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Fahrradsitze für Kinder im Test: Jedes vierte Modell fällt durch

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Sitze für vorne und hinten im Test  

Fahrradsitze für Kinder: Jedes vierte Modell fällt durch

20.02.2018, 08:32 Uhr | Christoph Zeiher, dpa-tmn

Fahrradsitze für Kinder im Test: Jedes vierte Modell fällt durch. Fahrrad mit Kindersitzen: Ob man sich nun für ein Kindersitzmodell zur Lenkermontage oder für hinter dem Sattel entscheidet: Vor- und Nachteile haben laut Experten beide Varianten. (Symbolbild) (Quelle: pd-f/dpa/tmn)

Fahrrad mit Kindersitzen: Ob man sich nun für ein Kindersitzmodell zur Lenkermontage oder für hinter dem Sattel entscheidet: Vor- und Nachteile haben laut Experten beide Varianten. (Symbolbild) (Quelle: pd-f/dpa/tmn)

Spätestens im Frühling beginnt wieder die Fahrradzeit. Mit dem passenden Kindersitz können auch die Kleinsten mit auf Tour. Bei einem aktuellen Vergleich der Stiftung Warentest schnitten mehr als die Hälfte der Modelle mit "gut" ab. Vier hingegen sind "mangelhaft".

Ob vorne am Lenker oder hinter dem Sattel: Fahrradsitze für Kinder sollen die Kleinen sicher durch den Straßenverkehr bringen. Doch nicht alle können das, wie ein aktueller Vergleich der Stiftung Warentest zeigt. Von 17 getesteten Modellen schneiden vier mit "mangelhaft" ab. Neun Modelle bekommen die Note "gut", wie die Zeitschrift "test" (Ausgabe 3/2018) berichtet.

Das sind die Testsieger

Testsieger ist demnach der "Thule Yepp Nexxt Mini" (Note 2,1) für 99 Euro, knapp vor dem "Hamax Observer" – beides Modelle für die Montage am Lenker. Es sind zugleich die teuersten Sitze in dieser Kategorie. Das günstigste Produkt für 45 Euro erhält die Note "ausreichend".

Auch in der Variante für die Montage hinter dem Fahrer bekommt der günstigste Sitz für 30 Euro noch ein "ausreichend". Mit dem "Hamax Caress C2" für 150 Euro und dem "Thule Yepp Maxi Seatpost" für 119 Euro schneiden auch hier die teuersten Modelle am besten ab (beide Note 2,2).

Verlierer im Test

Zwei Sitze für die Montage hinter dem Fahrer fallen bei den Testern hingegen durch, weil sich die Anschnallgurte zu leicht lösen lassen. "Ein unnötiges Sicherheitsrisiko", urteilen die Experten. Der Hersteller erklärt auf Anfrage von Stiftung Warentest jedoch, die Sitze entsprächen der Norm. Zu leicht zu öffnende Verschlüsse seien außerdem kein Grund, die Sitze umzutauschen, zitiert die Zeitschrift den Hersteller. Die Experten empfehlen in diesen Fällen, regelmäßig zu prüfen, ob der Gurt geschlossen ist, und auch mit dem Kind darüber zu sprechen, warum ein geschlossener Gurt wichtig ist.

Ein dritter Sitz, ebenfalls für die Montage hinter dem Sattel, fällt in dem Test aufgrund von Schadstoffen in Sitzschale und Polsterung durch. Bei einem "mangelhaften" Modell für den Lenker brach im Dauertest die Fußstütze.

Sitz vorne oder hinten: Vor- und Nachteile

Ob man sich nun für ein Modell zur Lenkermontage oder für hinter dem Sattel entscheidet: Vor- und Nachteile haben laut Experten beide Varianten. So wirke sich der Sitz am Lenker zwar kaum auf die Fahrstabilität des Rades aus. Plötzliche Ausweichmanöver seien aber zumindest mit einem der Modelle kaum möglich, da die Fußstützen bei Herrenrädern gegen die Querstange stießen. Bei der Montage über dem Hinterrad seien die Kleinen vor Fahrtwind geschützt. Allerdings könnten die Sitze die Fahrräder auch leicht zum Schlingern bringen.

Generell raten die Experten dazu, die Sitze direkt beim Fachhändler montieren zu lassen. Vor allem beim Anbringen des Sitzes vor dem Fahrer sollte man darauf achten, dass die Brems- und Schaltungszüge des Fahrrads nicht eingeklemmt werden.

Die Modelle für den Lenker sind für Kinder ab dem neunten Monat geeignet. Ab einem Gewicht von 15 Kilogramm müssen die Beifahrer laut Experten dann aber nach hinten umziehen. Die Modelle hinter dem Sattel sind für ein maximales Gewicht von 22 Kilogramm ausgelegt.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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