden Tag beobachten sie etwas Neues. Highlights sind die ersten Worte "Mama, Papa", Krabbeln, Stehen, Laufen. Im ersten Lebensjahr ereignet sich unheimlich viel, aus dem neugeborenen Baby wird ein Kleinkind.

Trotzphase und Fremdeln

Im zweiten Lebensjahr kämpfen Eltern gegen die Trotzphase und das Fremdeln. Mit drei Jahren sprechen die Kleinen wie ein Wasserfall, das Brabbeln und Lallen war gestern, jetzt lernen sie rund zehn neue Wörter pro Tag.

Mit der Kommunikation wächst auch die Interaktion, Kinder spielen nicht mehr allein, sondern mit anderen, sind mit Laufrad und Dreirad flott unterwegs. Mit vier Jahren will das Kind selbständig werden, sich alleine anziehen, essen, Freunde finden.

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Bei den Vorschulkindern entwickelt sich ein Lernverhalten. Das Zahnen der Kleinen hat man hinter sich, jetzt fallen die ersten Milchzähne aus. Die anstrengende Warum-Phase wird die Eltern der Sechs- bis Neunjährigen lange Zeit viele Nerven kosten. Gefühle nehmen die Kinder inzwischen wahr und entwickeln eine Vorstellung von gerecht und ungerecht.

Pubertät bringt stürmische Zeiten

Wer denkt, es wird irgendwann ruhiger, hat sich getäuscht. Bei Mädchen setzen schon mit neun Jahren die ersten Anzeichen der Pubertät ein, zugleich entwickeln sich Logik und Grobmotorik weiter. Freundschaften werden jetzt intensiver.

Die Jungs ziehen mit etwa elf Jahren nach, jetzt setzt bei den Mädchen oft schon die Menstruation ein, bei den Jungs der Stimmbruch. Das typische Pubertätsverhalten prägt den Familienalltag, Stimmungsschwankungen müssen sensibel behandelt werden.

Mit 15 sind sie aus dem größten Pubertätsstress raus. Selbstbewusst und kritisch diskutieren die Jugendlichen mit den Erwachsenen, haben ihre eigenen Vorstellungen. Sie suchen ihren eigenen Stil und sammeln erste sexuelle Erfahrungen.

Das beeinflusst die Kindesentwicklung: Umwelt, Gendefekte, Erziehung

Vieles beeinflusst die Entwicklung der Kinder: Die Umwelt, angeborene Defekte, vererbte Krankheiten, Erziehung, seelische Probleme. Manche Störungen erkennt man sofort, andere zeigen sich erst im Lauf der Entwicklung.

Das genetische bedingte Down-Syndrom beispielsweise wird oft schon während der Schwangerschaft erkannt, ebenso Herzfehler, die sich im Ultraschall zeigen. Bluttests zeigen bei Kleinkindern Störungen wie etwa die Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie, die möglichst frühzeitig behandelt werden muss, damit die geistige Entwicklung des Kindes nicht leidet.

Expertenrat ist keine Panikmache

Autismus, Asperger oder ADHS wird sich meist im Kindergartenalter zeigen und dort im Umfeld und Vergleich mit Gleichaltrigen auffällig werden. Erzieherinnen haben hier ein gutes Auge und kennen Anlaufstellen, um etwaige Erkrankungen auszutesten.

Seelische Störungen wie Depressionen können körperliche Ursachen haben, aber bei Jugendlichen auch Begleiterscheinung der Pubertät sein. Das sogenannte "Ritzen" ist ein eindeutiges Zeichen für selbstverletzendes Verhalten im Umfeld von Depressionen.

Sensibel sein für Fortschritte, Störungen, Bedürfnisse

Es ist Aufgabe verantwortungsbewusster Eltern, genau zu beobachten, was ihr Kind momentan braucht und in welcher Phase der Entwicklung es gerade steckt. Ärzte, Hebammen, Kita-Personal, Erziehungsberater, Lehrer und andere Eltern sind dabei Wegbegleiter, die auf Veränderungen und Fehlentwicklungen hinweisen können, die Eltern im Alltag gar nicht wahrnehmen.

Auch Eltern brauchen Hilfe und sollten diese annehmen. Die U-Untersuchungen bis zum Jugendalter helfen, aufmerksam für Veränderungen zu bleiben und Rücksprache mit den Experten, nämlich den Ärzten zu halten.

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Unsere Grafik verbindet die Meilensteine der körperlichen und geistigen Entwicklung der Kinder: vom Baby- bis zum Erwachsenen-Alter. Eltern können so noch sensibler auf Fortschritte und eventuelle Störungen achten und reagieren.

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